Raus aus der Stadt

Im Moment gibt es von mir nur sporadisch Lebenszeichen, weil ich kurz vor Toresschluss endlich mehr von Taiwan sehen möchte als Taipeh. Natur zum Beispiel, denn von der gibt es hier reichlich und vom Feinsten. Taiwan ist zwar extrem dicht besiedelt, aber das konzentriert sich entlang der Westküste. Den größten Teil der Insel bedecken dicht bewaldete Berge. Ziemlich hohe Berge, 3000 Meter sind nichts besonderes. Auf Taiwan befindet sich auch der Jadeberg, mit 3952 Metern der höchste Berg Ostasiens (also östlich vom Himalaya). Und mehr als 50 Prozent der Insel sind bewaldet.

Das aber nur vorweg. Gestern und heute war ich jedenfalls in der Taroko-Schlucht. Das ist ein Nationalpark im Osten von Taiwan, mit Felswänden, die hunderte Meter hoch aufragen und zwischen denen man sich wirklich ziemlich klein vorkommt. Es gibt auch reißende Gebirgsflüsse, schweißtreibende Wanderwege über Stock und Stein, atemberaubende Bergpanoramen und dergleichen mehr. Und wie so oft, können Fotos ein Naturerlebnis nur ganz unzureichend wiedergeben. Ich habe deswegen einfach ein paar Bilder rausgesucht, auf denen auch Menschen zu sehen sind – damit die Größenverhältnisse deutlich werden. Viel Spaß beim Suchen!

Reisegruppen kommen auch reichlich hierher. Die meisten werden per Bus zu bestimmten Aussichtspunkten kutschiert, spazieren ein paar Schritte und fahren dann weiter.

Wahrscheinlich haben sie Angst vor so was:

Schade, Killerbienen habe ich keine gesehen. Aber dafür freilebende Affen in den Baumwipfeln!

Morgen geht die Reise weiter, zum Sonne-Mond-See. Klingt schon mal gut.

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4 Kommentare zu “ Mein erster Ausflug in die Taroko-Schlucht ”

  1. huangdi sagt:

    Taiwan ist in der Tat eine fantastische Insel. Die Tarokko-Schlucht ist sicher ein Highlight, wunderschön ist auch der Alishan-Berg.

    Obwohl ich schon fast zwei Jahre in Taiwan bin, muss ich immer noch viel nachholen.

    Wenn die Arbeitszeiten nur nicht so lang wären und der Urlaub so wenig (sieben Tage im Jahr)…

  2. Klaus sagt:

    Die Länge des Urlaubs ist allerdings ein Unding. Wie hält man diese permanente Maloche überhaupt aus?

  3. huangdi sagt:

    Man muss das Beste draus machen. Ab und an habe ich das Glueck, das z.B. zwei Messen in Deutschland nahe beieinander liegen und ich die Tage dazwischen in meiner Heimatstadt arbeiten kann.

    Ansonsten sind sieben Tage natuerlich heftig. Aber bei beruflichem Erfolg ist es zumindest fuer Auslaender auch verhandelbar.

    Fuer Taiwanesen ist das anders. Ein Kollege plant einen Urlaub in Australien schon seit fast zwei Jahren und hofft, irgendwie mehr als zwei Wochen draus machen zu koennen. Dieser Kollege arbeitet auch permanent unbezahlte Ueberstunden. Aber das wird als voellig normal angesehen und nicht mit zumindest mehr Urlaub gewuerdigt.

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