Nun habe ich in Taiwan schon sechs dreimonatige Mandarin-Sprachkurse hinter mir, mit mindestens zwei Stunden Unterricht pro Tag. Meine wichtigste Erkenntnis: Chinesisch lernen ist kein Hexenwerk, man muss auch kein Genie sein, und das wichtigste ist es, konsequent am Ball zu bleiben.

Ein Thema für meine kleine Taiwan-Kolumne im heimatlichen Anzeigenblatt.

(Anklicken zum Vergrößern.)

Unis, Stipendien, Erfahrungsberichte: Meine Tipps zum Chinesisch lernen in Taiwan

Noch mehr Blogeinträge zum Thema Mandarin-Studium in Taiwan

Wer es genau wissen möchte: Im Frühjahr 2008 war ich in Taipeh drei Monate am Sprachzentrum der National Chengchi University (NCCU, 政大). Seit meinem ersten Blogeintrag darüber ist viel passiert. Dann war ich 2009-2010 ein Jahr an der National Taiwan Normal University (NTNU, Shida, 師大), und nun besuche ich seit drei Monaten das Mandarin Learning Center der Chinese Culture University (CCU, Wenda, 中國文化大學).

An der CCU gefällt es mir bislang am besten. Wie auch die berühmtere Shida liegt sie sehr zentral, direkt am Daan Park. Die Kursgebühren sind niedriger als an der Shida, dafür erhält man durch einen Wahlkurs effektiv täglich eine Stunde mehr Unterricht. Sie verwenden die gleichen Bücher, Ambiente und Einrichtung sind moderner. Und die Studenten müssen nicht, wie an der Shida, sinnlos Zeit-Stempel sammeln durch Absitzen in der Bibliothek oder in Filmvorführungen. Das hatte mich zuletzt schwer genervt. Es gibt auch eine deutsche Webseite.

Zu der „zhujiao“-Verwirrung aus dem Artikel: Bischof 主教, Schweinshaxe 豬腳, Hilfslehrer 助教, Hauptdarsteller 主角. Alles klar?

Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterEmail this to someone

12 Kommentare zu “ Wie man in Taiwan Chinesisch lernen kann ”

  1. Viel Glück weiterhin, ich bin sicher dass du schon sehr gut Chinesisch sprichst. Ich muss noch so viel lernen, bis ich einigermaßen fähig bin zu kommunizieren. Die Töne sind für mich am schwersten, ich hoffe dass ich das schnell hinkriege, die Grammatik ist nicht so schwer. Ich werde jedoch keinen Kurs belegen.

  2. Dennis sagt:

    Ach ja, wenn man Chinesisch kann ist man schon so eine richtige 酷豬! 😉

  3. Christian sagt:

    Hi Klaus,
    welche Bücher werden denn verwendet? Ich lerne momentan mit dem „Practical Audio-Visual Chinese 2nd Edition“, was wohl von Professoren der NTU geschrieben wurde.
    Gruß Chris

  4. Klaus sagt:

    Hallo Christian, genau diese Bücher sind es. Außerdem haben sie an der CCU ergänzendes Lernmaterial für die Konversations-Klassen und zur Vorbereitung auf wöchentliche Online-Tests entwickelt. So haben wir pro Woche quasi drei Lektionen gelernt.

  5. Christian sagt:

    Oh das hört sich ja nicht schlecht an und bei welchem Buch bist du jetzt schon angekommen?

    Weißt du vielleicht wie man an die Scholarships am besten ran kommt? Ich habe vor kurzem mit einem Australier gesprochen, der meinte das es gebietsweise verteilt wird. Gibt es dafür eine Ansprechzentrale in Deutschland?

    Grüße

  6. justrecently sagt:

    Verwendet ihr pinyin, bopomofo, oder welche Art der Umschrift? Oder gar keine?

  7. Klaus sagt:

    @Christian: Wir haben gerade das vierte Buch durchgeackert.
    Für Taiwans Regierungs-Stipendien muss man sich m.W. an die zuständige „Taipeh-Vertretung“ (= Botschaft) in Deutschland wenden, also Berlin, Hamburg oder München.
    Links hier: http://www.taiwanembassy.org/de/mp.asp?mp=107

    @justrecently: Wir benutzen Langzeichen, und daneben zur Klärung der Aussprache sowohl Hanyu Pinyin als auch Bopomofo. Die Lehrerinnen müssen beides können und richten sich nach den Schülern im Kurs. Einige haben irgendwann mal Bopomofo gelernt, andere (wie ich) nicht. Die schriftlichen Lernmaterialien haben alles.

  8. Maru sagt:

    Ah, wollte gerade auch fragen, welche Buecher da benutzt werden, aber das wurde ja schon beantwortet.
    Bin erst ca. In der Haelfte des 2ten Buches, was aber daran liegt, dass meine Lehrerin 2 versch. Buecher mehr oder weniger gleichzeitig bearbeiten laesst (da sie sich auch ab und an ueberschneiden).
    Das andere Buch ist „Far East Everyday Chinese“, welches mit CD, Schreibuebungsbuch und Grammatikbuch (in dem die Uebungen auch aus Hoeruebungen bestehen) daher kommt.
    (hat aber keine BoPoMoFo)

    Btw, die BoPoMoFo kann man bei Bedarf auch in regionalen Schulen im Abendunterricht lernen. Fuer ca. 2 1/2 Monate zahlt man (Buecher incl) ca. 1200 yen. Ich bin mir nicht sicher, ob zum Ende (24.12) nochmal Geld eingesammelt wird…
    Man bekommt dann eine Bestaetigung der Teilnahme, aber ich bezweifle, dass es noch einen Test geben wird. (Nach Beendigung der BoPoMoFo werden natuerlich normale Schriftzeichen gelehrt.
    Ein Manko (fuer mich zumindesten) ist aber, dass der Unterricht zu ca. 90% in Mandarin gehalten wird…wer also noch nicht so viel versteht, ist da etwas ueberfordert.

  9. Dennis sagt:

    2 1/2 Monate Kurs für BoMoPoFo? Wir haben das damals innerhalb einer Woche gelernt. Oder ist es eher ein Kurs, der sich auf Aussprache spezialisiert? (…wofür BoPoMoFo einfach besser geeignet ist) Der lief nämlich bei uns die erwähnten 2 1/2 Monate.

    Far East Everyday Chinese halte ich übrigens dem Practical Audio-Visual Chinese für überlegen, aber der Einsatz der Bücher hat manchmal auch etwas mit der schulischen Ausrichtung zu tun, so dass nicht immer jeder Lehrer frei über den Einsatz der Bücher entscheiden kann.

  10. Maru sagt:

    Ja, das ist eher auf das Lernen der richtigen Aussprache ausgelegt und war dann doch etwas langweilig, aber meine Schwiegermutter meinte, der soziale Aspekt sei ja auch noch dabei (neue Freunde etc.)
    Ich sollte noch erwaehnen, dass die Schueler zu 99% weiblich sind und aus den umliegenden asiatischen Laendern kommt (Thailand, Philipin,Indonesien, Thailand usw.)

  11. Alex H. sagt:

    Wo bitte bekommt man „eine finanzielle Bestätigung Ihrer Bank, dass Sie für 3 Monate über min. 2000 US$ auf Ihrem Bankkonto verfügen“ ?? (deutsche Webseite der CCU)

    • Klaus sagt:

      So weit ich weiß, hat eine Kopie eines Kontoauszugs in solchen Fällen eigentlich immer ausgereicht. Am besten einfach mal bei der Uni nachfragen.

Trackbacks & Pingbacks:

Kommentar abgeben