Taiwan-Reportage im deutschen Fernsehen

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Wolkenverhangene Berggipfel, spektakuläre Tempelfeste und trubelige Nachtmärkte – das alles und noch mehr gibt es diesen Samstag, 16. Juni, ab 16 Uhr im Ersten zu sehen. Dann läuft in der Reihe „Weltreisen“ eine halbstündige Taiwan-Reisereportage. Beim Dreh vor einigen Wochen konnte ich das Team ein wenig unterstützen.

Producer, Autor, Kameramann (v.), Taiwans Berge (h.)

Und das kam so: Bevor ich nach Taiwan umsiedelte, habe ich ja als Reporter beim NDR Fernsehen in Hamburg gearbeitet, und einige Kontakte zu den Kollegen bestehen nach wie vor. Vor einem Jahr wurde ein alter Bekannter neuer ARD-Korrespondent in Tokio. Unsere Öffentlich-Rechtlichen haben die Welt fein säuberlich aufgeteilt, und bei der ARD wird außer Korea und den Philippinen auch Taiwan von Japan abgedeckt. Nachdem Korrespondent Philipp Abresch ein Jahr lang mit Berichten über Fukushima und die Nachwirkungen ziemlich ausgelastet war, kam nun endlich auch wieder Taiwan an die Reihe. Reporter, Kameramann, Tonassistent und ca. 100 Kilo Technik im Gepäck, so landeten die Kollegen in Taipeh.

Da ich ja in Taiwan lebe und mich ein bisschen auskenne, habe ich das Team einige Tage lang kreuz und quer durch Taiwan begleitet, zunächst zur Vorbesichtigung und später zum Dreh. Wir haben Eingeborene besucht, die hoch in den Bergen Bambus anbauen, und Gläubige, die bei einem religiösen Ritual ein großes Schiff in Flammen aufgehen ließen. Die meisten Taiwaner waren schnell bereit, vor unsere Kamera zu treten. Aufmerksamkeit aus dem Westen wird hier hoch geschätzt, schließlich stellen unsere Regierungen Taiwan auf internationaler Bühne diplomatisch ins Abseits. Da freut man sich über jede Gelegenheit, das Land der Welt zu präsentieren.

Außerdem haben wir die Insel Kinmen besucht, die zwar von Taiwan regiert wird, aber direkt vor Chinas Küste liegt. Unter dem Namen „Quemoy“ machte sie in den fünfziger Jahren Schlagzeilen, als die chinesische Armee sie regelmäßig unter Artilleriebeschuss nahm. Heute schweigen die Kanonen zum Glück, und ein cleverer Schmied (Homepage von Maestro Wu) fertigt aus alten Granaten scharfe Messer, die er den chinesischen Touristen zurückverkauft.

Auch diese Geschichte lief im Fernsehen, in der ARD-Sendung Weltspiegel.

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6 Kommentare zu “ Wir bringen Taiwan ins Fernsehen! Diesen Samstag in der ARD. ”

  1. MJ sagt:

    Great! Hopefully there will be a next time, and longer 🙂 Thank you ARD and Taiwan Reporter, i’m very pround of my country and very glad that you r getting to know this beautiful, small but fine island. Greeting from Düsseldorf 😀

  2. Rog sagt:

    Schade, dass der Teil über kinmen rausgeschnitten wurde.
    Und der 101 taucht auch nicht auf.

    Aber ansonsten war es natürlich toll, etwas über TW im dt. TV zu sehen.

    • Klaus sagt:

      Der Teil über Kinmen wurde nicht rausgeschnitten, er wird einen eigenen Weltspiegel-Beitrag ergeben. Das schreibe ich ja auch im Text.

  3. Lisa W. sagt:

    Taiwan gehört nicht China, mindestens „noch nicht“!!

  4. Hallo Klaus,
    ich habe jetzt erst den Bericht gesehen, mich würde sehr interessieren ob und wie ich an so ein Messer komme. Die Seite ist nicht so das ich sie lesen kann! Gibt es ander Möglichkeit?
    Einen schönen Sonntag noch!
    Gruß
    Julia

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