Ein aktuelles Interview zur deutschen Taiwan-Politik
Es ist ja trotz "Ein-China-Politik" nicht so, dass alle deutschen Politiker Taiwan komplett ignorieren. So gibt es im Bundestag eine deutsch-taiwanische Parlamentariergruppe (die offiziell "Freundeskreis Berlin-Taipeh" heißen muss). Über 50 Abgeordnete haben sich dort zusammengefunden, und mindestens ein- oder zweimal im Jahr kommen einige von Ihnen nach Taiwan, um hier Kontakte zu pflegen und sich ein Bild von den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu machen.
Zum Nationalfeiertag am 10. Oktober war gerade eine fünfköpfige Delegation für eine Woche vor Ort:
Angelika Krüger-Leißner (SPD, stellv. Vorsitzende der Gruppe)
Anita Schäfer (CDU, Vorsitzende Deutsch-Chinesische Gesellschaft - Freunde Taiwans)
Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen, stellv. Vorsitzender der Gruppe)
Klaus-Peter Willsch (CDU, Vorsitzender der Gruppe)
Claudia Winterstein (FDP)
Niemand wollte offenbar den Verdacht aufkommen lassen, es sei etwas anderes als eine Arbeitsreise. Ich habe das Programm gesehen: Von der Landung am Freitag bis zum Abflug heute Abend reihte sich für die Palamentarier ein Programmpunkt an den anderen, von etwa 8 Uhr morgens bis in den Abend war die Zeit jeden Tag komplett verplant.
Neben der 10/10-Parade vor dem Präsidentenpalast standen u.a. Treffen mit Präsident Ma Ying-jeou, Außenminister Timothy Yang und Parlamentspräsident Wang Jin-pyng auf der Tagesordnung, und ein Termin bei der Oppositionspartei DPP. Als allerletztes sollte es dann heute noch auf das Taipei 101 gehen.
Ich hatte heute Vormittag Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises zu führen: Für Klaus-Peter Willsch, CDU-Abgeordneter aus Hessen, war es der zweite Taiwan-Besuch. Zu seiner ersten Reise im April hatte ich hier schon einmal über ihn und den Freundeskreis geschrieben.
Das Interview stelle ich nun ganz frisch online zum Nachhören. Meine erste Frage: Wie kommt es, dass ein Bundestagsabgeordneter sich für Taiwan interessiert?
[audio:http://www.intaiwan.de/wp-content/uploads/2011/10/Interview_Klaus-Peter_Willsch.mp3|titles=Interview mit Klaus-Peter Willsch, 13.10.2011]
[caption id="attachment_2120" align="alignnone" width="231" caption="Seit 2010 Vorsitzender des Freundeskreises Berlin-Taipeh: Klaus-Peter Willsch MdB (Quelle: CDU)"][/caption]
Die "Big Five", auf die Willsch sich bezieht, sind: Taiwans Präsident, Vizepräsident, Premierminister, Außen- und Verteidigungsminister. Für diese (demokratisch legitimierten!) Politiker gilt ein inoffizielles Einreiseverbot in die EU - "Ein-China-Politik" sei Dank. Nicht nur Willsch findet das "nicht in Ordnung".
Gegründet 1989, hatte der Parlamentarische Freundeskreis Berlin-Taipeh im Februar dieses Jahres 56 Mitglieder: 40 aus den Reihen der CDU/CSU, sieben von der SPD, sieben von der FDP und zwei von Bündnis 90/Die Grünen.
Liebe Leser, welche Aussage aus dem Interview findet Ihr am Interessantesten? Was würdet Ihr unseren Volksvertretern gerne in Sachen Taiwan gern mit auf den Weg geben?
Ein aktuelles Interview zur deutschen Taiwan-Politik
Es ist ja trotz “Ein-China-Politik” nicht so, dass alle deutschen Politiker Taiwan komplett ignorieren. So gibt es im Bundestag eine deutsch-taiwanische Parlamentariergruppe (die offiziell “Freundeskreis Berlin-Taipeh” heißen muss). Über 50 Abgeordnete haben sich dort zusammengefunden, und mindestens ein- oder zweimal im Jahr kommen einige von Ihnen nach Taiwan, um hier Kontakte zu pflegen und sich ein Bild von den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu machen.
Zum Nationalfeiertag am 10. Oktober war gerade eine fünfköpfige Delegation für eine Woche vor Ort:
Niemand wollte offenbar den Verdacht aufkommen lassen, es sei etwas anderes als eine Arbeitsreise. Ich habe das Programm gesehen: Von der Landung am Freitag bis zum Abflug heute Abend reihte sich für die Palamentarier ein Programmpunkt an den anderen, von etwa 8 Uhr morgens bis in den Abend war die Zeit jeden Tag komplett verplant.
Neben der 10/10-Parade vor dem Präsidentenpalast standen u.a. Treffen mit Präsident Ma Ying-jeou, Außenminister Timothy Yang und Parlamentspräsident Wang Jin-pyng auf der Tagesordnung, und ein Termin bei der Oppositionspartei DPP. Als allerletztes sollte es dann heute noch auf das Taipei 101 gehen.
Ich hatte heute Vormittag Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises zu führen: Für Klaus-Peter Willsch, CDU-Abgeordneter aus Hessen, war es der zweite Taiwan-Besuch. Zu seiner ersten Reise im April hatte ich hier schon einmal über ihn und den Freundeskreis geschrieben.
Das Interview stelle ich nun ganz frisch online zum Nachhören. Meine erste Frage: Wie kommt es, dass ein Bundestagsabgeordneter sich für Taiwan interessiert?
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Seit 2010 Vorsitzender des Freundeskreises Berlin-Taipeh: Klaus-Peter Willsch MdB (Quelle: CDU)
Die “Big Five”, auf die Willsch sich bezieht, sind: Taiwans Präsident, Vizepräsident, Premierminister, Außen- und Verteidigungsminister. Für diese (demokratisch legitimierten!) Politiker gilt ein inoffizielles Einreiseverbot in die EU – “Ein-China-Politik” sei Dank. Nicht nur Willsch findet das “nicht in Ordnung”.
Gegründet 1989, hatte der Parlamentarische Freundeskreis Berlin-Taipeh im Februar dieses Jahres 56 Mitglieder: 40 aus den Reihen der CDU/CSU, sieben von der SPD, sieben von der FDP und zwei von Bündnis 90/Die Grünen.
Liebe Leser, welche Aussage aus dem Interview findet Ihr am Interessantesten? Was würdet Ihr unseren Volksvertretern gerne in Sachen Taiwan gern mit auf den Weg geben?