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Archive for Januar, 2013

Ein Taiwan-Musikerlebnis in München am 9. Februar

Auftaktkonzert zur Konzertreihe »Taiwan Melody« – Spring zum Silvester des taiwanesischen Mondkalenders.

Zeitgenössische Kammermusik aus Taiwan mit einer Mischung aus Ureinwohnergesang, Kunstliedern, Klavier, Flöte, Streichquartett sowie Anklängen an die chinesische Oper und Taiwanoper.

In dem Konzert wird die vielfarbige Kultur Taiwans, die sich aus der vielfältigen Immigrantengeschichte ergibt, durch ein Kammermusikensemble zum Ausdruck gebracht. Sie erleben Musik aus Taiwan in Variationen mit Ureinwohnergesang, Kunstliedern, Streichquartett, Flöte und Opermusik, sowohl in traditioneller als auch in moderner Fassung, welche sich zu einer Fantasia der Insel Formosa fügen.

Sa. 09.02.2013, 19.00

Gasteig, Kleiner Konzertsaal, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

Informationen vom Gasteig

Eintritt: 15 EUR, ermäßigt 10 EUR. Karten hier vorbestellen oder an der Abendkasse

Fantasia Formosa München

Programm:

  • Tyzen Hsiao, Einsamer Geist am See (Klavier und Flöte)
  • Shiau-Nan Pan, Dramaanklänge an chinesische Oper (Streichquartett)
  • Hsiao-Feng Chang, Klavierarr., Sehnsucht unter dem Mond (Liebeslied der Amis-Ethnie) (Gesang mit Klavier)
  • Hsiao-Feng Chang, Klavierarr., Senay (Festlied der Puyuma-Ethnie) (Gesang mit Klavier)
  • Nan-Chang Chien, Zen-Konzeption (Gesang mit Klavier)
  • Fang-Lung Ko, Der Klang der Gong (Klaviertrio)
  • – Pause –
  • Shui-Long Ma, Fantasia der Flöte (Flötesolo)
  • Jing Peng, Suite der Jugendlichen für Streicher (Streichquartett)
  • Chuan-Sheng Lu, Trinklied (Gesang mit Klavier)
  • Chuan-Sheng Lu, Berglied (Gesang mit Klavier)
  • Shui-Long Ma, Streichquartett (Streichquartett)
  • Hsiao-Feng Chang, Rhapsodie mit Melodien der Taiwanoper (Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Flöte u. Perkussion)

Eine Veranstaltung des HoHaiYan Künstlervereins zur Förderung von Musik und Darstellender Kunst aus Taiwan e.V.

hohaiyan.arts@gmail.com, Facebook-Seite

Also, ganz ehrlich: Wäre ich in München, ich würde da hingehen!


Technik, Taiwan, TV: Meine Berichte fürs ZDF

Als ausgebildeter Fernsehjournalist macht es mir immer besondere Freude, wenn ich in Taiwan selbst zur Kamera greifen kann. Seit einiger Zeit arbeite ich dafür mit einem deutschen Blogger zusammen, der ebenfalls in Taipeh lebt: Sascha Pallenberg.

Voll vernetzt und immer online

Wer einen Beweis sucht, dass die Technik-Welt sich immer schneller dreht, braucht sich nur Mobiltelefone anzusehen: Vor 20 Jahren noch kiloschwer und vor 15 Jahren ein teures Luxusgut, hatten sie vor zehn Jahren schon Farbdisplays und Kameras. Seit fünf Jahren kommen sie sogar ohne Tasten aus, können aber so viel wie ausgewachsene Computer.

Auf den Smartphone-Zug bin ich recht spät aufgesprungen. Erst seit Anfang 2011 bin ich auf meinen Streifzügen durch Taipeh immer online, kann Fotos sofort ins Netz stellen und unterwegs wichtige E-Mails lesen. Mein Telefon ist natürlich Made in Taiwan: HTC ist ja mittlerweile auch in Deutschland ein Begriff.

Mobile Computing ist ein Milliardenmarkt, der außer Smartphones auch tragbare PCs und Tablet-Computer umfasst. Weil viele Hersteller in Taiwan sitzen, lassen sich neue Trends hier früher aufspüren als in Deutschland. Kaum jemand macht sich das so konsequent zunutze wie Sascha Pallenberg.

Sascha Pallenberg: Ein deutscher Mobile Geek in Taiwan

Der Dortmunder ist wie ich 2009 nach Taipeh gezogen. Er lebt davon, übers Internet als erster neue Produkte vorzustellen und zu testen, auf deutsch und englisch. Seine aktuelle Website ist mobilegeeks.de. Was sich wie für viele wie Technik-Fachchinesisch liest, interessiert tatsächlich extrem viele Menschen. Allein Pallenbergs selbstgedrehte Videos, in denen er neue Geräte und Programme vorstellt, werden jeden Tag mehr als 100.000-mal abgerufen.

Sascha Pallenberg in Taipei, Taiwan

Davon lässt es sich tatsächlich leben. Über Anzeigen und Provisionen nimmt Pallenberg so viel ein, dass nicht nur er und seine kanadische Geschäftspartnerin gut über die Runden kommen, sondern er auch noch einige Blogger in Deutschland, den USA und Hongkong dafür bezahlen kann, dass sie ihm regelmäßig Beiträge schreiben.

Außerdem fliegt er rund um die Welt. Die Internationale Funkausstellung in Berlin ist jedes Jahr ebenso ein Pflichttermin wie Messen in Las Vegas oder Barcelona. In deutschen Internet-Expertenkreisen gilt Pallenberg als Musterbeispiel dafür, dass man im Internet mit einem klar definierten Fachgebiet und viel Einsatz erfolgreich sein kann – ganz ohne Verlagshäuser oder gedruckte Medien.

Ein Vortrag von Sascha Pallenberg auf dem Blogger-Treffen Republica:

Meine Fernsehberichte mit Sascha aus Taiwan

Auch ich konnte davon schon profitieren. Zunächst drehte ich 2011 einen Fernsehbeitrag für 3sat, in dem ich Pallenberg und seine Arbeit vorstellte.

Das Video und mehr Infos: Der vielleicht erfolgreichste deutsche Blogger lebt in Taiwan

Seit 2012 drehen wir gemeinsam regelmäßig Beiträge für den digitalen ZDF-Infokanal: Sascha oder seine Geschäftspartnerin Nicole vor der Kamera, ich dahinter. Die Berichte können Sie sich hier gebündelt ansehen: Mobilegeeks im ZDF

Im Gegenzug hat Pallenberg sich bei mir schon einige Kniffe abgeschaut, um seine eigenen Videos noch professioneller zu gestalten. Aller Vernetzung zum Trotz – am besten arbeitet es sich doch zusammen, wenn man am selben Ort ist. Und das ist in unserem Fall eben Taiwan.


Taiwan-News auf Deutsch übersetzt

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Offizieller Besuch zum Jahresanfang aus Europa
  • Außenhandel wächst kräftig
  • Zehntausende demonstrieren in Taipeh

Regierungskritische Demo in Taipeh

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151229751788295&set=a.383404963294.159525.234843808294

Am 13. Januar marschierten wohl zwischen 100.000 und 200.000 Menschen durch Taipeh, um gegen die Regierungspolitik zu demonstrieren. Aufgerufen hatte die DPP, Taiwans größte Oppositionspartei. Es beteiligten sich dann viele Bürgerrechts- und Umweltschutzgruppen, die für ihre eigenen Anliegen warben: Mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Zerstörung im Namen der wirtschaftlichen „Entwicklung“, Abkehr von der Atomkraft, Schutz der Medienvielfalt.

Meine Fotos von der Demonstration

Der Sprecher des Präsidialamtes, Fan Chiang Tai-chi, erklärte zu der sonntäglichen Demonstration, das Wohlergehen der Bevölkerung und die positive Entwicklung der Nation seien Herzensangelegenheiten von Präsident Ma und Premierminister Chen. Auf die Hauptforderungen der Demonstranten erwiderte er, dass Ma sich stets für eine allumfassende Pressefreiheit eingesetzt habe. (…) Und er betonte: “Wir respektieren das Recht auf öffentliche Protestveranstaltungen. Die Anliegen der Bevölkerung, ihre Kritik und ihre Beschwerden nehmen wir sehr ernst und reagieren entsprechend darauf, wie es für eine verantwortungsvolle Regierung selbstverständlich ist.“

Lesetipp: Taiwans Studentenbewegung gegen ein Medienmonopol

Und: Frühere Besuche von Politikern aus Europa in Taiwan

Taiwan, Japan und die „Trostfrauen“

Noch nicht veröffentlicht hatte ich hier die vorletzte Ausgabe des Newsletters mit diesen Themen:

  • Ureinwohnerpartei gegründet
  • Ma fordert Gerechtigkeit für Trostfrauen
  • Premier Chen fordert wirtschaftliche Integration
  • Taiwan begrüßt das neue Jahr

Trostfrauen wurden im Zweiten Weltkrieg vom japanischen Militär gezwungen, sich in eigens eingerichteten Militärbordellen, den japanischen Militärangehörigen für sexuelle Dienste zur Verfügung zu stellen. (…) Von den ursprünglich 58 Trostfrauen, die die Taipei Women’s Rescue Foundation bei ihrer Gründung vor 20 Jahren betreute, leben heute nur noch acht. Erst im November war die bis dahin älteste Überlebende im Alter von 95 Jahren in Taipeh verstorben.

Lesetipp: Taiwan und Japan – eine komplizierte Geschichte

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Wer sind Sie und wenn ja, wie viele?

Ein Blick hinter die Kulissen von „Brennpunkt Taipeh“: Wie haben die Besucherzahlen sich entwickelt, welche Texte werden am häufigsten gelesen?

Fast fünf Jahre ist es schon her: Am 18. Februar 2008 hatte ich dieses Blog gestartet. Damals stand ich kurz vor meiner ersten Reise nach Taiwan, für ein dreimonatiges Journalisten-Stipendium. Dieses Blog, das damals noch unter taipeh.wordpress.com zu erreichen war, sollte ursprünglich nur ein Reise-Tagebuch für die daheimgebliebenen Freunde und Verwandten sein. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet. Mein allererster Blog-Eintrag war auch entsprechend vage.

Schnellvorlauf: Im Frühjahr 2009 entschloss ich mich, nach Taiwan umzusiedeln. Und da bin ich noch immer. Dieses Blog hat mich die ganze Zeit begleitet und ist mitgewachsen. Seit 2011 hat „Brennpunkt Taipeh“ seine eigene URL: intaiwan.de

Zahlen, Daten, Fakten

Von Anfang an habe ich die internen Blog-Statistiken mit großem Interesse verfolgt. Schließlich will man als Journalist ja wissen, was bei den Lesern gut ankommt. Als das Blog noch bei WordPress gehostet wurde, konnte ich nicht viel mehr auswerten als die Seitenabrufe (Page Views).

Und ich konnte damals schon erfahren, mit welchen oft abenteuerlichen Suchbegriffen (Keywords) Besucher den Weg auf meine Seite fanden: Verrückte Google-Treffer

Seit 2011 habe ich Google Analytics installiert, das eine weitaus genauere Auswertung ermöglicht. (Anonym bleiben Sie für mich trotzdem, liebe Besucher, keine Sorge.) So kann ich neben den Seitenabrufen auch die Zahl der Besuche (Visits) und Eindeutigen Besucher (Unique Visits) abfragen.

Meine Besucherstatistiken

Hier also nun der exklusive Einblick in die Entwicklung meiner Besucherzahlen (via Google Docs).

Über den groben Daumen kann man also sagen:

  • 2012 gab es fast 70.000 Seitenabrufe, mehr als vier Mal so viele wie 2008
  • 2012 kamen jeden Monat mehr als 4000 Besucher, das waren 40% mehr als 2011

Ein absoluter Ausreißer in der Statistik 2012 war übrigens der 24. August: Da verlinkte das Bildblog zu meiner kleinen Kritik des ZDF-Frühstücksfernsehens und seines unsäglichen Bubble Tea-„Experten“. Damals begann in den deutschen Medien gerade die große „Gift im Bubble Tea“-Hysterie. Dieser eine Link brachte mir an einem Tag mehr als 4000 Besucher.

Man müsste öfter mal im Bildblog stehen.

Was kommt an? Meine beliebtesten Blogeinträge 2012

Folgerichtig steht dieser Beitrag auch in der 2012-Hitliste ganz oben, gleich hinter der Startseite.

Blog Seiten 2012

Zwar schon älter, aber bei den Suchmaschinen sehr beliebt waren:

Der mit Abstand populärste englische Blogeintrag dreht sich um das Thema „Bienen, Blumen und Stereotypen“ und behandelte das Phänomen der „Xicanmei“ 西餐妹, d.h. Taiwanerinnen mit westlichen Partnern.

Woher kommen sie denn? Meine Besucher aufgeschlüsselt

Google weiß vieles. Was die Sprache angeht, teilten die 49.668 Besucher 2012 sich wie folgt auf:

  • 32.214 Deutsch
  • 9.510 Englisch
  • 6.453 Chinesisch

So weit keine Überraschung: Ein primär deutschsprachiges Blog zieht auch deutschsprachige Leser an.

Und woher kamen sie? Das verrät der Standort.

  • 32.959 Deutschland, Österreich, Schweiz
  • 10.311 Taiwan
  • …unter ferner liefen: 195 China

Das heißt also: Aus Deutschland kommen auch Besucher, die nicht Deutsch als Sprache eingestellt haben. Vielleicht Taiwaner, die dort leben? Und umgekehrt: Aus Taiwan kommen viele, die nicht Chinesisch unterwegs sind. Also Deutsche und andere Expats.

Wie finden sie her?

Fast 40% der Besucher kamen 2012 per Suchmaschine. Google führt dabei das Feld mit riesigem Abstand an. Noch ein paar mehr kamen über Verweise, also Verlinkung. Dabei ist Facebook die wichtigste Quelle.

Blog Quellen 2012

Und wie wurden Sie das erste Mal auf dieses Blog aufmerksam, liebe Leser?


Ist es die Mentalität, die Kultur, gar das Wetter? Man könnte sicherlich wissenschaftliche Untersuchungen und ganze Bücher darüber schreiben, wie sich Denkweise und Prioritäten von Deutschen und Taiwanern unterscheiden.

Ich habe statt dessen ein 30-sekündiges Video erstellt.

(Bitte alles nicht so ernst nehmen. Das Schöne an Klischees ist ja: Sie haben einen wahren Hintergrund. Und es gibt immer ganz viele Ausnahmen.)

Was den Effizienz-vernarrten Deutschen in mir persönlich immer wieder ins Kopfschütteln bringt, sind diese winzigen Besen, die wohl jeder in Taiwan schon gesehen hat: Kurz und mit bunten Plastikborsten scheinen sie eher für Kinder gestaltet, aber nein: die tapferen Taiwaner fegen mit solchen Spielzeugen ihre ganze Insel. Jeden Tag. So lange, bis kein Blatt und keine Betelnuss-Schachtel mehr zu sehen sind.

Besen Taiwan

Ein schöner Lesetipp in diesem Zusammenhang ist die Liste „Du weißt, Du bist zu lange in Taiwan, wenn…“.

Und hier im Blog hatte ich vor längerer Zeit schon dazu geschrieben: Was mir in Taiwan richtig gut gefällt, und worüber ich mich ärgern kann.

Liebe Leser, die in Taiwan wohnen: Benutzen Sie auch nur noch so einen bunten Mini-Plastikbesen?


Nana (3 J.) sucht einen Deutschlehrer

Wer möchte sich in Taipeh als Privatlehrer/-in einer Dreijährigen etwas dazu verdienen?

Mich hat dieser Aufruf erreicht: Nana stammt aus Deutschland und wird von Anfang Februar bis Ende Juni bei Verwandten in Taipeh leben. Für diese Zeit sucht die Familie jemanden, der mit der Kleinen Zeit verbringt, spielt und dafür sorgt, dass sie ihr Deutsch nicht verlernt.

Taiwan Spielplatz Kinder

Nanas Vater ist Deutscher, die Mutter Taiwanerin.

Ort: Taipei City, Xinyi District, in der Nähe des Tonghua St.-Nachtmarkts.

Informationen:

條件:有耐心、細心、會德語、可以陪小朋友玩,於玩樂中以德語方式溝通。

目的:維繫Nana的德語能力。

工作時間及待遇:面議。

Wer Interesse hat, kann sich (auf Chinesisch oder Englisch) bei einer Freundin der Familie melden, über die mich der Aufruf erreicht hatte: tinachuang (at) ntnu.edu.tw