Politik


With exactly one month to go until Taiwan’s presidential and legislative elections on January 14, I want to share some good sources of English information about what is going on.

Except for the party homepage, I am not aware of more English info by the KMT. I also did not find anything from the PFP. Suggestions are welcome.

I am a German reporter living and working in Taiwan. Click here for more English posts on this otherwise mostly German blog. You can also follow me on Twitter, Facebook, Google Plus and Plurk.

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Ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Taiwan würde Deutschen, die hier leben, eine Menge Umstände ersparen. Und Taiwanern in Deutschland wohl auch.

Natürlich stand auch in diesem Fall Deutschlands unselige “Ein-China-Politik” einer schnellen Lösung im Weg, denn solche Abkommen werden normalerweise auf völkerrechtlicher Ebene abgeschlossen.

Auch die Schweiz musste dieses Jahr in die Trickkiste greifen, um eine Lösung zu finden.

Das Thema steht in Berlin schon lange auf der Tagesordnung. So forderte 2002 die FDP-Fraktion ein Doppelbesteuerungsabkommen. Und auf eine Anfrage von Taiwan freundlich gesinnten Grünen-Abgeordneten teilte das Auswärtige Amt 2008 mit (PDF):

Die Bundesregierung führt mit Taiwan Verhandlungen über eine Vermeidung der Doppelbesteuerung. Die Verhandlungen gestalten sich auch deshalb zeitaufwändiger als vergleichbare Verhandlungsprozesse, weil die Bundesregierung ihrer Ein-China-Politik Rechnung zu tragen hat. (…) Wann es genau zu einem Abschluss der Verhandlungen kommt, ist deshalb nicht absehbar.

Das Warten hat offenbar bald ein Ende. Aus sicherer Quelle in Berlin wurde mir mitgeteilt:

Mittlerweile liegt der Vertragstext zu einem Abkommen mit Taiwan zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerkürzung hinsichtlich der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen als abgestimmter Entwurf vor. Im Hinblick auf das besondere Verhältnis zu Taiwan wird dieses Abkommen nicht als völkerrechtlicher Vertrag abgeschlossen werden. Das Abkommen wird von den Leitern des Deutschen Instituts in Taipeh und der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet werden. Dies entspricht den Verfahren, die andere westliche Staaten im Verhältnis zu Taiwan praktizieren, z.B. Niederlande, Großbritannien und Belgien. Damit wird die innerstaatliche Umsetzung nicht, wie für völkerrechtliche Vereinbarungen vorgesehen, auf Art. 59 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz (GG) gestützt werden. Die innerstaatliche Umsetzung soll vielmehr auf der Grundlage von Art. 105, 108 Absatz 5 GG im Rahmen eines nationalen Steuergesetz erfolgen. Das Doppelbesteuerungsabkommen soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden und dann 2012 in Kraft treten.

Na, das sind doch mal gute Nachrichten!

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Das könnte auch lesenswert sein: “Wir sind immer ein bisschen mutiger als die Regierung”: Taiwans Freunde im Bundestag

Ein aktuelles Interview zur deutschen Taiwan-Politik

Es ist ja trotz “Ein-China-Politik” nicht so, dass alle deutschen Politiker Taiwan komplett ignorieren. So gibt es im Bundestag eine deutsch-taiwanische Parlamentariergruppe (die offiziell “Freundeskreis Berlin-Taipeh” heißen muss). Über 50 Abgeordnete haben sich dort zusammengefunden, und mindestens ein- oder zweimal im Jahr kommen einige von Ihnen nach Taiwan, um hier Kontakte zu pflegen und sich ein Bild von den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu machen.

Zum Nationalfeiertag am 10. Oktober war gerade eine fünfköpfige Delegation für eine Woche vor Ort:

Niemand wollte offenbar den Verdacht aufkommen lassen, es sei etwas anderes als eine Arbeitsreise. Ich habe das Programm gesehen: Von der Landung am Freitag bis zum Abflug heute Abend reihte sich für die Palamentarier ein Programmpunkt an den anderen, von etwa 8 Uhr morgens bis in den Abend war die Zeit jeden Tag komplett verplant.

Neben der 10/10-Parade vor dem Präsidentenpalast standen u.a. Treffen mit Präsident Ma Ying-jeou, Außenminister Timothy Yang und Parlamentspräsident Wang Jin-pyng auf der Tagesordnung, und ein Termin bei der Oppositionspartei DPP. Als allerletztes sollte es dann heute noch auf das Taipei 101 gehen.

Ich hatte heute Vormittag Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises zu führen: Für Klaus-Peter Willsch, CDU-Abgeordneter aus Hessen, war es der zweite Taiwan-Besuch. Zu seiner ersten Reise im April hatte ich hier schon einmal über ihn und den Freundeskreis geschrieben.

Das Interview stelle ich nun ganz frisch online zum Nachhören. Meine erste Frage: Wie kommt es, dass ein Bundestagsabgeordneter sich für Taiwan interessiert?

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Seit 2010 Vorsitzender des Freundeskreises Berlin-Taipeh: Klaus-Peter Willsch MdB (Quelle: CDU)

Die “Big Five”, auf die Willsch sich bezieht, sind: Taiwans Präsident, Vizepräsident, Premierminister, Außen- und Verteidigungsminister. Für diese (demokratisch legitimierten!) Politiker gilt ein inoffizielles Einreiseverbot in die EU – “Ein-China-Politik” sei Dank. Nicht nur Willsch findet das “nicht in Ordnung”.

Gegründet 1989, hatte der Parlamentarische Freundeskreis Berlin-Taipeh im Februar dieses Jahres 56 Mitglieder: 40 aus den Reihen der CDU/CSU, sieben von der SPD, sieben von der FDP und zwei von Bündnis 90/Die Grünen.

Liebe Leser, welche Aussage aus dem Interview findet Ihr am Interessantesten? Was würdet Ihr unseren Volksvertretern gerne in Sachen Taiwan gern mit auf den Weg geben?

In den vergangenen Wochen gab es zwei große Taiwan-Themen, über die ich im deutschen Radio berichten konnte.

Da war einmal der Nationalfeiertag am 10. Oktober. Gefeiert wurden 100 Jahre – was eigentlich? Jedenfalls nicht “100 Jahre Taiwan”, denn die Insel gibt es schon ein bisschen länger, und einen Staat diesen Namens offiziell gar nicht.

Um Taiwans Situation zu begreifen, muss man den Begriff “Republik China” kennen. Was es damit auf sich hat, dazu steht ja auf dieser Seite schon ein kleiner geschichtlicher Abriss. Wie die Menschen hier sich als Taiwaner und/oder Chinesen definieren, darüber habe einen zehnminütigen Bericht für den WDR erstellt:

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Und dann war da noch das Dauerthema der amerikanischen Waffenlieferungen an Taiwan. Was haben die Chinesen sich mal wieder aufgeregt! Dabei hat Obama Taiwans größten Posten auf dem Wunschzettel mal wieder ignoriert – statt neuer F16-Flugzeuge sollen nur die alten aufgemotzt werden. So sind irgendwie alle nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, einschließlich der US-Opposition.

Meinen Beitrag für den Deutschlandfunk kann man nachlesen oder gleich hier hören:

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Nachtrag: Taiwaner oder Chinesen? Eine lesenswerte Typologie in meinem deutschen Lieblingsblog von Ludigel.

Morgen Abend wird fein gespeist in einer Wannsee-Villa, man wird sich beraten, Abkommen unterzeichnen und gegenseitig seiner Wichtigkeit versichern. So geht es zu, wenn Chinas Premierminister Wen Jiabao mit 13 Ministern zu den ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen nach Berlin kommt. China ist eine Diktatur, aber für Deutschland ein zu wichtiger Handelspartner, um nicht den roten Teppich auszurollen.

Taiwan dagegen ist eine Demokratie, ein wichtiger Handelspartner, aber nicht wichtig genug, um das „gute Verhältnis“ mit China zu trüben. So kommt es, dass die Bundesregierung Taiwans Demokratie mit Missachtung straft, während sie ansonsten gern weltweit für Demokratie und Selbstbestimmung eintritt, vom Kosovo bis zum Südsudan. (weiterlesen …)

Nachtrag, 9.6.: Ein Bericht in der taz.

Auf der Facebook-Seite von Taiwans Präsidentschaftskandidatin Tsai Ing-wen (DPP) kann man in hunderten Kommentaren gerade einen Eindruck davon bekommen, was ihre Unterstützer über Deutschland denken. Modern, fortschrittlich und sogar freundlich – so äußern sich die meisten über das ferne Land, das Tsai von Montag bis Mittwoch dieser Woche besucht hat. Inzwischen ist sie nach London weitergereist.

Offiziell diente die Berlinvisite vor allem dazu, mehr über Deutschlands Energie- und Atompolitik zu erfahren. Tsai peilt für den Fall ihrer Wahl den Atomausstieg Taiwans bis zum Jahr 2025 an. Es ist eines der wenigen Themen, in denen sie sich bereits klar festgelegt hat. Da aber nur wenige Taiwaner sich vorstellen können, dass erneuerbare Energien die Lücke schließen können, kommt Merkels Entscheidung, Deutschlands Atomausstieg nun doch nicht zu blockieren, Tsai für den Wahlkampf gerade recht. Ihr Tenor in Interviews: „Wenn eine große Industrienation wie Deutschland das kann, dann wir auch!“

Natürlich geht es auch darum, Zweifel an der Präsidenten-Tauglichkeit auszuräumen und Bilder nach Taiwan zu liefern, in denen Tsai sich als weltgewandte Repräsentantin Taiwans inszeniert, die sich auf Augenhöhe mit europäischen Politikern trifft. Reichstagsgebäude und der Berliner Hauptbahnhof sind nicht nur grüne Aushängebauten, sie geben auch prima Fotokulissen ab, und Tsai hat ganz offenbar einen begabten Fotografen im Team. Mehr als hundert Bilder stehen in fleißig kommentierten Fotogalerien auf Tsais Facebook-Seite. Der Kontakt zu jungen Wählern ist zentral für ihre Kampagne.

Immer, wenn einer der Ihren wichtigen Ausländern die Hand schütteln kann, geht den leidgeprüften Taiwanern das Herz auf – so sehr sind sie daran gewohnt, auf internationalem Parkett ignoriert oder nicht für voll genommen zu werden. (weiterlesen …)

Taiwan’s first female candidate for president, Tsai Ing-wen of the Democratic Progressive Party (DPP), explains her ideas for putting cross strait relations on a multilateral basis, and about Taiwan’s trade relations with China.

After winning the DPP’s primaries, Tsai’s candidacy was confirmed on 27 April, 2011. Taiwan’s elections for President and Parliament are scheduled for 14 January, 2012.

On 23 April, 2011, Tsai met members of Taiwan’s international community to talk about her policy plans.

“A new generation of cross-strait relations”
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“No exceptions for China”
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“We need judicial reform”
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Videos of the whole event can be seen here. Learn more in blogs here (David on Formosa) or here (Letters from Taiwan).

Tsai will be running against incumbent President Ma Ying-jeou (KMT), who has also given English press conferences in the past.

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I might be updating this and posting more videos in the future.

Other posts you might want to have a look at:

Cheap labor, no rights? Taiwan’s 2nd class foreigners

Jingmei Prison shows how Taiwan does not deal with its past

The strange case of Hsu Hsin-liang, who says he wants to run for President

Update in English, 30 Apr, 2011:

After visiting Taiwan together with three other liberal Members of the European Parliament (see below) and meeting President Ma as well as DPP politicians, former Estonian Foreign Minister Kristiina Ojuland issued a remarkable press statement:

One-China policy has got no future in long term

The European Union is facing impressive economic developments in Taiwan, which has become the driving force for democracy and economic growth in the Far-East region (…)

Nevertheless, negotiations on the FTA can only be successfully concluded, when Taiwan keeps retaining a moratorium on death penalty (…)

In long term perspective the One-China policy is not and cannot be in the interest of the EU.

Now, while I personally oppose the Death Penalty on principle, I dislike the EU’s double standards when criticizing Taiwan while more or less tolerating executions in the US or Japan, not to mention the thousands of prisoners being killed in China every year.

More important, however, is the open questioning of the EU’s fatal “One-China policy”. While the European Parliament is probably the least powerful of the three major EU institutions, and the Liberals constitute but a minority fraction, it is good to see some common sense shining through once in a while.

Drei leibhaftige CDU-Bundestagsabgeordnete und eine FDP-EU-Parlamentarierin sind zur Zeit auf Einladung der Regierung in Taiwan. Darunter Klaus-Peter Willsch, der Vorsitzende des “Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipei” – in Ermangelung diplomatischer Beziehungen eines der wichtigsten Gremien, um überhaupt politische Kontakte zwischen Taiwan und Deutschland zu haben.

Nach einem Treffen mit Ma Ying-jeous Ehefrau Chow Mei-ching im November in Berlin sagte Willsch angesichts des deutschen Einreiseverbots für Präsident Ma: „Es ist bedauerlich, dass Repräsentanten eines demokratischen Landes, das vorbildlich für die gesamte Region ist, politisch sprichwörtlich links liegen gelassen wird. Aber wir müssen das Beste daraus machen.” Worte, wie man sie aus der deutschen Politik gern öfter hören würde – anstelle der üblichen Ein-China-Appeasements, wie die Bundesregierung sie seit Jahr und Tag von sich gibt.

Pressemitteilung des Taiwan/ROC-Außenministeriums:

A Delegation from the Germany-Taiwan Parliamentary Friendship Group Visits Taiwan

At the invitation of the Ministry of Foreign Affairs of the Republic of China (Taiwan), Parliamentarian Klaus-Peter Willsch, Chair of the Germany-Taiwan Parliamentary Friendship Group, leads a five-member delegation to Taiwan from April 26 to 30, 2011.

(weiterlesen …)

It seems quite natural that someone who has been head of the DPP twice is now competing for its Presidential nomination. However, the closer one looks at the case of Hsu Hsin-liang (許信良), the more unsusual it appears to be.

For example, a Chinese dissident has mentioned Hsu’s name in connection with alleged plans for a Beijing-funded political organization, to be established as a puppet party in Taiwan after the 2012 Presidential elections (see below).

He has also been called a “DPP turncoat” whose “position in the election primary is exactly the same as the KMT’s.”

Hsu admitted he has a slim chance of winning the primaries, but said he wants to “make society care about the issues I hold close to my heart. (…) This is my motive; I have no other motives.”

Some of his political views are far removed from DPP mainstream.

Taipei Times

Asked about his views on cross-strait relations, including Chinese pressure on Taiwan’s international space, Hsu said: “I only care about social welfare and everything else comes second.”

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This video is an excerpt from the first TV debate between the three DPP candidates for the Presidential ticket, broadcast on April 9, 2011. There were two more on April 13 and 16, and a last one will follow on April 20. The DPP wants to settle on a candidate by May 4.

Although it looks like the race will be between political heavyweights Tsai Ing-wen and Su Tseng-chang, Hsu manages to steal the limelight and make a lot of headlines.

(weiterlesen …)

Internet-Fernsehtipp zu Taiwan:

Liebe Mitglieder und Freunde der Bambusrunde,

wir möchten Sie auf folgende Aufzeichnung einer Sendung bei EinsExtra hinweisen:

Ulrich Timm im Gespräch mit Prof. Rolf Langhammer – Das EinsExtra-Thema: Wirtschaftsraum Asien, vom Freitag, den 26. März 2011 um 20:15 Uhr.

(Anmerkung: Rudolf Langhammer ist Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel.)

Am Anfang des Gesprächs wird auf die aktuelle Auswirkungen der Katastrophe in Japan und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den gesamten asiatischen Wirtschaftsraum eingegangen.

Ab ca. 11 Minuten und 30 Sekunden der Aufzeichnung beginnt ein interessanter Teil über Taiwan und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Wirtschaftlichen Rahmenvertrages ECFA auf die Beziehungen zwischen Taiwan und der V.R. China.

Den aufgezeichneten Videostream können Sie noch bis zum 1. April 2011 hier im Netz aufrufen.

—–
Taiwan-Freundeskreis Bambusrunde e.V.
www.bambusrunde.de

 

Auch in Taiwan sind die Nachwirkungen der Erdbeben-Tsunami-AKW-Katastrophe in Japan zur Zeit natürlich Medienthema Nummer Eins. Bilder vom Kernkraftwerk Fukushima laufen auf allen Nachrichtensendern. Ob Kernschmelze oder nicht – auch in Taiwan wird nun wohl die Diskussion um die Sicherheit der heimischen Atomkraftwerke wieder beginnen. Denn Erdbeben und Tsunamis könnten auch hier jederzeit für Verwüstungen sorgen.

AKW im Badeparadies: Taiwans drittes Kernkraftwerk Maanshan liegt mitten im idyllischen Nationalpark Kenting an der Südspitze der Insel.

Zu diesem Thema habe ich einen Bericht für die Nachrichtenagentur dapd geschrieben, der unter anderem bei Yahoo online steht und heute vielleicht auch noch den Weg in die eine oder andere Sonntagszeitung findet:

Erdbeben in Japan lässt Atomdiskussion in Taiwan wieder aufleben

Dass die Erde immer wieder mal bebt, daran haben die Menschen in Taiwan sich gewöhnt. Und an billigen Atomstrom auch. Drei Kernkraftwerke mit sechs Reaktoren sind in Betrieb, ein viertes im Bau. Dabei liegt die Insel von der Größe Baden-Württembergs in einer der am häufigsten von Erdbeben heimgesuchten Regionen der Welt und wird auch von Tsunamis bedroht. Eine Katastrophe wie im 2.300 Kilometer entfernten Fukushima könnte auch hier passieren, befürchten Atomkraftgegner. Doch die meisten Taiwaner haben bislang wenig Angst vor der Kernenergie.

Als der Tsunami sich am Freitag von Japan über den Pazifik wälzte, herrschte auch in Taiwan Alarmzustand. Der Präsident machte sich ins Krisenzentrum auf, Straßen wurden gesperrt, Strände geräumt. Besonders die Nordküste galt als gefährdet. Doch Taiwan hatte Glück. (weiterlesen …)

Passend zu US-Staatsbesuch von Chinas Präsident Hu Jintao habe ich für die Nachrichtenagentur dapd einen Text über die Situation Taiwans bzw. der Republik China geschrieben. Veröffentlicht wurde er u.a. hier und hier und hoffentlich auch in einigen Zeitungen, die nicht alles online stellen. Wer weitere Fundstellen kennt – bitte um kurze Nachricht.

Wo Demokratie auf Chinesisch funktioniert

Die „Republik China“ auf Taiwan ist Peking ein Dorn im Auge – US-Waffenlieferungen Thema beim Gipfeltreffen in Washington

Taiwans größte Touristenattraktion sorgt dieses Jahr für Verwirrung. Seit dem spektakulären Silvesterfeuerwerk prangt in 20 Meter hohen Leuchtbuchstaben „100 ROC“ an der Fassade des bambusförmigen Taipei 101, bis vor kurzem der höchste Wolkenkratzer der Welt. „100 Jahre Republic of China“ – welche Bedeutung dieses Jubiläum hat, ist den meisten Besuchern nicht bekannt.

Gerade mal so groß wie Baden-Württemberg, ist Taiwan seit über 60 Jahren potentieller Krisenherd und Mittelpunkt eines vertrackten Beziehungsdreiecks. Beteiligt ist neben der Volksrepublik China und den USA die Republik China – ein Staat, der für die internationale Diplomatie eigentlich gar nicht mehr existiert, (weiterlesen …)

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