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Archive for Oktober, 2012

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit umweltfreundlichen Textilien aus Taiwan und einem frisch unterzeichneten Zoll-Kooperationsabkommen mit Deutschland.

Der Schwerpunkt der Übereinkunft wird auf der Bekämpfung des Zollbetrugs liegen mit besonderem Augenmerk auf Dokumentenfälschungen und falschen Deklarierungen, erläuterte ein Mitarbeiter der Generaldirektion. Manchmal komme es vor, dass Unternehmen aus Festlandchina die Herkunftsbescheinigungen ihrer Produkte fälschen und sie als Made in Taiwan deklarieren, um so die Anti-Dumping-Abgaben zu umgehen, die die EU auf Erzeugnisse aus Festlandchina erhoben hat, erklärte der Beamte weiter, und er fügte hinzu: “Der deutsche Zoll hat sich darauf spezialisiert, derartige Betrügereien zu bekämpfen.“

Und dann gibt es am Wochenende in München noch ein Benefizkonzert:

Hört eine Stimme der Liebe

Sonntag, 14.10.2012, 14:00 – 16:00 Uhr
Gasteig, Carl-Orff-Saal, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

David d’Or, Weltklassesänger aus Israel, hat schon mehrmals Tzu-Chi Benefizkonzerte in Taiwan, den USA und Singapur bereichert.

Cheng-Yang Yin war früher Campus Sänger in Taiwan und wurde drei Mal als bester männlicher Sänger ausgezeichnet.

Außerdem spielt die Gruppe JIYUETIAN aus München bekannte traditionelle chinesische Musik.

Um Spenden für die Erbebenregion Emilia-Romagna in Italien wird gebeten.

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Ein Buch über Architektur in Taiwan

Taiwans Architektur – das sind nicht nur Betonkästen mit verwitterten Betonfassaden oder schmuddeligen Kacheln, die das Bild vom Leben in Taiwan prägen.

Abgesehen vom Taipei 101 und anderen Touristenattraktionen muss man allerdings schon genau wissen, wohin man schauen sollte, um ansprechende und ungewöhnliche Bauwerke zu entdecken. Dabei kann der Architekturführer Taiwan helfen.

Am Samstag (13.10.) ist Autor Ulf Meyer in Taipeh, um die englische Ausgabe seines Buches vorzustellen.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr im URS21 Chung Shan Creative Hub 中山創意基地 (Facebook), einem Ort, der mir noch nicht bekannt war. Adresse: Minsheng East Rd., Sec. 1, No. 21. Meyer wird seinen Vortrag auf Englisch geben.

Aufs Bild klicken zum Vergrößern:

Auf Deutsch ist der Architekturführer Taiwan z.B. bei Amazon.de erhältlich:


Weil der Verlag mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat, konnte ich mir das Buch einmal ansehen. Größer als ein übliches Taschenbuch, mit mehr als 250 Seiten und sehr vielen ansprechenden Fotos macht es einen hochwertigen Eindruck.

Taiwans „dritter Weg“

Im Vorwort erklärt Meyer, der seit 2003 fast jedes Jahr nach Taiwan gekommen ist, was ihn hier fasziniert:

Wie das Land, so sucht auch seine Baukunst nach einem Platz in der Welt: zwischen westlicher Wirtschaftsordnung und östlicher Kultur und Mentalität – einen dritten Weg zwischen rationaler Moderne und traditioneller Ikonografie.

Architekturführer Taiwan Hauptpostamt Taipei

Die Konkurrenz zwischen Taiwans Städten und Regionen, die „um Bedeutung, Status, Besucher, Investitionen und Aufmerksamkeit wetteifern“, sieht er als Stärke Taiwans:

Der Wettbewerb zwischen den Metropolen treibt bunte Blüten; doch ist in Taiwan gute bis sehr gute Architekturqualität oft auch in kleisten Gemeinden oder auf dem Land zu finden. Die Regionen haben ihre kulturellen Eigenheiten und sind souverän genug, Architektenkarrieren zu ermöglichen und zu fördern.

Architekturführer Taiwan Kongresszentrum Taichung

Von der japanischen Kolonialzeit bis in die Gegenwart

Im Hauptteil stellt Meyer 125 bemerkenswerte Bauten vor, von der japanischen Kolonialzeit bis zu aktuellen Projekten, von denen erst Entwürfe existieren.

Mit 56 Einträgen stellt Taipei City den Löwenanteil. Aber auch Regionen wie Taoyuan, Chiayi, Yunlin und Changhua sind vertreten. Fast alle Bauwerke werden auf mindestens einer Seite mit mehreren Fotos vorgestellt. Es gibt auch QR-Codes, um per Smartphone den Weg zu finden.

Architekturführer Taiwan Kaohsiung

Das Spektrum reicht dabei sehr weit:

  • Unübersehbare Zeugnisse der japanischen Kolonialzeit (Präsidentenpalast, Zhongshan-Halle, Red House Theatre, Kontroll-Yuan, Nationalmuseum)
  • Nach 1949 entstandene Bürohäuser, Kirchen, Universitäten und Monumente (CKS- und SYS-Gedenkhalle, Grand Hotel)
  • Aktuelle Hingucker (Taipei 101, Keramikmuseum Yingge, Chung Tai Shan-Kloster, World Games-Stadion)
  • Gewagte Bauten der nahen Zukunft (Theaterzentrum am Shilin-Nachtmarkt,  TEK Cube am Citizen Boulevard, Taipei Pop Music Centre, geplant für 2014 an der MRT Kunyang)

Architekturführer Taiwan Pop Music Centre

Die Texte sind kenntnisreich geschrieben – nicht nur, was das Fachwissen um Architektur angeht. Der Autor hat sich auch gründlich mit Taiwans (Stadt-)Geschichte und Kulturen beschäftigt. So lernt man nebenbei eine Menge dazu, und das macht diesen Architekturführer zu einer guten Ergänzung für klassische Taiwan-Reiseführer.

Auch wer schon länger in Taiwan wohnt, wird das eine oder andere Bauwerk mit neuen Augen betrachten und auch dort Interessantes entdecken, wo er vorher vielleicht nur ein weiteres Bürohaus-Monstrum gesehen hat.

Architekturführer Taiwan Hung Kuo Gebäude


Taiwanisches Puppentheater beim Internationalen Musik- und Theaterfestival „KinderKinder“ auf Kampnagel (Hamburg)

Am Samstag, 6. Oktober um 16:00 Uhr findet die erste Vorführung der Puppenspielergruppe „Taiyuan Puppet Theatre Company“ aus Taiwan beim Internationalen Musik- und Theaterfestival „KinderKinder“ auf Kampnagel, P1, in der Jarrestrasse 20 in Hamburg, statt. Die Folgeveranstaltungen sind dann am 7. Oktober um 11:30 und um 16:00 Uhr zu bewundern. Das Stück „Meer der Puppen“ wurde bereits in mehr als 30 Ländern gezeigt und eignet sich für alle Menschen von 4 bis 99 Jahren. Das Ensemble führt traditionelles Puppentheater vor und erfindet es zugleich neu.

„Meer der Puppen“ ist ein besonderes Stück, von dem berühmten Meister Chen Xi-huang, das insbesondere für das ausländische Publikum geschaffen wurde. Das Stück verzichtet komplett auf das gesprochene Wort und ermöglicht somit allen Menschen einen Zugang zu der Schönheit und dem Charakter des taiwanischen Puppentheaters. So werden Sie Zeuge virtuoser Akrobatik und erleben sogar, wie eine der Puppen wahrhaftig raucht. Auf einer wunderschön geschnitzten Bühne, ist es das Ziel der Produktion, nur durch Bewegung und Mimik Sprachbarrieren zu durchbrechen, dabei fließen die Klänge der klassischen Taiwan-Musik mit ein.

Im Zentrum der zauberhaften Geschichte stehen die vier wichtigsten Charaktere des taiwanischen Puppentheaters: ein alter Mann, dessen hübsche Tochter, der reiche Schurke, der es auf die junge Frau abgesehen hat, der Clown – und der junge brave gelehrte Mann, der der jungen Dame zu Hilfe eilt und sich in sie verliebt.

Bevor es überhaupt Fernsehen gab, trat taiwanisches Puppentheater seinen Siegeszug an und gehört zu den beliebtesten Unterhaltungsformen der Bevölkerung. Taiwanisches Puppenspiel sollte „universell“ verständlich sein und dementsprechend etablierte der Puppenspieler eine Sprache der Bewegung, die in ihrer Ausdruckskraft und Lebendigkeit wohl einzigartig ist auf der Welt.

Trick- und Geisterfilme aus Taiwan von Shaudi Wang und Liming Huang

In Zusammenarbeit mit dem Metropolis-Kino werden vom 7. – 10. Oktober 2012 eine Reihe ausgewählter animierter Trick- und Geisterfilme aus Taiwan gezeigt.

Ein Workshop mit der Produzentin Liming Huang und der Regisseurin Shaudi Wang führt in die Kunstfertigkeiten des Animationsfilms ein. Wang Shaudi kehrte nach einem Theaterstudium in den USA nach Taiwan zurück und startete dort eine TV Karriere, produzierte TV Dramen, Dokumentarfilme und Theaterstücke. Sie ist eine charismatische Größe in Taiwans Filmindustrie. Wangs Werke sind reich an Vorstellungskraft, lebensbejahend in Humor und Leidenschaft. Die Auswahl der Themen, Talente und des artistischen Ausdrucks, findet immer Anlehnung an taiwanische Aspekte. Huang Liming studierte Journalismus in Taiwan und den USA. Im Alter von sechzehn Jahren begann sie, für das Fernsehen zu schreiben und Skripte für Shaudis TV Dramen zu schreiben.

Beide setzen sich sehr intensiv mit sozialkritischen Themen auseinander und beobachten äußerst feinsinnig die Alltagsprobleme, die vor allem zwischen den Generationen auftreten. Ihre Werke sind wie ein Spiegel der taiwanischen Gesellschaft und machen sie darum so wertvoll.

7.10. um 17:00 Uhr Großmutter und ihre Geister. Trickfilm von Shaudi Wang
7.10. um 20:00 Uhr Fantome, où es-tu? Geisterfilm von Shaudi Wang

8.10. um 19:00 Uhr Seeing Off 1949 – Lung ying-tais Journey. Film von Huang Liming
9.10 um 17:00 Uhr Bear Hug. Film von Schaudi Wang
& 10.10. um 21:15 Uhr

Am 7. Oktober sind die Regisseurin Shaudi Wang und die Produzentin Liming Huang zu Gast im Metropolis-Kino. Jeweils nach den Vorstellungen ihrer Filme gibt es einen Diskussionskreis und die Zuschauer haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es besteht auch die Möglichkeit für Interviews. Sollten Sie Interesse an einem Interview haben, sprechen Sie uns bitte an, wir reservieren Ihnen dann gern einen Termin. Sie erreichen uns unter 040 – 410 44 33 oder info (at) taipeh-hamburg.de

Nähere Informationen zu den einzelnen Filmen finden Sie unter www.metropoliskino.de

„Fantome…“ und „Bear Hug“ laufen am 8.10. auch im Bremer Kino City 46.

Quelle:
Taiwan-Freundeskreis Bambusrunde e.V., www.bambusrunde.de