Tag des offenen Cockpits im Hochsicherheitsbereich

In Taiwan sind sie derzeit Nachrichtenthema Nummer Eins: Kampfhubschrauber des Typs Apache AH-64E. Denn die Sicherheitsvorkehrungen haben sich als schlechter Witz erwiesen.

Dreißig dieser topmodernen Höllenmaschinen hat Taiwan kürzlich in den USA eingekauft, zum Stückpreis von Zigmillionen Dollar. Mit solchen Waffenlieferungen will Taiwan deutlich machen, dass es sich im schlimmstmöglichen Fall eines chinesischen Angriffs nicht kampflos ergeben würde. Was das wirklich bringen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Nun sind diese Apachen also der Stolz des Militärs, und natürlich dürfen nur die besten der besten mit ihnen fliegen – Piloten, die extra in den USA ausgebildet wurden. Einer von ihnen hat nun ganz großen Mist gebaut und damit Taiwans ganzes Militär in eine Vertrauenskrise gestürzt.

Janet Lee im Apache-Hubschrauber

Der Skandal begann auf Facebook. (mehr …)


Wie kann eine so fruchtbare Insel Wassermangel haben?

Es ist ja nicht so, dass wir in Taiwan unter Trockenheit leiden. Gäbe es keine Menschen, wäre die ganze Insel von dichtem, grünem Wald überzogen. Dafür sorgt das Klima hier an der Grenze zwischen Subtropen und Tropen, vor allem der reichliche Regen.

Regen in Taipeh

In Taipeh haben wir 3000 Millimeter Niederschlag pro Jahr, in meiner niedersächsischen Heimat sind es gerade mal 800 – und die Gegend nennt man „nasses Dreieck“.

Und trotzdem leidet Taiwan gerade unter Wasserknappheit, und das nicht zum ersten Mal. Genauer gesagt geht es um Trinkwasser. Die Regierung steht kurz davor, im Süden des Landes den Wassernotstand auszurufen und das kostbare Nass zu rationieren. (Liste von aktuellen Artikeln)

Das Problem: (mehr …)


Wie ich Taiwans erfolgreichsten Dokumentarfilm aufs platte Land brachte

Was macht ein Taiwanreporter im Deutschlandurlaub? Er erzählt von Taiwan. Im historischen Kornspeicher meiner niedersächsischen Heimatstadt hatte ich neulich eine ganz besondere Gelegenheit.

Filmvorführung im Kornspeicher

Gut 80 Zuschauer waren gekommen, um den Film „Jenseits der Schönheit – Taiwan von oben“ (“Beyond Beauty: Taiwan From Above”, 看見台灣) zu sehen. Sie haben Taiwan so gründlich kennen gelernt wie nur ganz wenige Leute in Deutschland, denn der ausschließlich aus der Luft gedrehte Film lief hier bisher weder im Kino noch im Fernsehen. (mehr …)


Helfen Sie mir bei der Entscheidung

Sind Sie gut reingekommen ins Jahr der Ziege/des Schafes/des Widders? Fürs nächste Jahr hätte ich gern Ihre Meinung gewusst: Wie kann man das Chinesische Neujahrsfest eigentlich auf Deutsch noch nennen?

Chinesisch Neujahr, Jahr der Ziege

Klar, der übliche Begriff ist Chinesisch Neujahr oder Chinesisches Neujahrsfest. Ich finde das auch unproblematisch, selbst angesichts von minenfeldmäßigen China-Taiwan-Begriffsverwirrungen auf anderen Feldern. Schließlich bezeichnet er den Ursprung dieses Festes, und der liegt nun mal in China.

Allerdings sehen das nicht alle so. Nachdem ich bei Mobilegeeks.de einen Artikel zum Thema veröffentlicht hatte, gab es einige kritische Rückmeldungen. (mehr …)


Der Teebauer und die eiserne Göttin

Trocken und verschrumpelt liegen in der Blechdose dunkelgrüne, fast schwarze Blätter, gerollt zu kleinen harten Bällchen. In die weißen Porzellanschälchen damit, heißes Wasser darauf, das sich sofort golden färbt. Die Teeblätter entfalten sich, ihr Duft auch.

Herr Chen deckt die Becher ab. Ein paar Minuten Geduld müssen sein. Taiwans hektische Hauptstadt Taipeh ist nicht weit, doch hier, mit Blick über Teefelder auf sattgrüne Hügelketten, drängt nichts zur Eile.

Teeplantage Maokong

Tie Guanyin, die eiserne Guanyin, heißt so nach einer buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit. Sie gehört zur großen Oolong-Familie, die halbfermentiert zwischen Grün- und Schwarztee steht. Unter Taiwans Teesorten ist es eine der kostbareren und selteneren, und in der Herstellung wohl am aufwändigsten. Pflücken, trocknen und ab in die Tasse – so funktioniert es nicht. (mehr …)


One of the world’s most celebrated directors explores Taiwan’s great outdoors

“Silence” brings Martin Scorsese to Taiwan, as well as actors Liam Neeson and Andrew Garfield, but what’s the film really about? Read what director Scorsese himself has to say!

A Taiwanese contractor was killed today on the set of Martin Scorsese’s film “Silence” when scaffolding collapsed. A tragic accident that, hopefully, is not an omen of things to come.

After all, Scorsese’s “Silence”, starring Liam Neeson and Andrew Garfield, is one of the biggest Hollywood productions to be shot mostly in Taiwan since Steve McQueen was in Tamsui 50 years ago, filming “The Sand Pebbles”.

Martin Scorsese

Scorsese probably picked Taiwan as the location for the filming because if was recommended to him (mehr …)


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