Hillary Clinton war ja gerade auf Antrittsbesuch in China, was in Taiwan natürlich aufmerksam verfolgt wurde. Schließlich wurde die Insel wahrscheinlich nur deswegen noch nicht längst von der Volksrepublik geschluckt, weil die USA sie seit Jahrzehnten mit Waffen beliefern. Das ist Peking natürlich ein gewaltiger Dorn im Auge, und die große Frage ist, ob Amerika irgendwann eine entspannte Beziehung zu China wichtiger ist als die Unterstützung Taiwans. Zu dem Thema habe ich diesen Text bei heute.de veröffentlicht.

CKS Soldaten

Taiwanische Soldaten üben das Exerzieren vor der Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle

Hier stehen noch einige Infos zur Modernisierung von Taiwans Patriot-Raketenabwehrssystemen. Der letzte Absatz erinnert mich ein bisschen an das Szenario in diesem Roman:

„While many Taiwanese still see the United States as the ultimate guarantor of Taiwanese independence, they see China as increasingly capable of grabbing the island before the U.S. can intervene. So while the Taiwanese don’t have to be strong enough to defeat a Chinese invasion, they do have to be strong enough to hold the Chinese back until American reinforcements can show up.“

Taiwans Präsident Ma will nicht nur die Manöver zur Abwehr einer chinesischen Invasion künftig nur noch alle zwei Jahre abhalten. In dem heute.de-Text keinen Platz mehr gefunden hat diese Geschichte: Das Verteidigungsministerium hat angekündigt, dass bei Militärübungen künftig weniger echte Munition verfeuert wird – und zwar angeblich aus Klimaschutzgründen. Dabei ist nach Oppositionsangaben bei einem Fünftel der Bestände ohnehin schon das Haltbarkeitsdatum abgelaufen. Falls die Chinesen also tatsächlich mal angreifen sollten, brauchen Sie sich offenbar keine großen Sorgen zu machen.

CKS Soldaten Flaggen

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Ein Kommentar zu “ Weltpolitische Sandkastenspiele ”

  1. Klaus sagt:

    Alles wie gehabt:
    „Der Leiter des Büros für auswärtige Angelegenheiten des Chinesischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Qian Lihua, hat am Freitag in Beijing die USA aufgefordert, die Taiwan-Frage besonnen zu behandeln. Auch sollte der Ausbau der substanziellen militärischen Beziehungen mit Taiwan beendet und der Verkauf von Waffen an Taiwan eingestellt werden.“

    Quelle: http://german.cri.cn/1565/2009/02/27/1s109572.htm

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