Taipeh Flüge jetzt buchen EVA AIR

 

Archive for Mai, 2011

Erinnern Sie sich noch an „Taiwan – Touch Your Heart“? Damit ist es nun vorbei. Der aktuelle Tourismus-Slogan lautet „Taiwan – The Heart of Asia“. Klingt sympathisch, herzig sozusagen. Bleibt zu hoffen, dass mehr Touristen auch aus Deutschland den Weg hierher finden. Gute Gründe gäbe es genug.

Eine Folge aus meiner Taiwan-Kolumne im heimatlichen Anzeigenblatt.

Touristen in Taiwan: Vor allem Japaner und Chinesen

Stadtplan in der Hand, kurze Hosen, Kamera im Anschlag und Sonnencreme griffbereit – solche westlichen Reisenden sind in Taiwan ein ganz seltener Anblick. Die meisten Besucher kommen aus Japan und China.

Den Japanern gefällt Taiwan, weil es um die Ecke liegt, vergleichsweise preisgünstig ist, und weil sie hier viele Spuren aus der Zeit finden, als ihre Vorfahren das Sagen hatten. Taiwan gehörte von 1895 bis 1945 zu Japan. Den heutigen Präsidentenpalast und viele Bahnhöfe errichteten die Kolonialherren in einem Backstein-Gründerzeit-Stil, der mich immer ans Deutschland der Kaiserzeit erinnert. Weil sie es nicht mehr erobern mussten, ist Taiwan auch eines der wenigen Länder in Asien, in denen Japaner sich nicht für Kriegsverbrechen rechtfertigen müssen und gern gesehene Gäste sind.

Lesetipp: Taiwan und Japan – Eine komplizierte Geschichte

Chinesische Touristen dürfen erst seit knapp drei Jahren nach Taiwan reisen. Sie treten immer in geschlossenen Gruppen auf, denn Individualreisen sollen erst in Kürze erlaubt werden. Trotz gemeinsamer Sprache haben sie bei vielen Taiwanern keinen allzu guten Ruf: Sie seien laut und ein bisschen ungehobelt, heißt es hinter vorgehaltener Hand, würden sich vordrängeln und überhaupt wie zu Hause aufführen. Dass die meisten von ihnen Taiwan eher als vorlaute chinesische Provinz betrachten denn als eigenständiges Land, kommt hinzu.

Nur wenige Deutsche machen Urlaub in Taiwan

Und die Deutschen? Nur etwa 10.000 kommen pro Jahr als Touristen – da ist noch Luft nach oben. Taiwans Tourismuszentrale bemüht sich nach Kräften. Die Liste der Reiseveranstalter, die Touren anbieten, wird immer länger.

Was also würde Sie nach mindestens 13-stündigem Flug erwarten auf dieser kleinen, dicht besiedelten, subtropischen Insel?

Lesetipp: Interview mit den Autor des aktuellsten deutschen Taiwan-Reiseführers

Zum Beispiel viel Natur: Atemberaubende Bergpanoramen mit 200 Gipfeln über 3000 Meter, sanft ansteigende Teeplantagen und steile Küsten, tiefe Schluchten und seichte Strände. Und traditionelle Kultur, die lebendiger und authentischer ist als in China selbst. In reich geschmückten Tempeln atmen Sie zwischen Betenden den Duft der Räucherstäbchen, im Palastmuseum können Sie die Kunstschätze der chinesischen Kaiser begutachten.

Taiwan ist eine wohlhabende Demokratie, in die Sie guten Gewissens reisen können und wo Sie sich stets sicher fühlen. Falls Sie Ihre Tasche im Restaurant vergessen, wird sie bei der Rückkehr samt Geldbeutel auf Sie warten. Die Städte sind nicht direkt hübsch, aber sauber.

Attraktion Essen: Kulinarisches Reiseziel Taiwan

Und erst das Essen! Mit einem guten Führer oder einer gesunden Portion Neugier finden Sie auf Schritt und Tritt Köstlichkeiten, die auch Westlern schmecken. Taiwan bietet sich als Zwischenstopp auf dem Weg nach Australien oder Bali an, und natürlich können Sie es mit umliegenden Ländern wie China, Japan, Vietnam oder Korea kombinieren.

Auch, wenn ich gern jedem Besucher persönlich meine Lieblingsecken zeigen würde: Dass jetzt keine Völkerwanderung von Deutschland einsetzt, ist mir klar. Aber behalten Sie Taiwan im Hinterkopf, sagen Sie es weiter, und bis sich irgendwann eine Gelegenheit ergibt, lesen Sie einfach, was ich hier zu berichten habe.


Der Taiwanreporter plaudert aus dem Nähkästchen

Wenn ich jemandem erzähle, dass ich als freiberuflicher Journalist für deutsche Medien in Taiwan arbeite, ernte ich oft verwunderte Reaktionen. Wie denn, warum denn, und: Kann man davon leben?!

Interview auf deutsch

Neulich hat mich Kollegin Rike von Radio Taiwan International über meine Arbeit ausgefragt und das Aufnahmegerät mitlaufen lassen. Bitte schön:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

MP3-Datei (Teil 1)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

MP3-Datei (Teil 2)

Interview auf Englisch

Unabhängig davon hat sich kurz darauf Andrew de Silva gemeldet, der auf Taiwan Channel regelmäßig Ausländer vorstellt, die hier leben. Er wollte auch gern ein Gespräch haben, auf Englisch. Da ich nun schon mal in Übung war…

Interview: „Nobody is waiting for stories from Taiwan“

Übrigens, mein heftig teutonischer Akzent hat mich selbst ein bisschen überrascht. So eine Muttersprache ist doch eine feine Sache.

Über Radio Taiwan International

Noch ein paar Infos zu Radio Taiwan International: So, wie die Bundesregierung sich die Deutsche Welle als Auslandssender hält, gibt es in Taiwan RTI. Die Geschichte des Senders reicht zurück bis 1928. Während des Kalten Krieges gab es einen Vorläufer namens „Voice of Free China“. Heute funkt RTI vor allem auf Chinesisch fürs Festland, leistet sich aber auch eine Reihe Fremdsprachen-Redaktionen.

In der deutschen Abteilung arbeiten nette Kollegen, die mich schon bei meinem ersten Taiwan-Besuch 2008 gleich freundlich aufgenommen hatten und mich jederzeit unkompliziert das Studio nutzen ließen. Danke dafür!

Radio vom Feinsten: Taiwan für Anfänger

Jeden Tag produzieren diese Helden der Arbeit eine Stunde Programm, voller Informationen über Taiwan, die es auf Deutsch nirgendwo sonst gibt. Man kann die Sendungen auf der Homepage nachhören und auch per Podcast abonnieren. Mein ewiger Liebling sind die „Taiwan für Anfänger“-Beiträge aus dem Jahr 2007, die glücklicherweise noch online stehen.

Deutsches Blog von RTI

Und als wäre das noch nicht genug, schreibt die Redaktion das RTI Deutschblog und ist neuerdings auch auf Facebook aktiv. Bitte unbedingt hören, lesen und verfolgen!


Im März hatte ich hier bereits von taiwanischen Austauschschülern berichtet, die ab August für ein Jahr nach Deutschland kommen, um zur Schule zu gehen und bei Gastfamilien zu leben.

Von der Organisation AYUSA International habe ich nun erfahren, dass Jason (16) noch nicht untergebracht ist. Daher hier noch einmal sein Profil als PDF-Datei.

Demnach war Jason bereits als Austauschschüler in den USA, spricht fließend Englisch, spielt Cello und Fußball.

Informationen vom Veranstalter:

Was bedeutet es Gastfamilie zu sein? Nun, nichts weiter, als ein weiteres Kind das Eigene zu nennen – natürlich nur für eine begrenzte Zeit! Das heißt, die Familien bieten Unterkunft und Verpflegung, die Schüler bestreiten mit dem Taschengeld ihre Freizeitaktivitäten und persönliche Ausgaben. Die Schüler haben eine Versicherung und sind auch zuständig für den Erwerb einer Monatskarte, o.ä.. Die Gastfamilien nehmen den Schüler auf, geben ihm ein Zuhause, ein liebevolles Heim, genug zu Essen und eine starke Schulter in schwierigen Zeiten, falls das Heimweh zuschlägt oder der Kulturschock einsetzt.

AYUSA International e.V.
Kristin Krüger || Program Manager High School & Au pair Germany
Giesebrechtstr. 10, 10629 Berlin, Germany
Phone: (+49) 30 84 39 39 20
Fax: (+49) 30 84 39 39 796
Email: kristin.krueger(at)ayusa-germany.org



Dieser Beitrag zu meiner Taiwan-Kolumne in der heimatlichen Lokalzeitung ist mittlerweile von der politischen Realität überholt worden.

Nachdem Anwohner, Wissenschaftler und Studenten jahrelang gegen das Kuokuang-Raffinierieprojekt (chin. Infos bei Wikipedia) mobil gemacht  und immer mehr Bürger aus ihre Seite gezogen haben, hat Taiwans Präsident Ma Ying-jeou kürzlich entschieden: Es wird nicht gebaut. Zumindest nicht im Wattenmeer vor der Küste von Changhua County. Eine Tage zuvor war Ma von wütenden Anwohnern ausgebuht worden. Und der Präsidentschaft-Wahlkampf hat begonnen.

Die Betreiberfirma Kuokuang ist ca. zur Hälfte in Staatsbesitz. Noch offen ist, ob die Regierung sich auf die Suche nach einem neuen Standort in Taiwan machen wird, oder ob das Projekt ins Ausland verlagert wird. Malaysia und Indonesien sind im Gespräch. Umweltschützer fordern, den Plan gänzlich fallen zu lassen.

Kennen Sie die niedersächsische Nordseeküste? Schön, das Wattenmeer, oder? Nun stellen Sie sich vor, eine staatseigene Firma würde zwischen Cuxhaven und Neuwerk auf einer künstlichen Insel eine mehrere Quadratkilometer große Chemiefabrik errichten. Mit ständig qualmenden Schloten und einem Frischwasserverbrauch, der die Weser trockenlegen könnte. Das würden Sie nicht gut finden? Dann verstehen Sie auch, warum in einem der letzten naturbelassenen Küstenstreifen Taiwans die Anwohner gerade gegen genau solche Pläne auf die Barrikaden gehen.

Die Fahrt durch Taiwans Westen ist immer wieder ernüchternd. So majestätisch und unberührt das Hochgebirge im Osten der Insel, so zersiedelt und verschandelt ist hier die Küstenebene. Autobahnen ziehen sich auf Betonstelzen durch endlose Gewerbegebiete, zwischen Reis- und Gemüsefeldern stehen unvermittelt hässliche Wohnblöcke, und wo ich auch hinblicke, sind Straßen und Gebäude. Natur, so weit das Auge reicht, gibt es vielleicht in Niedersachsen, aber nicht hier. Klar, irgendwo müssen die 23 Millionen Taiwaner wohnen. Aber ihr jahrzehntelanger Wirtschaftsboom ging eindeutig zu Lasten von Natur, Lebensqualität und Gesundheit – denn es ist kein Nebel, der die Luft so dunstig macht. Es sind Abgase aus den nahen Chemiefabriken.

Ochsenkarren im Wattenmeer vor Taiwan

Über den mit struppigem Gebüsch bewachsenen Deich führt ein Weg direkt ins Wattenmeer, das sich endlos gen Westen erstreckt. Irgendwo da hinten liegt China. Wir sitzen auf einem Ochsenkarren, der mit seinen dicken Gummireifen im Schlick gut vorankommt. (mehr …)


Die Taipeh-Vertretung in Hamburg veranstaltet in den kommenden Wochen eine Reihe interessanter Taiwan-Veranstaltungen:

  • 19.5. Film „Die Herberge zum Drachentor“
  • 16.6. Film „Die grüne Schlange“
  • 27.5. Ausstellungseröffnung „Taiwanisches Froschkonzert“

Die Pressemiteilungen im Detail:

100 Jahre Film aus Taiwan im Überblick

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Republik China (Taiwan) zeigen wir ab Februar 2011 monatlich einen Film aus und über Taiwan. Die Themen sind sehr vielfältig, von historischen bis hin zu gesellschaftlichen Filmen ist alles vertreten. Der Eintritt ist immer kostenlos.

“Die Herberge zum Drachentor” – Original mit englischen Untertiteln

Zeit: Donnerstag, 19. Mai 2011 um 18:30 Uhr
Ort: Ookii Restaurant (Burchardstrasse 16, 20095 Hamburg – Tel.: 040-336806)
Eintritt Frei! 
Im Anschluss wird ein kleiner Imbiss gereicht.

Während der Ming Dynastie lebt am Kaiserhof in Peking der böswillige aber bei Hof mächtige Eunuch Tsao Shao-ching, der Meister der Kampfkunst ist. So lässt er den treuen und rechtschaffenen General Yu hinrichten und dessen Kinder in die Verbannung nach Drachentor, einer gefährlichen Wüstengegend, bringen. Er plant, sie auf dem Weg dorthin von seinen Männern ermorden zu lassen. Doch ein Paar treue Offiziere ihres Vaters vereiteln den Anschlag. Als auch Versuche des Eunuchen, die Kinder aus dem Weg zu räumen, scheitern, macht er sich selber auf dem Weg nach Drachentor. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

„Die Herberge zum Drachentor“ ist ein Kampfkunstfilm aus dem Jahr 1966, der heute noch als Kultklassiker gilt. Durch den erstmaligen Einsatz von Drähten (Wireworks) revolutionierte Regisseur Kung Hu das Genre des Kampfkunstfilms.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ZdFaOML7Zwc;]

“青蛇 Ching Se – Die grüne Schlange” – Original mit englischen Untertiteln

Zeit: Donnerstag, 16. Juni 2011 um 18:30 Uhr
Ort: Ookii Restaurant (Burchardstrasse 16, 20095 Hamburg – Tel.: 040-336806)
Eintritt Frei!! 
Im Anschluss wird ein kleiner Imbiss gereicht.

Regie: Hsu Ko
mit Maggie Cheung und Joey Wong, 
Taiwan 1993

„Die grüne Schlange“ ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 1993, der heute noch als beste Verfilmung der Legende von der grünen und der weißen Schlange gilt.

Ching-sou (Joey Wong Cho-yin) ist eine magische weiße Riesenschlange, die 1000 Jahre lang trainiert hat, menschlich zu sein. Ihre „Schwester“ Ching-se (Maggie Cheung Man-Yuk) ist die grüne Schlange, die bereits 500 Jahre in Menschengestalt lebt. Die beiden sind mächtig und verführerisch. So fällt es „eißer Schlange leicht, den Lehrer Hsui Xien (Wu Hsing-kuo) zu umgarnen. Grüne Schlange wird neidisch und sucht sich auch einen Liebhaber. Sie hat es aber ausgerechnet auf den Mönch Fa-hai (Chiu Man-Cheuk alias Vincent Zhao) abgesehen. Der mächtige Mönch hat unlängst zu Unrecht einen Spinnen-Dämon (Tien Feng), der 200 Jahre versuchte, gut zu sein, zurückverwandelt, und will seine Tat nun wieder gut machen, indem er die richtigen Entscheidungen trifft. Er sieht das Gute in Grüner Schlange, doch da sie in ihm Gefühle weckt, die er gar nicht haben darf, beunruhigt sie ihn.

„Die grüne Schlange“ ist primär ein grandioser Unterhaltungsfilm, ein Fest für die Sinne. Die Farbgebung, der schnelle Schnitt, das atemberaubende Dekor, die gigantischen Kostüme, die tollen Akteure und die sinnliche Inszenierung ergeben zusammen einen Must-See-Film für alle Freunde des asiatischen Fantasy-Kinos.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=j_PuAy5KWdU;]

Taiwanisches Froschkonzert

Zeit: Freitag, 27. Mai 2011 um 18:00 Uhr
Ort: Zoologisches Museum Hamburg
, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg

Die Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro Hamburg und das Zoologische Museum Hamburg laden Sie ganz herzlich ein, mit uns einzutauchen in die Welt der Frösche und Kröten Taiwans.

Die abwechslungsreiche Landschaft Taiwans und das vielfältige Muster von Temperaturen und Niederschlägen spiegeln sich im Artenspektrum der Frösche und Kröten wieder. In ganz Mitteleuropa gibt es ca. 16 Frosch- und Krötenarten. Aber auf dem viel kleineren Taiwan, welches gerade mal die Größe Baden-Württembergs erreicht, gibt es 32 Arten – genau doppelt soviel wie in Mitteleuropa.

Wir hoffen Ihnen durch unser abwechslungsreiches Programm die Welt der Frösche und Kröten Taiwans etwas näher zu bringen:

Ab 18:00 Uhr Vortrag „Die Welt der Frösche und Kröten Taiwans“
Ca. 30 Minuten mit 15-minütiger Diskussion
, anschließend
 Fotoausstellung über endemische Frosch- und Krötenarten
, Vorführung der Filme „Uncle Stone“ und „Taipei Ruderfrosch“, 
Basteln von Papiermodellen taiwanischer Froscharten
, Umtrunk und taiwanischer Imbiss.

Wir würden uns sehr freuen, Sie am Freitag, 27. Mai 2011 im Zoologischen Museum begrüßen zu dürfen.