Meine Lieblingszeitung ist hier bislang die Taipei Times. Schönes Design (von dem sich im Netz leider nicht viel wiederfindet), Berichte zum aktuellen Präsidentschaftswahlkampf (Blog-Eintrag folgt demnächst), internationale Meldungen, die es bei uns kaum in die Blätter schaffen, und außerdem kostet sie nur 15 Taiwan-Dollar. Umgerechnet also halb so viel wie in Deutschland eine Bild-Zeitung.
Aufgefallen ist mir neulich diese Meldung (ganz unten). Grob vereinfachend zusammengefasst: Taipeh kann offenbar unfruchtbar machen. Stress, Verschmutzung und schlechtes Essen sorgen bei vielen Männern für suboptimales Sperma, sagt ein Arzt.
Grund zur Sorge also? Rückreisealarm? Gehen wir diese Punkte doch mal durch.
Stress
Kann ich bedingt nachvollziehen. Ja, diese Stadt ist laut und ständig in Bewegung - überall hetzen Menschen in Geschäfte, nehmen sich auf Motorrollern gegenseitig die Vorfahrt, quetschen sich zur Rush-Hour in die U-Bahnen. Andererseits: In welcher Stadt mit 2,7 Millionen Einwohnern geht es denn, bitteschön, stressfrei zu? Madrid z.B. kam mir mindestens genau so laut und hektisch vor. Und sind die Männer dort etwa massenweise unfruchtbar? Ich habe es nicht untersucht. Vielleicht weiß ja jemand mehr...
Verschmutzung
Da mag was dran sein. Schmutz ist weniger ein Problem auf den Straßen - die sind ziemlich sauber, obwohl es so gut wie keine Papierkörbe gibt (ich muss manchmal ganz schön weit laufen, nur um einen Pappbecher loszuwerden). Es ist die Luft, genauer: Die Abgase. Laut diesem etwas älteren Text aus einer Regierungszeitschrift kamen 1998 in Taiwan auf jeden Quadratkilometer 438 zugelassene Fahrzeuge, vor allem Motorroller. Dort heißt es aber auch, dass die Regierung das Problem erkannt habe und einiges dagegen unternehmen wolle.
In Taipeh jedenfalls gehen einige Einwohner noch immer lieber nur mit Mundschutz auf die Straße. Nicht annähernd so viele, dass man sich auf einer Demonstration gegen das Vermummungsverbot oder einer Michael-Jackson-Solidaritätskundgebung wähnt, aber es gehört zum Straßenbild. Vor allem sind es junge Frauen. Das spricht natürlich dafür, dass eher Männer Probleme bekommen...
Schlechtes Essen
Das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Wer hier schlecht isst, muss entweder wirklich arm sein, oder er ist selbst schuld. So lange man an jeder zweiten Straßenecke z.B. solch göttliche Suhsi für 10 Taiwan-Dollar das Stück kaufen kann (20 Eurocent!), glaube ich nicht an schlechtes Essen.
Mein Fazit: Ich bleibe. Mit oder ohne Mundschutz.
Meine Lieblingszeitung ist hier bislang die Taipei Times. Schönes Design (von dem sich im Netz leider nicht viel wiederfindet), Berichte zum aktuellen Präsidentschaftswahlkampf (Blog-Eintrag folgt demnächst), internationale Meldungen, die es bei uns kaum in die Blätter schaffen, und außerdem kostet sie nur 15 Taiwan-Dollar. Umgerechnet also halb so viel wie in Deutschland eine Bild-Zeitung.
Aufgefallen ist mir neulich diese Meldung (ganz unten). Grob vereinfachend zusammengefasst: Taipeh kann offenbar unfruchtbar machen. Stress, Verschmutzung und schlechtes Essen sorgen bei vielen Männern für suboptimales Sperma, sagt ein Arzt.
Grund zur Sorge also? Rückreisealarm? Gehen wir diese Punkte doch mal durch.
Stress

Kann ich bedingt nachvollziehen. Ja, diese Stadt ist laut und ständig in Bewegung – überall hetzen Menschen in Geschäfte, nehmen sich auf Motorrollern gegenseitig die Vorfahrt, quetschen sich zur Rush-Hour in die U-Bahnen. Andererseits: In welcher Stadt mit 2,7 Millionen Einwohnern geht es denn, bitteschön, stressfrei zu? Madrid z.B. kam mir mindestens genau so laut und hektisch vor. Und sind die Männer dort etwa massenweise unfruchtbar? Ich habe es nicht untersucht. Vielleicht weiß ja jemand mehr…
Verschmutzung
Da mag was dran sein. Schmutz ist weniger ein Problem auf den Straßen – die sind ziemlich sauber, obwohl es so gut wie keine Papierkörbe gibt (ich muss manchmal ganz schön weit laufen, nur um einen Pappbecher loszuwerden). Es ist die Luft, genauer: Die Abgase. Laut diesem etwas älteren Text aus einer Regierungszeitschrift kamen 1998 in Taiwan auf jeden Quadratkilometer 438 zugelassene Fahrzeuge, vor allem Motorroller. Dort heißt es aber auch, dass die Regierung das Problem erkannt habe und einiges dagegen unternehmen wolle.
In Taipeh jedenfalls gehen einige Einwohner noch immer lieber nur mit Mundschutz auf die Straße. Nicht annähernd so viele, dass man sich auf einer Demonstration gegen das Vermummungsverbot oder einer Michael-Jackson-Solidaritätskundgebung wähnt, aber es gehört zum Straßenbild. Vor allem sind es junge Frauen. Das spricht natürlich dafür, dass eher Männer Probleme bekommen…
Schlechtes Essen
Das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Wer hier schlecht isst, muss entweder wirklich arm sein, oder er ist selbst schuld. So lange man an jeder zweiten Straßenecke z.B. solch göttliche Suhsi für 10 Taiwan-Dollar das Stück kaufen kann (20 Eurocent!), glaube ich nicht an schlechtes Essen.

Mein Fazit: Ich bleibe. Mit oder ohne Mundschutz.