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Archive for März, 2011

Internet-Fernsehtipp zu Taiwan:

Liebe Mitglieder und Freunde der Bambusrunde,

wir möchten Sie auf folgende Aufzeichnung einer Sendung bei EinsExtra hinweisen:

Ulrich Timm im Gespräch mit Prof. Rolf Langhammer – Das EinsExtra-Thema: Wirtschaftsraum Asien, vom Freitag, den 26. März 2011 um 20:15 Uhr.

(Anmerkung: Rudolf Langhammer ist Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel.)

Am Anfang des Gesprächs wird auf die aktuelle Auswirkungen der Katastrophe in Japan und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den gesamten asiatischen Wirtschaftsraum eingegangen.

Ab ca. 11 Minuten und 30 Sekunden der Aufzeichnung beginnt ein interessanter Teil über Taiwan und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Wirtschaftlichen Rahmenvertrages ECFA auf die Beziehungen zwischen Taiwan und der V.R. China.

Den aufgezeichneten Videostream können Sie noch bis zum 1. April 2011 hier im Netz aufrufen.

—–
Taiwan-Freundeskreis Bambusrunde e.V.
www.bambusrunde.de

 


Per Mail erreichte mich kürzlich dieser Hilferuf aus Deutschland:

Im Angesicht dessen, dass vermutlich bald ein chinesischer Großaktionär bei uns einsteigt, ist unter den Kollegen das Interesse an der (Kommunikations-) Kultur und Sprache gestiegen.

Könntest Du mir ein paar Eigenarten nennen, die beim Kontakt mit Chinesen für uns Europäer
als unkonventionell gelten und vielleicht auch etwas über den Aufbau der Sprache sagen?

Nun lebe ich zwar in Taiwan und nicht in China, aber natürlich gibt es zwischen beiden Ländern eine Menge kulturelle Gemeinsamkeiten – genauso wie große Unterschiede. Was ich also einigermaßen spontan (und hoffentlich nicht zu konfus) als Antwort zusammengeschrieben habe, bezieht sich auf China, wird aber z.T. gespeist durch meine Erfahrungen in Taiwan.

Generalisierungen bringen es immer mit sich, dass man vielen nicht gerecht wird. Ich bitte um Nachsicht, falls meine Stichpunkte zu holzschnittartig ausgefallen sind. Es gibt sind natürlich schon viele Bücher zu genau diesen Themen geschrieben worden, über kulturelle Differenzen zwischen China und dem Westen im Allgemeinen, und auch im Hinblick auf Business.

Ganz unbedingt empfehlen kann ich „Ost trifft West“, denn dieses Buch erklärt wichtige Punkte ganz ohne Worte, nur mit brillanten Piktogrammen. Das ist nicht nur aufschlussreich, sondern auch unterhaltsam, und wird sicher auch allen Kollegen gefallen.

Zur Vorbereitung auf Taiwan habe ich damals u.a. den „China-Knigge“ gelesen, der auch viele lohnenswerte Kapitel enthält.

In der Kommunikation zwischen Deutschen und Chinesen kommt es häufig zu Missverständnissen, wenn Deutsche Probleme direkt ansprechen und Kritik offen aussprechen. (mehr …)


Wo Taiwan am praktischsten ist

Taiwans Convenience Stores sind toll. Es gibt sie überall, sie bieten fast alles und entwickeln sich auch noch ständig weiter. Dass es so etwas in Deutschland nicht gibt, ist einer der Gründe dafür, dass viele Taiwaner das Leben dort langweilig und unpraktisch finden.

Ein schönes Radiostück über die „Minimärkte“ findet sich bei den „Taiwan für Anfänger“-Beiträgen von RTI, die ich hiermit mal wieder wärmstens empfehle.

Convenience Stores sind einfach praktisch

Frage ich Taiwaner, was ihnen an ihrem Land gefällt, dann lautet die Antwort oft nicht etwa „unsere Berge“, „wir dürfen die Regierung kritisieren“ oder „dass wir eines der reichsten Länder Asiens sind“, sondern: (mehr …)



…und warum ich mir viel mehr Sorgen um Taiwans eigene Atomkraftwerke mache.

Nachtrag, 17.3.: Selbst in einem absoluten Worst-Case-Szenario bliebe die Strahlenbelastung für Taiwan begrenzt, sagt der zuständige Minister. (Taipei Times, China Post)

Nachtrag, 20.3.: Eine vorbildliche Grafik, die Strahlungswerte in ein vernünftiges Verhältnis setzt. („3 Millisievert, wie viel ist das?“)

Nachtrag, 21.3.: Wie wissenschaftliche Fakten in Nachrichtensendern verdreht und zugespitzt werden – ein fiktiver, aber nicht unwahrer Dialog.

Nachtrag, 4.4.: Am Abend des 6.4. könnte Strahlung aus Japan auch Taiwan erreichen: „Radioactivity at 0.0638 sieverts per hour, much lower than the 0.2-sievert alarm level, is expected. (…) Taiwan is one of the last places in the northern hemisphere to be affected by the nuclear fallout after a first wave of radioactive particles propelled by western winds hit Canada, Iceland, the United States, Finland, Russia, South Korea, Hong Kong, Vietnam, the Philippines and Tibet.

Nachtrag, 6.4.: „Das Deutsche Institut weist darauf hin, dass derzeit durch die Ereignisse im Atomkraftwerk Fukushima/Japan keinerlei Gefährdung für Taiwan besteht. Das Deutsche Institut empfiehlt Ihnen, regelmäßig seine Webseite und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Taiwan einzusehen. Änderungen der Gefährdungslage werden dort umgehend veröffentlicht.“

In den letzten Tagen haben mich einige Mails von Bekannten und Noch-nicht-Bekannten erreicht, die sich fragen, wie sicher Taiwan angesichts der Katastrophen in Japan gerade ist. Einige erwägen abzureisen, andere wollen einen geplanten Besuch vielleicht absagen.

Nun bin ich weder Wahrsager noch Nuklearexperte und kann auch nur für mich sprechen. Momentan (15.3. Abends) sehe ich keinen Grund, Taiwan zu verlassen. Jedenfalls nicht wegen Japan.

Warum?

(mehr …)


Auch in Taiwan sind die Nachwirkungen der Erdbeben-Tsunami-AKW-Katastrophe in Japan zur Zeit natürlich Medienthema Nummer Eins. Bilder vom Kernkraftwerk Fukushima laufen auf allen Nachrichtensendern. Ob Kernschmelze oder nicht – auch in Taiwan wird nun wohl die Diskussion um die Sicherheit der heimischen Atomkraftwerke wieder beginnen. Denn Erdbeben und Tsunamis könnten auch hier jederzeit für Verwüstungen sorgen.

AKW im Badeparadies: Taiwans drittes Kernkraftwerk Maanshan liegt mitten im idyllischen Nationalpark Kenting an der Südspitze der Insel.

Zu diesem Thema habe ich einen Bericht für die Nachrichtenagentur dapd geschrieben, der unter anderem bei Yahoo online steht und heute vielleicht auch noch den Weg in die eine oder andere Sonntagszeitung findet:

Erdbeben in Japan lässt Atomdiskussion in Taiwan wieder aufleben

Dass die Erde immer wieder mal bebt, daran haben die Menschen in Taiwan sich gewöhnt. Und an billigen Atomstrom auch. Drei Kernkraftwerke mit sechs Reaktoren sind in Betrieb, ein viertes im Bau. Dabei liegt die Insel von der Größe Baden-Württembergs in einer der am häufigsten von Erdbeben heimgesuchten Regionen der Welt und wird auch von Tsunamis bedroht. Eine Katastrophe wie im 2.300 Kilometer entfernten Fukushima könnte auch hier passieren, befürchten Atomkraftgegner. Doch die meisten Taiwaner haben bislang wenig Angst vor der Kernenergie.

Als der Tsunami sich am Freitag von Japan über den Pazifik wälzte, herrschte auch in Taiwan Alarmzustand. Der Präsident machte sich ins Krisenzentrum auf, Straßen wurden gesperrt, Strände geräumt. Besonders die Nordküste galt als gefährdet. Doch Taiwan hatte Glück. (mehr …)


Interesse, einem jungen Taiwaner ein deutsches Zuhause auf Zeit zu geben? Mich hat ein Aufruf für Gastfamilien erreicht:

AYUSA International ist eine Organisation zur Förderung des internationalen Kultur- und Bildungsaustausches. Seit 20 Jahren ermöglichen wir jungen Menschen, andere Kulturen und Sprachen durch Auslandsaufenthalte hautnah zu erleben und sich persönlich und professionell weiterzuentwickeln. Dazu bieten wir Programme in den Bereichen Schüleraustausch, Au pair, Sprachreisen, Praktikum, Work & Travel und Freiwilligenarbeit im Ausland an.

Seit vielen Jahren bieten wir das Schulprogramm auch für 15- bis 18-jährige Jugendliche aus aller Welt an, die gern nach Deutschland kommen möchten, um hier bei einer netten deutschen Familie zu wohnen und zur Schule zu gehen. Seit einiger Zeit kommen viele Bewerbungen aus dem asiatischen Raum, besonders aus Taiwan. Um den Jungen und Mädchen ein herzliches und etwas vertrautes Umfeld zu bieten, suche ich aktiv nach Gastfamilien, die Interesse an Taiwan haben, deren Kind evtl. Chinesisch als Fremdsprache belegt oder es eine Schule besuchen kann, die Chinesisch als Fremdsprache anbietet.

Im Anhang finden Sie 3 2 Profile von taiwanesischen Schülern, die ab August 2011 für ein Schuljahr nach Deutschland kommen möchten. Vielleicht findet eine Familie Gemeinsamkeiten und entscheidet sich dafür einen Schüler aufzunehmen.

Was bedeutet es Gastfamilie zu sein? Nun, nichts weiter, als ein weiteres Kind das Eigene zu nennen – natürlich nur für eine begrenzte Zeit! Das heißt, die Familien bieten Unterkunft und Verpflegung, die Schüler bestreiten mit dem Taschengeld ihre Freizeitaktivitäten und persönliche Ausgaben. Die Schüler haben eine Versicherung und sind auch zuständig für den Erwerb einer Monatskarte, o.ä.. Die Gastfamilien nehmen den Schüler auf, geben ihm ein Zuhause, ein liebevolles Heim, genug zu Essen und eine starke Schulter in schwierigen Zeiten, falls das Heimweh zuschlägt oder der Kulturschock einsetzt.

Die PDF-Dateien mit den Schülerprofilen: