Was stimmt nicht mit dieser Zeitung?

Mal ist der Titel blau, mal grün – das ist kein Druckfehler, sondern der Versuch, es jedem recht zu machen. Eine Gratiszeitung in Taiwan hatte während des Wahlkampfes jeden Tag eine Pro-KMT und eine Pro-DPP-Ausgabe erstellt. Clever oder schizophren?

Mehr darüber habe ich drüben im Blog von Weltreporter.net geschrieben.

Themenwechsel. Wie klingt es, wenn ein chinesischer Diplomat sich so in patriotische Rage redet, dass vor dem geistigen Auge der Speichel trieft und die Adern schwellen? Hört Euch mal dieses Interview an, das die BBC 2006 mit Sha Zukang führte, dem damaligen UN-Botschafter Chinas in Genf. Der hat auch was zu Taiwan zu sagen.

Wenn es nicht so gruselig wäre, würde ich darauf tippen, dass hier ein Titanic-Redakteur der BCC einen Streich gespielt hat. Und da fragen sich ernsthaft noch Leute, warum die Taiwaner überhaupt nicht scharf darauf sind, unter den Mantel so eines Landes zu schlüpfen?

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Ein Kommentar zu “ Eine Zeitung ohne Ideologie, ein Chinese mit zu viel ”

  1. Thomas sagt:

    Echt gruselig, das ist wahr. Aber gruselig ist auch, daß es die Regierungen der „entwickelten“ Länder einen Dreck schert, was da heran wächst, solange ihre großen Firmen in China dick im Geschäft sind. Denn die legen fest, was akzeptabel ist und was nicht. Und so ist eben alles akzeptabel, weil Gewinne winken. Was würde Amerika für ein Theater machen, wenn Exxon Mobil ein riesiges Ölfeld unter Taiwan entdeckt hätte.
    Eigentlich sagt der Typ doch lediglich offen, was Sache ist. Jede beliebige Rede eines amerikanischen Politikers über ein außenpolitisches Thema ist deutlich verlogener. Im Wettbewerb, wer die meisten Länder und Regionen besetzt oder mit Krieg überzogen hat, führt nicht China.

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