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Archive for Dezember, 2012

Abenteuer auf zwei Rädern

Wenn es in Taipeh nicht gerade regnet oder unerträglich heißt ist, spare ich mir gern das Geld für Bus oder U-Bahn und schwinge mich aufs Fahrrad. Das ist nicht nur gesund, sondern hat auch den Vorteil, dass ich die Stadt besser kennen lerne und immer neue interessante Ecken entdecke.

An den Verkehr in Taipeh musste ich mich natürlich erst gewöhnen, denn er funktioniert nicht nur anders als daheim in Deutschland – Radfahrer sind darin eigentlich überhaupt nicht vorgesehen. So kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich mich mal wieder kilometerweit über Hauptverkehrsstraßen quäle, ohne so etwas wie einen Radweg zu sehen.

Jetzt lesen: Mein Bericht über die Radwege in den Flussufer-Parks von Taipeh

Straße ohne Radweg in Taipei

Taiwan ist zwar mit Marken wie „Giant“ einer der wichtigsten Fahrrad-Produzenten der Welt. (Ich hatte bereits über meinen Besuch in der Giant-Fabrik in Taichung geschrieben und ein Video gepostet.)

Und die Tourismusbüros auch in Deutschland locken Urlauber mit dem Versprechen auf entspannte Radtouren in freier Natur. Aber in den Städten spricht es sich nur nach und nach herum, dass Fahrräder auch ein Verkehrsmittel sein können und nicht nur ein Freizeitgerät.

Taipeh: Radwege Mangelware

Gibt es mal einen Radweg, ist er meist nach ein paar hundert Metern wieder vorbei oder wird durch parkende Scooter blockiert. Manchmal steht auch eine Bushaltestelle mitten im Weg.

Dazu kommt, dass es Taiwans Passanten offenbar genetisch nicht möglich ist, das Geräusch einer sich von hinten annähernden Fahrrad-Klingel wahrzunehmen. Ob ich Sturm läute oder nicht – meist muss ich Fußgängern sehr dicht auf den Pelz rücken und direkt ansprechen, bis sie mal einen Schritt zur Seite machen und mich passieren lassen.

Mein Bericht: Die besten Strecken zum Radfahren in Taipeh

Vor ein paar Jahren hatte die Stadtregierung auf der Dunhua Road, einem der großen Nord-Süd-Boulevards, einen Radweg einfach ganz rechts auf die Straße gemalt. Weil es aber kaum Absperrungen zur Fahrbahn gab und auch die Polizei besseres zu tun hatte als die Regeln durchzusetzen, entstand hier schnell der längste grün angestrichene Parkstreifen von Taipeh. Auch Scooter benutzten ihn gern, um sich an Ampeln nach vorn zu drängeln.

Fahrradweg Dunhua Rd. Taipei

Nach ein paar Wochen gestand der Bürgermeister die fehlgeschlagene Planung ein. Er gab bekannt, der Radweg gelte nun nur noch am Wochenende, woraufhin sich überhaupt niemand mehr daran hielt. Fahre ich heute auf dieser Straße, wechsle ich ständig zwischen Fahrbahn und Fußgängerweg hin und her. So wird mir zumindest nie langweilig.

So radelt es sich in Taipeh: Mein Video aus Fahrrad-Perspektive

Als Radfahrer überleben im Verkehr von Taipei

Es chaotisch erscheinen, aber ständig gefährdet fühle ich mich eigentlich nicht. Weil jeder ständig mit allem rechnen muss, halten alle Verkehrsteilnehmer die Augen auf und reagieren flexibel auf unvorhergesehene Situationen. Autos und Roller, die sich von vorn oder hinten nähern, planen mein Rad als ein Hindernis unter vielen in ihren Verkehrsfluss ein.

Ich muss vor allem darauf achten, was von der Seite kommt: Wer aus Seitenstraßen schießt, rechnet meist nicht damit, dass ein Fahrrad seinen Weg kreuzen könnte. Besonders eilig haben es Taxis und die allgegenwärtigen kleinen blauen Pritschen-LKW. Da hilft es wenig, mit deutscher Rechthaberei auf seiner Vorfahrt zu bestehen, und ich fahre lieber ein wenig langsamer.


Asien-Klischees in Deutschland

Stereotype, Vorurteile, Rassismus – zu diesen Themen habe ich hier schon einiges geschrieben. Meist ging es dabei um meine Beobachtungen als Westler in Taiwan. Auch die Situation südostasiatischer Gastarbeiter hierzulande interessiert mich. Aber was erleben Taiwaner und andere Asiaten eigentlich in Deutschland?

Als McDonald’s im Juni begann, in seinen deutschen Restaurants Bubble Tea zu verkaufen, wurde das begleitet von der unfassbar dämlichen „Chan McTi“-Werbekampagne und solchen Videos:

Geärgert hat mich daran nicht nur, dass dem aus Taiwan stammenden Bubble Tea hier offenbar ein „typisch japanisches“ Knallbunt-Schräg-Image verpasst werden sollte („Bubblezaaaiiii!“). Ich fand auch die Darstellung von Herrn McTi als augenrollender, in gebrochenem Deutsch kreischender Asiate reichlich fragwürdig.

Halten wir mal fest: Diese Werbung steht dem, was McDonald’s als Bubble Tea anbietet, an Geschmacklosigkeit kaum nach. Aber ist es angebracht, sie rassistisch zu nennen?

Wo beginnt Rassismus?

Ich bin eher vorsichtig mit diesem Begriff. Als zum Beispiel eine im Hamburg lebende (weiße) Australierin sich in Ihrem Blog über ein Plakat aufregte, auf dem zwei Comedians Schlitzaugen ziehen, hatte ich zur Mäßigung aufgerufen:

Can we all agree that there is a fundamental difference between racism and the (be it satirical or thoughtless, but not evil-minded) use of cultural, national and, yes, sometimes racial stereotypes?

Damals fühlte ich mich nicht berufen, von Rassismus zu sprechen, denn ich war (wie die Autorin) nicht direkt betroffen. Und ich hatte von niemandem gehört, dass er sich verletzt fühlt. Soll ich mir etwa anmaßen, über die Empfindungen Anderer zu spekulieren?

Etwas ganz anderes ist es, wenn jemand selbst sagt: „Stopp! Ich fühle mich rassistisch behandelt.“

Im Fall McDonald’s fand ich schnell heraus, dass viele Menschen Probleme mit der Werbung hatten. Da ist nicht nur die Tatsache, dass das Video auf Youtube aktuell fast dreimal mehr negative Bewertungen hat als positive. Auf Twitter stieß ich auf diesen Eintrag von Calvin Ho aus L.A., der auch ein Blog über Themen wie die „asiatische Diaspora“ schreibt:

Tweet "Racist McDonald's Bubble Tea Commercial"

„Leicht rassistisch“ fand die Werbung auch die Autorin dieses Blogs.

Wie sich das über Twitter entwickelte, und wie McDonald’s sich eine halbherzige Entschuldigung abrang, habe ich in diesem Eintrag zusammengefasst: Wie McDonald’s sich mit Bubble Tea-Werbung Rassismus-Vorwürfe einhandelt

Interview: Zwei Deutsche mit asiatischer Abstammung

Kurz darauf lernte ich in Hamburg Christopher Schmidt kennen. Er hat neben Sprachwissenschaft auch Sinologie studiert und im Studium ein Jahr in Taiwan verbracht. Seine Mutter stammt aus Japan, sein Vater aus Deutschland.

Ich fragte Christopher, ob er seine Meinung zur Bubble-Tea-Werbung von McDonald’s mit mir teilen möchte. Er zog noch einen weiteren Bekannten mit Asien-Connection zu Rate: Ramin Amiri studiert Jura, hat iranische Eltern, ist ebenso wie Christopher in Deutschland geboren und besitzt auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Beide sind zweisprachig aufgewachsen.

Was war Eure erste Reaktion, als Ihr die Videos von McDonald’s gesehen habt?

Entsetzen über den plumpen Rassismus in der Werbung. Hier werden Vorurteile auf eine besonders herabwürdigende Art und Weise dargestellt.

 
Was sagt Ihr zur Aussage von McDonald’s, es gehe um eine Persiflage auf asiatische Werbekultur?

Das mag wohl die ursprüngliche Zielsetzung gewesen sein, aber das geht wegen der völligen Ignoranz der kulturellen Unterschiede (z.B. japanische Werbekultur, aber taiwanesischer Bubble Tea) voll daneben, so dass es beleidigend wirkt. Von der Aussprache des Schauspielers, die an das berühmt-berüchtigte Tsching-Tschang-Tschong erinnert, ganz zu schweigen.

 

Tweet McDonalds: Ironic Ad

Wieso meint Ihr, McDonald’s sollte sich entschuldigen? Wie und wofür?

Wenn man eine bestimmte ethnische Gruppe beleidigt, dann gehört es zum guten Ton, sich zu entschuldigen. Die „Notpology“ dazu von McDonald’s ist eine Frechheit. Diese Art der Entschuldigung ist wertlos, da sie statt den eigenen Fehler anzuerkennen indirekt die Verantwortung dem Beleidigten zuschiebt.

 
Sehr Ihr hier Rassismus? Wenn ja, gibt es schlimmen und weniger schlimmen Rassismus?

Grundsätzlich sehen wir diese Werbung als derart klischeebehaftetes Spielen mit Stereotypen, dass die Grenze zum Rassismus schon überschritten ist. Sicherlich gibt es schlimmere Form von Rassismus (rassistisch motivierter Rassenhass NSU), aber wir wollen davor warnen den Rassismusbegriff zu eng zu fassen (z.B. Alltagsrassismus). Wir würden den Beteuerungen von McDonald’s, dass eine rassistische Wirkung nicht beabsichtigt gewesen wäre, gerne Glauben schenken, was uns aber angesichts von früheren Kampagnen wie „Los Wochos“ etwas schwer fällt.

 

Wo zieht Ihr eine Grenze von Rassismus zu Unbedachtheit oder Dummheit?

Als erstes würden wir dafür werben die Aussage, etwas sei rassistisch, nicht mit Rassenhass gleichzusetzen. Viele alltagsrassistische Äußerungen sind oft unbedacht und nicht von einer bewussten Rassenideologie getragen. Uns geht es darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen und aufzuklären. Bei dem Verhalten von McDonald’s prangern wir eher die Reaktion des Unternehmens an, die von fehlendem Bewusstsein für die Problematik des Alltagsrassismus zeugt, was man jedoch von einem Weltkonzern erwarten dürfte.

 
Was für Reaktionen seid Ihr als Deutsche asiatischer Abstammung im Alltag gewöhnlich ausgesetzt? Habt Ihr mit Vorurteilen zu tun?

Ja. Alltagsrassismus ist gegenwärtig. Als Beispiel sei nur die häufige Frage genannt woher man denn eigentlich komme, obwohl man hier geboren und aufgewachsen ist und fließend die Sprache als Muttersprache beherrscht.

 
(Hervorhebungen von mir)

Im Zuge der unsäglichen „Gift im Bubble Tea“-Medienkampagne ist das Getränk in Deutschland ja mittlerweile in Verruf geraten. Ich vermute mal, ohne es von Taiwan aus kontrollieren zu können, dass Chan McTi sich damit auch erledigt hat. Oder macht er die deutschen McDonald’s-Restaurant noch immer unsicher?

Lesetipp: Meine Beiträge über Deutschland aus Sicht der Taiwaner

Frage an die Leser: Ist „Alltagsrassismus“ in Deutschland ein Problem? Falls ja, wie könnte man das ändern? Falls nein, wie kann man verhindern, dass solche Eindrücke entstehen?


Taiwan-Botschafterin auf Zeit

Sie kommt wie ich aus Niedersachsen und wohnt nun in Taiwan: Anne aus Nordhorn lebt zwei Monate lang hier, bloggt und twittert fleißig und arbeitet daran, Taiwan in Deutschland ein bisschen bekannter zu machen. Das finde ich gut.

Nach vier Jahren Doktorarbeit wollte Anne, die bereits in Deutschland Chinesisch lernte, etwas von der Welt sehen. Sie bewarb sich mit diesem Video bei der Studentenorganisation AIESEC um Unterstützung für eine Taiwanreise:

Es hat geklappt. Mittlerweile lebt Anne seit einigen Wochen in Taiwan, offenbar in der Nähe von Chiayi. Hoffentlich hat sie in den letzten Wochen dort unten schöneres Wetter erlebt als wir hier in Taipeh.

Erlebnisse im Blog

Auf ihrem Blog (das sich nun auch in der deutschen Taiwan-Blogroll rechts findet) schreibt Anne auf deutsch und englisch zum Beispiel über:

Dank der englischen Übersetzungen können Annes Einträge auch Taiwanern, die kein Deutsch sprechen, dabei helfen, die deutsche Sichtweise auf ihr Land besser zu verstehen. Also bitte weitersagen!

Und ein bisschen lebendiger könnte es in dem Kommentaren dort auch ruhig zugehen.

Anne Dwertmann in Taiwan

Lebenszeichen auf Twitter

Unter dem Kürzel marycurry12 ist Anne auf Twitter aktiv. Auch hier hat sie noch viel mehr Follower verdient.

Eindrücke auf Youtube

Einen eigenen Kanal hat Anne auch auf Youtube. Hier lädt sie kurze Eindrücke von Orten hoch, die sie in Taiwan besucht hat.

Hier sieht man sie bei einem Tempelbesuch, wo sie auch Opfergeld verbrannt hat:

Jetzt bin ich ja gespannt, ob wir uns in der restlichen Zeit hier in Taiwan noch über den Weg laufen werden.


Sind Buxiban schädlich für Kinder?

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Präsident Ma bekräftigt den „Konsens von 1992“
  • Engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Taiwan und EU
  • Neue Regeln für Pensionäre
  • Schüler sollen weniger lernen

Kritik an Taiwans „Paukschulen“

Kinder auf Spielplatz in Taiwan

Besonders interessant finde ich den aus der China Post übersetzten Bericht über die Nachhilfeschulen. Die „Child Welfare League Foundation“ fordert Eltern auf, lieber mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und Ihnen Dinge beizubringen wie „Schuhe binden oder Radfahren“, statt sie bis spät Abends in die Buxiban (補習班) zu schicken.

Kinder derartig lange in der Schule zu lassen ist schlussendlich sinnlos. Erziehungswissenschaftler schlagen vor, den Kindern keinen Nachhilfeunterricht erteilen zu lassen. (…) So verführerisch es auch sein mag die Kinder sieben Tage die Woche mit Extraunterricht zu Höchstleistungen zu trimmen, sie schaffen es nicht.

Lesetipp: Meine Beobachtungen über Schüler in Taiwan

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


How Giant bikes are produced in Taiwan

Giant has become one of Taiwan’s most recognized brands. Like Asus or Acer in the IT industry, the bicycle producer started out as an original equipment manufacturer (OEM) for Western companies. Beginning in the 1980s, Giant (Chinese: 捷安特 or 巨大) established its own brand.

Many customers in Europe or the U.S. are probably still not aware that it’s a Taiwanese company, and that their Giant bikes may have been produced in Taichung.

Who is the biggest of them all?

With a sales revenue of US$1.56 billion in 2011, Giant defines itself as currently being the world’s largest bicycle manufacturer. The company has 10,000 employees globally. About 2,500 of them work in Taiwan, where Giant was founded 40 years ago.

In 1972, its first year, the company produced less than 4,000 bikes. Giant puts the number at 5.7 million for 2012.

Giant bikes: Made in Taiwan. At least some of them.

When visiting the company headquarters in Taichung with a group of foreign journalists, we had a chance to look inside the manufacturing plant next door. My video gives you an impression of how Giant produces bikes there.

Like so many Taiwanese companies, Giant is taking advantage of low labor costs in China. In 1992, its first factory opened in Kunshan. Today, Giant is operating five plants in China. But unlike other companies, it has not given up on Taiwan as a place for manufacturing.

Giant Bicycles CEO Antony Lo

„Taichung is our head factory,“ Giant Global Group CEO Antony Lo (羅祥安) told us during our visit. „Here, we are making high-end products: carbon fibre and light-weight aluminum.“ In the plant right next to Lo’s office, 2,000 workers are producing parts as well as assembling about 1 million bikes per year.

Giant: not trying to produce as cheap as possible

„We don’t provide anything cheap,“ Lo said. „People are looking for good quality; they are not looking for cheap products.“ His company has positioned itself as a leading provider for rather high-priced sport, fitness and lifestyle bikes. In Germany, for example, typical Giant bikes range from EUR300 to EUR1,000, with the high-end price range between EUR1,500 and EUR3,000. This also includes e-bikes that have recently been gaining popularity. „We like to provide premium quality products at a popular price,“ said Lo.

Giant electric bikes ebikes

The global trend is Giant’s friend: „In the past, most people used their bikes for mobility, transportation, or lifestyle. But now the global trend is that more and more people start cycling for fitness and health reasons.“

That’s why, according to Lo, Giant is seeing strong growth in European markets like Germany and the Netherlands, and in Asian countries like South Korea and Taiwan, where the number of cyclists has increased in recent years.

Giant bikes production Taiwan

Migrant workers making Giant bikes in Taiwan

Because I am very interested in the situation of migrant workers in Taiwan, and had read that Giant Taiwan employs many South-East Asians, I asked Lo how his company is dealing with this situation.

According to him, about 20% of the workers in the Taichung plant are migrant workers — about 350 to 400 people. „We choose them very carefully,“ Lo said. „We have people in Thailand and Indonesia to interview applicants over there. In Taiwan, we have dormitories and people who can speak their language to take care of them.“

Asked if his company pays all migrant workers Taiwan’s minumum wage (currently NT$18,780 / US$645 per month), or if they earn more, Lo said: „We pay according to the skill level. Some of them, we will give more than the minimum wage.“

Giant bikes factory Taiwan

Lo said that Giant has long-term relationships with many migrant workes. Usually, they can work in Taiwan for three years before they have to return to their home countries. „Most of them go home for one month and then come back to us. Many of them have been working with us for more than 10 years.“

Foreign labor is not just relevant in Taiwan, said Lo. For the European market, Giant is operating a manufacturing plant in the Netherlands. Many of the 400-500 workers there are Polish. „I think if you do the balance right, local workers plus guest workers, that’s a good system.“

Giant Anyroad bikes showroom

I published a report about Giant on the Deutsche Welle website. It has been translated into Chinese: 來自台灣的自行車巨頭

Cycling in Taipei

Although Giant is operating Taipei’s public Youbike system, the city is not yet really suited for bike commuting. I attached a camera to my bike and filmed this POV video to give you an impression of what cycling in Taipei feels like:

What is your opinion about Giant bikes? Have you noticed them becoming more popular in your country?

I am a German reporter living and working in Taiwan. Read more English posts on this mostly German blog. Follow me on Twitter, Facebook, Plurk, or Google Plus.

English posts you might want to have a look at: