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Gesellschaft


Deutschland, Deine Vorschriften

Am Leben in Taiwan faszinieren mich besonders die kleinen und großen Unterschiede im Alltag und im Verhalten der Menschen. Würde ich ständig nur an einem Ort leben, hätte ich ja keine Vergleichsmöglichkeiten.

Restaurant Stühle Begrenzung Außengastronomie

Das ist Deutschland: In Köln hat das Ordnungsamt klare Grenzen gesetzt.

Ich denke etwa an ein italienisches Restaurant am Rande von Berlin, Stammlokal eines Freundes, bei einem meiner letzten Deutschlandbesuche. Als wir mittags einkehren wollen, sind die Wirtsleute auf 180: Der Kontrolleur vom Gesundheitsamt ist da. (mehr …)


So gefährlich ist die Welt

Tödliche Rolltreppen! Fallende Blätter! Warnungen vor Gefahren, von denen man gar nichts ahnte, sind in Taiwan überall zu sehen. Woher kommt das?

Nicht rennen! Nicht anlehnen! Festhalten! Und bitte die Schnürsenkel nicht einklemmen. Das waren so ziemlich die ersten Schilder, die ich (mehr …)


Du sollst Vater und Mutter ehren

Auch als Erwachsene richten viele Taiwaner ihr Leben noch nach den Wünschen und Ansprüchen der Eltern aus. Wie kommt das?

Senioren in Taiwan

Als ich von Deutschland nach Taiwan zog, habe ich das selbst entschieden. Wäre ich ein Taiwaner gewesen, der den umgekehrten Weg gehen will, hätte ich vielleicht zunächst auch mit über 30 das Einverständnis meiner Eltern einholen müssen.

In Taiwan ist es nämlich noch immer normal, dass Eltern auch nach der Volljährigkeit über das Leben ihrer Kinder mit entscheiden – und dass Kinder sich nach ihren Eltern zu richten haben. (mehr …)


Zuo Yuezi: Wenn Mami den Monat absitzt

Das Essen wird ins Zimmer gebracht, Besucher müssen Atemschutzmasken tragen, und wehe, man wäscht sich die Haare: So laufen in Taiwan die ersten Wochen nach der Geburt.

Baby Boomer waren gestern. Wie Deutschland hat auch Taiwan mittlerweile eine extrem niedrige Geburtenrate. In den Fünfzigern waren fünf oder mehr Kinder noch ganz normal (im Kalten Krieg wurden Soldaten gebraucht), in den Achtzigern waren es eher zwei, und seit der Jahrtausendwende sind die Zahlen abgestürzt.

Zwei kleine Kinder in Taiwan

Mit einer Ein-Kind-Politik wie in China hat das nichts zu tun, im Gegenteil – die Regierung würde gern mehr Nachwuchs sehen. (mehr …)


Bei 228 geht es nicht nur um Gedenken und Geschichte

„Die Art und Weise, wie mit diesem Gedenktag jedes Jahr aufs neue umgegangen wird, wird auf absehbare Zeit immer auch ein Anzeichen dafür bleiben, wie es um den innertaiwanischen Konsens über die eigene nationale Identität bestellt ist.“

So hatte ich 2009 hier im Blog einen Kollegen zitiert.  Kluge Worte. 228, das ist der 28. Februar, ein Gedenktag an den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand von 1947, – aber eigentlich auch an die daran anschließende Kriegsrechts-Ära, die erst Anfang der neunziger Jahre von Taiwans heutiger Demokratie abgelöst wurde.

Seit 1995 spricht jedes Jahr an diesem Tag der Präsident bei einer Gedenkzeremonie, seit 1997 ist es ein nationaler Feiertag. Und, wie gesagt: Jedes Jahr lässt sich an den Diskussionen, Demonstrationen und Reaktionen ablesen, wie es um Taiwans Selbstverständnis gerade bestellt ist.

Demonstration vor der Chiang-Kai-shek-Gedenkhalle in Taipeh

Unabhängigkeitsbefürworter demonstrieren vor der Chiang-Kai-shek-Halle

Dieses Jahr kamen zwei Faktoren dazu, die den Tag besonders aufgeladen haben: (mehr …)


Hilfe für Taiwans südostasiatische Arbeiter

Um die oft schwierige Situation südostasiatischer Gastarbeiter ging es hier schon mehrmals. In einem Fall kann ich nun Fortschritte vermelden.

Irgendwann im Hauptbahnhof von Taipeh: „Ganz schön viel los heute“ denke ich, als die große Schalterhalle betrete, um mir eine Fahrkarte zu kaufen. Hunderte Menschen sitzen in dem riesigen Raum auf dem Fußboden und unterhalten sich. Wo wollen die alle hin?

Taipeh Bahnhof Arbeiter

Erst, als ich genauer hinsehe, merke ich: Die Leute, die hier grüppchenweise zusammensitzen, warten nicht auf einen Zug. (mehr …)


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