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Wo der Wahnsinn an jeder Ecke lauert

In Taiwan gehöre ich zu einer absoluten Minderheit. Ich fahre nämlich nicht selbst Scooter, und ich vermeide auch Autofahrten in der Stadt. Es ist mir einfach zu gefährlich.

In Deutschland haben sie sich noch nicht ganz durchgesetzt, aber hier in Taiwan klemmen sie hinter fast jeder Windschutzscheibe: „Dashboard-Cams“, also Kameras, die permanent das Geschehen vor dem Auto filmen. Damit kann der Fahrer Beweismaterial präsentieren, wenn er in einen Unfall verwickelt wird.

Verkehrsunfall in Taiwan

Diese Kameras zeichnen natürlich auch auf, was weiter vorn auf der Straße passiert. Wenn zum Beispiel ein entgegenkommender Wagen in voller Fahrt (mehr …)


Du sollst Vater und Mutter ehren

Auch als Erwachsene richten viele Taiwaner ihr Leben noch nach den Wünschen und Ansprüchen der Eltern aus. Wie kommt das?

Senioren in Taiwan

Als ich von Deutschland nach Taiwan zog, habe ich das selbst entschieden. Wäre ich ein Taiwaner gewesen, der den umgekehrten Weg gehen will, hätte ich vielleicht zunächst auch mit über 30 das Einverständnis meiner Eltern einholen müssen.

In Taiwan ist es nämlich noch immer normal, dass Eltern auch nach der Volljährigkeit über das Leben ihrer Kinder mit entscheiden – und dass Kinder sich nach ihren Eltern zu richten haben. (mehr …)


Weniger Chinesen, trotzdem mehr Besucher

Taiwan ist ein angesagtes Reiseziel – aber nicht bei Europäern. Woher kommen die vielen Touristen, die letztes Jahr für eine Rekordzahl sorgten?

Vielleicht lag dieser Prospekt kürzlich auch in Ihrer Nähe im Supermarkt: Bei Lidl konnten Sie eine Taiwanreise buchen. Sieben Nächte, 1600 Euro. Lohnt sich das? Ich habe mir das Programm angesehen und war wenig überrascht. Es ist eine der Standard-Rundreisen, die viele Anbieter im Programm haben. Bei Aldi gab es vor einigen Jahren ein ähnliches Angebot.

Lidl Taiwan Reise

Was also würde Sie erwarten, wenn Sie so eine Reise buchen? (mehr …)


Zuo Yuezi: Wenn Mami den Monat absitzt

Das Essen wird ins Zimmer gebracht, Besucher müssen Atemschutzmasken tragen, und wehe, man wäscht sich die Haare: So laufen in Taiwan die ersten Wochen nach der Geburt.

Baby Boomer waren gestern. Wie Deutschland hat auch Taiwan mittlerweile eine extrem niedrige Geburtenrate. In den Fünfzigern waren fünf oder mehr Kinder noch ganz normal (im Kalten Krieg wurden Soldaten gebraucht), in den Achtzigern waren es eher zwei, und seit der Jahrtausendwende sind die Zahlen abgestürzt.

Zwei kleine Kinder in Taiwan

Mit einer Ein-Kind-Politik wie in China hat das nichts zu tun, im Gegenteil – die Regierung würde gern mehr Nachwuchs sehen. (mehr …)


Bei 228 geht es nicht nur um Gedenken und Geschichte

„Die Art und Weise, wie mit diesem Gedenktag jedes Jahr aufs neue umgegangen wird, wird auf absehbare Zeit immer auch ein Anzeichen dafür bleiben, wie es um den innertaiwanischen Konsens über die eigene nationale Identität bestellt ist.“

So hatte ich 2009 hier im Blog einen Kollegen zitiert.  Kluge Worte. 228, das ist der 28. Februar, ein Gedenktag an den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand von 1947, – aber eigentlich auch an die daran anschließende Kriegsrechts-Ära, die erst Anfang der neunziger Jahre von Taiwans heutiger Demokratie abgelöst wurde.

Seit 1995 spricht jedes Jahr an diesem Tag der Präsident bei einer Gedenkzeremonie, seit 1997 ist es ein nationaler Feiertag. Und, wie gesagt: Jedes Jahr lässt sich an den Diskussionen, Demonstrationen und Reaktionen ablesen, wie es um Taiwans Selbstverständnis gerade bestellt ist.

Demonstration vor der Chiang-Kai-shek-Gedenkhalle in Taipeh

Unabhängigkeitsbefürworter demonstrieren vor der Chiang-Kai-shek-Halle

Dieses Jahr kamen zwei Faktoren dazu, die den Tag besonders aufgeladen haben: (mehr …)


How Taiwan looks at German Vergangenheitsbewältigung* 

After the recent High School Nazi Cosplay Scandal, President Tsai gave an English speech about how Taiwan should deal with history, education and transitional justice. Here is a transcript and a video.

With the 70th anniversary of 228 around the corner, transitional justice and how to proceed has become a hot topic in Taiwan again recently.

Depiction of the 228 Massacre

Former president Ma Ying-jeou, for example, recently said: “Do we need to conduct a deep re-evaluation of the nation like South Africa, post-Word War II Germany and Germany after unification did? I do not see the need.”

And also this: Insofar as Taiwan is considered by the international community a stable democracy, “is there really the need to walk on the path of transitional justice?”

His successor Tsai Ing-wen sees things differently and has declared (mehr …)


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