World Games 2009 in Kaohsiung

Es hat schon eine ganz besondere Ironie, dass die World Games ausgerechnet in Taiwan stattfinden. Haben doch die meisten Menschen nie davon gehört, und wenn doch, können sie es nicht so richtig einordnen. Die World Games (noch bis zum 26. Juli) sind im Sport das, was Taiwan in der Welt ist: Eigentlich wichtig genug, um Bedeutung zu haben, werden sie trotzdem nicht ganz ernst genommen.

So wie Taiwan nicht Mitglied der UNO sein darf, sind die Sportarten der World Games nicht bei den Olympischen Spielen zugelassen. Und so, wie die Taiwaner sich trotz allem ein schönes Leben machen in ihrem Land, haben die Sportler bei den kleinen World Games mindestens so viel Spaß wie ihre Kollegen bei den großen Olympischen Spielen. Kurz: Wenn es die World Games nicht schon seit 1981 gäbe, man müsste sie eigens für Taiwan erfinden.

Ein großes Spektakel: die Eröffnungsfeier am Donnerstag.

Ein großes Spektakel: die Eröffnungsfeier am Donnerstag.

Die World Games, um die es hier geht, haben nichts mit dem Computerspiel aus den 80ern zu tun. Da musste man Baumstämme werfen und mit Schlittschuhen über Bierfässer springen. Aber wahrscheinlich würden auch diese Disziplinen nicht weiter auffallen in einem Programm, das von Sumoringen bis Bowling, von Fallschirmspringen bis Inline-Hockey, Drachenbootrennen bis Orientierungslauf und von Beach-Handball bis Kanu-Polo eine Menge gegensätzlichster Sportarten vereint, von denen man wahrscheinlich entweder noch nie gehört hat (Korfball, Tschoukball) oder nicht gedacht hätte, dass es tatsächlich als Sport betrieben wird, mit Verbänden und Regelwerk und Nationalmannschaften (Bodybuilding, Frisbee, Tauziehen).

Deutschlands Tauzieh-Nationalmannschaft im Einsatz in Taiwan.

Deutschlands Tauzieh-Nationalmannschaft im Einsatz in Taiwan.

Damit nicht der Eindruck entsteht, ich schriebe hier über eine obskure Hinterzimmer-Veranstaltung mit einer Handvoll Teilnehmern, kurz die Dimensionen: An den 31 Sportarten der World Games in Kaohsiung nehmen mehr als 3200 Athleten aus 90 Ländern teil. Kaohsiung, Taiwans zweitgrößte Stadt (1,5 Millionen Einwohner), hat sich eigens für die Spiele ein neues Stadion für 40.000 Zuschauer gebaut, das nicht nur schön ist, sondern auch hochmodern – so wird der gesamte Energiebedarf über Solarzellen gedeckt. Für Taiwan sind die World Games nicht nur die größte internationale Sportveranstaltung, die je in diesem Land stattfand. Die Bedeutung geht weit darüber hinaus. Es ist das erste Mal, dass Taiwan überhaupt offiziell Gastgeber ist für so viele Länder. Und das erste Mal, dass die Menschen zumindest in Kaohsiung die Erfahrung machen, wie es ist, wenn plötzlich so viele unterschiedliche fremde Gäste auf den Straßen unterwegs sind, neugierig und gut gelaunt ein Land entdecken wollen.

Ich muss ein bisschen ausholen. 2006 hatte das Losglück mir Karten für das Eröffnungsspiel der Fußball-WM beschert. Mittlerweile ist es in Vergessenheit geraten, aber kurz vor dem Beginn der WM war in Deutschland vom Sommermärchen noch nichts zu spüren. Da wurde gemäkelt und gemeckert und darüber diskutiert, ob es No-Go-Areas für Ausländer gibt und wenn ja, warum im Osten. Irgendwie fühlte Deutschland sich wie ein unbeliebter Schüler, der die ganze Klasse zu einer Party eingeladen hat, nun in seiner frisch aufgeräumten Wohnung auf die Gäste wartet, die Musik vorbereitet und das Essen kalt gestellt hat und sich fragt, ob wohl überhaupt jemand auftauchen wird.

München, 9. Juni 2006. Costa Rica mag uns.

München, 9. Juni 2006. Costa Rica mag uns.

Ich werde niemals den Moment vergessen, als ich am Vormittag des Eröffnungsspiels in München aus der U-Bahn ans Tageslicht trat und plötzlich auf einem Marienplatz stand, der zum Bersten voll war mit Mexikanern und Australiern, Costa-Ricanern, Russen und Amerikanern, die zusammen mit den plötzlich ganz gelösten Deutschen einfach nur sich selbst feierten, das schöne Wetter und den Fußball. Die waren tatsächlich alle freiwillig nach Deutschland gekommen – und sie hatten hier auch noch Spaß!

Deutsche Drachenboot-Paddler beobachten ein Kanupolo-Spiel.

Deutsche Drachenboot-Paddler beobachten ein Kanupolo-Spiel.

Von der WM 2006 abgesehen, leiden wir Deutschen ja kollektiv an dem Gefühl, vom Rest der Welt nicht wirklich gemocht zu werden. Und weil wir ahnen, dass wir daran selbst Schuld sein könnten, mögen wir uns selbst nicht so recht. Aber wir konnten uns mit Wirtschaftswunder, Weltmeistertiteln usw. darüber hinwegtrösten. Taiwaner zu sein, muss noch schwieriger sein. Die Menschen hier wachsen seit mindestens 30 Jahren mit dem demütigenden Gefühl auf, nicht für voll genommen zu werden. Ihr Land steht ewig im Schatten Chinas, muss mit Anhängseln wie „umstritten“, „international nur von wenigen Staaten anerkannt“, „abtrünnig“ oder „von China für sich beansprucht“ leben. Von allen UN-Aktivitäten ausgeschlossen, wird Taiwan von der sogenannten „internationalen Gemeinschaft“ behandelt wie ein Schmuddelkind, mit dem zu reden sich nicht schickt.

"Chinese Taipei", was ist das? Zumindest die Zuschauer dürfen Flagge zeigen.

"Chinese Taipei", was ist das? Zumindest die Zuschauer dürfen Flagge zeigen.

Statt zu resignieren, hat Taiwan sich aber in den letzten Jahrzehnten ganz besonders ins Zeug gelegt. Eine Diktatur überwunden, die Demokratie umarmt, einen Wirtschaftsaufschwung hingelegt, der noch erstaunlicher ist als der deutsche. Neuerdings entdecken sie hier den Umweltschutz, wollen Vorreiter beim Energiesparen sein, die Schulausbildung verbessern, Touristen anlocken. Aber sie können so viele Netbooks erfinden, wie sie wollen – für den Rest der Welt bleibt Taiwan das Land, das keines sein darf.

Das deutsche Team zieht bei der Eröffnungsfeier ins Stadion ein.

Das deutsche Team zieht bei der Eröffnungsfeier ins Stadion ein.

Ist es da ein Wunder, dass die World Games für Taiwan viel mehr sind als eine Sportveranstaltung – nämlich die allerbeste Gelegenheit, sich der Welt von seiner besten Seite zu zeigen? Die letzten World Games fanden 2005 in Duisburg statt, und ich würde mich wundern, wenn der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen vorbeigeschaut hat. In unseren Medien liefen damals nur ein paar Kurzberichte. Taiwans Fernsehen überträgt ständig live und berichtet in den Nachrichten, Kaohsiung hat ein neues Stadion gebaut, eine U-Bahn (zugegeben, die war wahrscheinlich sowieso geplant), und eröffnet hat die Spiele Taiwans Präsident Ma höchstpersönlich – was überraschend war und für Chinas Regierung so unzumutbar, dass sie in typischer Spielverderber-Manier ihr komplettes Team die Eröffnungsfeier boykottieren ließ.

World Games Tauziehen Holland Teamfoto

Ein paar Jungs nutzen die Gelegenheit für ein Foto mit Hollands siegreicher Tauzieh-Mannschaft.

Aber eigentlich wichtig ist ja: Was kommt bei den Menschen an? Bei den Einheimischen, und bei den Gästen aus der Welt? Ich war gerade drei Tage in Kaohsiung, habe die Eröffnungsfeier um Stadion gesehen und einige Disziplinen an den Wettkampfstätten. Ich habe Taiwaner erlebt, die wildfremde Ausländer mit ehrlicher Freude begrüßen und in gebrochenem Englisch neugierig fragen, woher sie kommen. Die sich bemühen, ihnen den Aufenthalt zu erleichtern, und in der U-Bahn-Station unaufgefordert fragen, ob man Hilfe braucht. Jugendliche auf Motorrollern, die holländischen Sportlern auf der Straße zuwinken und hinterherrufen. Durchtrainierte Französische Ju-Jutsu-Kämpfer, die auf dem Nachtmarkt alle Blicke auf sich ziehen. Britische und belgische Ehepaare, deren Töchter bei den World Games antreten und die nun auf dieser Insel Urlaub machen, die sie sonst im Leben nie betreten hätten. Slowaken und Italiener beim Stadtbummel, bulgarische Sumoringerinnen und Tauzieher aus Lettland beim Wettkampf.

World Games Drachenboote Lotussee

Drachenbootrennen auf dem Lotus-See von Kaohsiung. Im Hintergrund die Tiger- und Drachen-Pagoden.

Nehmen wir mal Taiwans Drachenboot-Mannschaft. Die hat am Freitag über 200 Meter die Bronzemedaille erpaddelt, nur Russland und Ungarn waren schneller. Es war zu diesem Zeitpunkt wohl die erste Medaille für Taiwan (das hier übrigens wie bei Olympia nur unter dem schwachsinnigen Kunstnamen „Chinese Taipei“ firmieren darf, keine Flaggen, keine Hymne – eine Demütigung sogar im eigenen Land). Als die Sportler ihre Medaillen umgehängt bekamen, war die Freude schon groß. Dann stiegen Russen und Ungarn schon vom Podest herab, und weil die Taiwaner noch immer für Fotos posierten, standen sie noch auf ihrem Treppchen. Im Vorbeigehen gaben die Russen und Ungarn nun jedem einzelnen von ihnen die Hand und gratulierten. Da war der Stolz der Taiwaner fast körperlich spürbar. Da gewinnen sie im eigenen Land eine Medaille in einer ihrer Nationalsportarten, und dann steigen die Sportler aus diesen anderen Ländern, deren Regierungen das Wort „Taiwan“ am liebsten gar nicht in den Mund nehmen und die niemals zum Staatsbesuch vorbeikommen werden, auch noch vom Podest herab und behandeln Taiwan so, wie man es sonst gar nicht kennt – respektvoll und gleichwertig. Selten habe ich Menschen erlebt, die vor Glück so gestrahlt haben wie Taiwans Drachenboot-Mannschaft in diesem Moment.

World Games Taiwan Drachenboot

...und später haben sie sogar noch eine Silbermedaille gewonnen.

In den deutschen Medien kommen die World Games erwartungsgemäß so gut wie gar nicht vor. Weder ARD noch ZDF berichten, und von den Verbandswebsites abgesehen wird auch wenig geschrieben. Löbliche Ausnahme ist der Tagesspiegel, der offenbar einen Korrespondenten geschickt hat. Ich selbst versuche im Rahmen meiner Ein-Mann-Möglichkeiten, etwas zu reißen. Bislang kam dabei ein Vorbericht im Deutschlandfunk heraus, und ein Artikel über das deutsche Drachenboot in der Rhein-Zeitung.

Links zu deutschen Berichten über die World Games schön zusammengefasst bei Blickpunkt Taiwan

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17 Kommentare zu “ Das Sommermärchen von Kaohsiung: Gedanken zu den World Games ”

  1. Das Trio sagt:

    Sehr gut geschrieben. Vielleicht erhält Taiwan so ja mal ein wenig Aufmerkasamkeit abseits der Computerindustrie. So richtig glaube ich aber nicht dran, du hast die spärliche Berichterstattung ja schon erwähnt. Zumindest im Deutschlandfunk wurde die Eröffnung der World Games aber sogar in den Nachrichten erwähnt. Immerhin.

  2. Tchoukballer sagt:

    Tchoukball ist als Einladungssportart bei den WorldGames und wird auch in Deutschland gespielt! Das ist ein genialer innovativer Ballsport. Von Freitag bis Sonntag kannst Du es vor Ort anschauen. Bin gespannt auf deinen Kommentar dazu.

    • Klaus sagt:

      Ja, es klingt wirklich interessant. Aber leider werde ich kommendes Wochenende wohl nicht wieder in Kaohsiung sein. Weiter viel Erfolg mit Tchoukball!

  3. Stefan sagt:

    Schade dass das deutsche Team Kurzzeichen verwendet hat (auf den T-Shirts meine ich). Waere schoener gewesen wenn man sich an der Schrift des Gastlandes orientiert haette. Ist aber natuerlich auch nicht so einfach diese Details zu kennen.

    • Klaus sagt:

      Ist mir leider auch aufgestoßen. Vielleicht hatte der Ruderverband die Hemden auch noch aus Peking übrig. Aber es zählt der gute Wille, denke ich.

  4. Günter sagt:

    Sehr informativ und interessant zu lesen! Was vielleicht noch interessant wäre zu wissen: Ma hat zwar die Spiele eröffnet, aber in den Medien hieß es hier, dass weder er noch sonst irgend jemand, ihn als „Präsidenten der Republik China“ vorstellte. Hast Du da was während der Eröffnungsfeier mitgekriegt?

    • Klaus sagt:

      Ma selbst hat sinngemäß nur gesagt „Ich eröffne hiermit die World Games.“ Ob der Mensch von der International World Games Association (?), der das Wort an ihn übergab, ihn als ROC-Präsidenten bezeichnete, habe ich nicht direkt mitbekommen. Laut dem für Journalisten vorab auf Fotokopien verbreiteten Redetext tat er es aber. Bestimmt findet sich irgendwo ein Mitschnitt der Eröffnungsfeier.

  5. Dezhong sagt:

    Ich habe zwar nur die Live-Übertragung im Fernsehen gesehen, aber ja, Ron Froehlich (Präsident der IWGA) hat Ma Ying-jeou als Präsidenten der Republik China bezeichnet.

    Das war mit ein Grund dafür, dass China die Eröffnung boykottiert hat. Bei der Abschlussveranstaltung heute Abend waren sie auch nicht dabei. (Bei den Reden von der Bürgermeisterin Chen Chu und des kolumbianischen Vertreters der neuen Austragungsstadt Cali auch kein Wunder.)
    Aber sonderlich vermisst wurden sie wohl nicht.

    Ma selbst hat seinen eigenen Titel nicht genannt, weil es seiner Ansicht nach zu „gewollt“ geklungen hätte (kein Scherz, hier nachzulesen: http://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2009/07/26/2003449613)

    Jetzt wäre es noch schön gewesen, wenn die „Republik China“ auch bei den Spielen dabei gewesen wäre, anstatt dieses Fantasieland „Chinese Taipei“.

    • Klaus sagt:

      Wieso, was wurde denn in diesen Reden gesagt? (Link?)

      Ich habe allerdings auch noch nie gehört, dass ein Staatsoberhaupt bei der Eröffnung von irgendetwas seinen eigenen Titel aufsagt. Hat z.B. Köhler 2006 bei der WM auch nicht gemacht, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht. Und dass es wirklich das erste Mal war, dass ein Staatsoberhaupt die World Games eröffnet hat, ist allein ja schon eine Überraschung.

      Interessant übrigens, wie die Taipei Times konsequent vom Team „Taiwan“ schrieb, während die China Post an „Chinese Taipei“ festhielt. Um mal nur die englischsprachige Presse zu nehmen.

      • Dennis sagt:

        Allein daran bestätigt sich mal wieder mein (subjektiver) Eindruck, dass die Taipei Times weitaus „grüner“ eingestellt ist als die China Post. Seit dem Amtsantritt von Ma hab ich bei meinen Besuchen auf der Webseite noch kein einziges positives Editorial lesen können. Sicherlich kann man viele Dinge kritisch sehen, aber zu 100%? China Post ist da in meinen Augen viel objektiver.

        PS: Und das mit dem Deutschland in Kurzzeichen…nun ja, der Unterschied steht eigentlich in jedem besseren Reiseführer, unheimlich schwer das herauszufinden ist es eigentlich nicht. Aber die Taiwaner werden wohl drüber stehen.

      • Klaus sagt:

        @Dennis:

        Die „Taipei Times“ ist Grün, die „China Post“ ist Blau, das kann man ruhig ganz objektiv so sagen.

        Deinen Eindruck, dass die CP objektiver ist, teile ich allerdings nicht. Mal abgesehen davon, dass dort immer wieder Meldungen und Diskussionen überhaupt nicht auftauchen (man kann auch sagen: unterschlagen werden), stehen dort gerne mal demokratiefeindliche oder fakten-verdrehende Leitartikel wie z.B. dieser oder dieser. Und so was geht einfach gar nicht.

      • Dennis sagt:

        @Klaus

        Point taken, ich hatte ehrlich gesagt gehofft so eine klare Einschätzung von dir zu erhalten. 😉 Danke sehr. Ich bin weder regelmäßiger Leser der TT noch der CP…alles wichtige bekommt man ja von den seriös aufbereiteten Nachrichtensendungen im TV, lol. Ich bin jetzt allerdings noch etwas enttäuscht als ohnehin schon. Gibt es aus deiner professionellen Sicht irgendein englischsprachiges Medium in Taiwan, dass sich halbwegs neutral zwischen beiden Lagern bewegt? Hm okay, nicht unbedingt ein Thema für eine Kommentarseite, wir können das natürlich auch demnächst persönlich erötern!

  6. Dezhong sagt:

    Einen Link habe ich bisher leider noch nicht finden können, aber in den Reden kamen jedenfalls einige Gleichsetzungen Taiwan=Land vor. Es gab aber wie während der Eröffnung auch einige Differenzen zwischen dem, was gesagt wurde und z.B. den Untertiteln auf den Leinwänden. (Chen Chu sagte einmal auf Taiwanisch sowas wie „Taiwan ist unsere Mutter“, was auf Englisch übersetzt wurde als „Taiwan our motherland“)

    Was den Präsidenten angeht, magst du Recht haben. Aber spätestens seit dem Chen-Yun-Lin-Besuch im letzten Jahr, wo es einige Verwirrung bezüglich seines Titels zu geben scheint (Herr/Präsident) und Ma sich seitdem nicht gerade damit hervorgetan hat, sich zu dem zu bekennen, der er ist, haben sich wohl einige Unverbesserliche erhofft, er würde endlich diese Gelegenheit dazu nutzen, einmal Flagge zu zeigen. Gerade deshalb, weil ihm (übrigens auch auf Hinwirken der Bürgermeisterin) das Sonderrecht zukam, als erstes Staatsoberhaupt überhaupt die Spiele zu eröffnen und weil es eben eine der wenigen Gelegenheiten war, in denen ein ROC-Präsident sich vor einem größeren internationalen Publikum präsentieren konnte. Da hat nun mal alles, was er sagt und nicht sagt besonders große Tragweite. (Immerhin ist sein Status auch international weitaus „umstrittener“ als zB der von Horst Köhler.)

    PS: Die Taipei Times meint ja mit Formulierungen wie „im ganzen Land“ auch Taiwan, während die China Post immer noch in „mainland China“ und „Taiwan“ unterscheidet.

  7. Klaus sagt:

    Hier steht ein ganz schöner Rundum-Abschlussbericht mit Videos zu verschiedenen Sportarten:
    http://www.globalpost.com/dispatch/china-and-its-neighbors/090723/taiwan-says-goodbye-the-wtf-games?page=0,0

    Schade nur, dass im Seitenkopf Taiwan als Teil Chinas eingefärbt ist… vielleicht mag sich dort jemand registrieren, um einen Kommentar zu hinterlassen?

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