Im Programm der Deutschen Welle lief mal wieder ein Radiobeitrag von mir. Thema sind die christlichen Missionare, die hier ein alltäglicher Anblick sind. Und die Frage, ob ihr strenges Glaubensverständnis zur sehr toleranten Tradition der Taiwaner passt, die meist zu den Göttern beten, von denen sie sich gerade etwas erhoffen.

Es fing alles damit an, dass ich mal aus Neugier ein paar Mormonen angequatscht hatte. (Da werden die sich gewundert haben – verkehrte Welt!) Mich interessierte, wie es sie nach Taiwan verschlagen hat und wie ihr Alltag hier aussieht.

Den Beitrag kann man hier in einer etwas längeren Form nachlesen.

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4 Kommentare zu “ Sie sind im Auftrag des Herrn unterwegs ”

  1. Jens sagt:

    Mormonen sind aber keine Christen, oder?

    • Alex sagt:

      @Jens: Die Mormonen bezeichnen sich selbst entschieden als Christen und sehen sich selbst durch die Offenbarungen Jesu Christi im Besitz der ursprünglichen christlichen Glaubensinhalte. Sie sind daher einer Wiederherstellungsbewegung zuzurechnen.
      Die großen christlichen Kirchen halten das Mormonentum daher nicht für eine christliche Religion sondern für eine „eigenständige, synkretistische Neu-Religion“ und erkennen seine Mitglieder nicht als getaufte Christen an.

  2. Tilman Aretz sagt:

    Guter Beitrag. Besonders der Hinweis auf die große religiöse Toleranz der Taiwaner ist treffend und wichtig. Meiner Erfahrung nach gibt es unter den Missionaren hier schon erhebliche Unterschiede, beispielsweise zwischen Mormonen und Zeugen Jehovas. Wenn man den Mormonen freundlich sagt, kein Interesse daran zu haben, missioniert zu werden, akzeptieren sie das sofort und sind auch zu einem vernünftigen Gespräch fähig und bereit. Sie sind fast immer sehr freundlich und scheinen sich zudem für Taiwans Kultur zu interessieren. Die Zeugen Jehovas dagegen sind, wie wohl überall in der Welt, einer gründlichen Gehirnwäsche unterzogen worden, und auch hier in Taiwan wird man die leider nur dann los, indem man grob wird.

  3. Jacob sagt:

    Auch ich finde den Beitrag sehr gelungen! V.a. da er die Brutalität mancher evangelikaler Missionare nur andeutet, aber nicht verurteilt. Wie ich das bereits in einem Gespräch habe anklingen lassen, fallen da mitunter Worte, die auch für einen toleranten Menschen wie hoffentlich mich nicht mehr tolerierbar sind. Die Darstellung der Zeugen Jehovas durch Tilman Aretz finde ich allerdings ein wenig übertrieben, ich habe mich in verschiedenen Ländern mit Zeugen-Missionaren unterhalten, enttäuschend fand ich an den Gesprächen eher, dass sie schnell dichtmachten, wenn ich versuchte, mit ihnen über ihren Glauben kritisch zu diskutieren. Es war also eher so, dass sie das Gespräch beendeten, als ich 😉

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