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Entries tagged with “Bubble Tea”.


Taiwan-Splitter aus deutschen Blogs

Rezept der Woche

Beim Heimaturlaub ist Ludigel in einer Lokalzeitung auf eine gar lustige Idee gestoßen: Bubble Tea zum Selbermachen.

Apfelsaft und dann Gummibärchen reinwerfen, schrieben sie da. Klingt ja nett, so als Pittiplatsch für Fünfjährige, hat aber mit Bubbletea nix zu tun. Ist etwa so als ob man vorschlägt, einen halben Liter Reisschnaps mit Eigelb und Sahne oben drauf als echtes deutsches Bier zu verkaufen.

Taiwan dentist

Außerdem ist er in Taipeh mit Junior bei einem Kinderzahnarzt gewesen, der sich auf Star Wars-Memorabilia spezialisiert hat.

Gleichberechtigung der Woche

Beim Blog des deutschen Radioprogramms von RTI ist der Autor auf einen Wickelraum gestoßen, der nicht in der Damentoilette vesteckt, sondern auch Vätern zugänglich ist.

Und sonst?

Marc alias Ein Hesse in Taiwan berichtet vom Taroko-Trip mit seinen Eltern und einem Gecko im Hotelzimmer.

Gaby hat im Baoan-Tempel von Taipeh stimmungsvolle Fotos gemacht.

Vor einem Jahr…

…habe ich hier über Ahnenverehrung in Taiwan geschrieben.

Vor zwei Jahren…

…ist die erste Folge meiner Taiwan-Kolumne erschienen.

Zeitungsartikel Taiwan

Vor drei Jahren…

…habe ich mich darüber gefreut, dass die World Games in Kaohsiung so schön waren. Ein Eintrag, der mir noch heute aus der Seele spricht.

World Games Kaohsiung tug-of-war

Ich empfehle auch einen regelmäßigen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Weitere deutschsprachige Taiwan-Informationsquellen nenne ich hier. Und Hinweise auf alles, was ich übersehen habe, sind immer willkommen.


Schweigen im Bloggerwald

Sind schon alle im Urlaub, oder liegt es an der EM? Es war eine ruhige Woche in der deutschen Taiwan-Blogosphäre.

Wenn das so weiter geht, findet diese Blogschau im Sommer vielleicht nur alle zwei Wochen statt.

Assoziationskette der Woche

Luo2 You1 macht sich ein paar Gedanken über McDonald’s nicht unumstrittene Bubble Tea-Werbekampagne in Deutschland, kommt auf das japanische Erbe in Taiwan und Besonderheiten der taiwanesischen Sprache zu sprechen und endet mit einem Foto des wohl schönsten Toilettenhäuschens von Taiwan. Puh.

Ein Stück Niedersachsen in Taipeh: Ein Militaria-Laden in Ximending verkauft solche Helme. Ob die auch Scooter-tauglich sind? Die schwarzen Mützen mit dem Totenkopf-Emblem aus dem Regal darüber bilde ich hier lieber nicht ab.

Trip der Woche

Marc alias „Ein Hesse in Taiwan“ hat Strandurlaub auf den Philippinen gemacht. Auf den Billigairline-Flügen dorthin wird offenbar gern mal das Gepäck geplündert. Er verrät, wie er sich dagegen geschützt hat. Außerdem schildert Marc, wie der kürzliche Tropensturm ihn dann doch nicht getroffen hat und gibt bekannt, dass er Taiwan bald wieder verlassen wird. Schade!

Ich empfehle auch ab und zu einen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Und Tipps für interessante Blogeinträge sind immer willkommen.


Ist McDonald’s Bubble-Tea-Werbung rassistisch?

Ob das die Art Aufmerksamkeit ist, die McDonald’s Deutschland sich für seinen Bubble Tea-Verkaufsstart gewünscht hat?

Die neue Werbekampagne kommt nicht nur ungefähr so grellbunt und aufdringlich daher wie das, was in Deutschland als Bubble Tea gilt. Viele Asiaten sowie Deutsche und Amerikaner asiatischer Abstammung finden das Spiel mit Klischees alles andere als lustig.

Bubble Tea gibt's in Deutschland mittlerweile wirklich überall. Aber was sind das für Farben?

Einer der meistgelesenen Beiträge auf diesem Blog: Wie Bubble Tea in Deutschland ankam

Was so durch die Social Media-Kanäle (insbesondere Twitter) geht, habe ich hier mal mit Storify zusammengefasst.

(mehr …)


Mehr als Blasentee: Wie der Bubble Tea nach Deutschland kam

Im Jahr 2009 war ich meiner Zeit voraus! Mein erster Bericht über Bubble Tea, als er in Deutschland noch quasi unbekannt war:

Bubble Tea jetzt auch in Hamburg

Unglaublich – kaum bin ich von Hamburg nach Taiwan gezogen, machen Taiwaner in Hamburg einen Laden für Bubble Tea auf – schreibt die Welt.

Ihr Daheimgebliebenen, auf geht’s! Wer Bubble Tea nicht kennt, hat Taiwan verpennt.

Man nennt dieses leckere Getränk übrigens auch 珍珠奶茶 zhenzhu naicha oder Perlen-Milchtee. Die „Perlen“ sind Kugeln, die aus Tapiokastärke gekocht werden, eine Fruchtgummiartige Konsistenz haben und eigentlich nach nichts besonderem schmecken.

Sie werden durch extradicke Stohhalme aufgesaugt und schmecken nur, wenn sie frisch gekocht sind – wohl einer der Gründe, warum dieses Getränk sich bisher in Deutschland nicht so recht durchsetzen konnte.

Goeran Tee

Austauschschüler Göran ist in Taiwan auch auf den Geschmack gekommen. Man beachte die Getränkekarte in der Bildmitte.

Klassischerweise trinkt man sie aus oben zugeschweißten Halbliter-Plastikbechern mit kalten Milchtee, mehr oder weniger stark gesüßt, mit oder ohne Eiswürfel. Es gibt hier unzählige Variationen mit grünem Tee, Ingwer, Früchten usw. Und es gibt wirklich an fast jeder Straßenecke einen Laden. Ein Becher kostet um die einen Euro, meist weniger.

Mir schmeckt Bubble Tea am besten, wenn es so richtig heiß ist. Und im Moment ist es heiß. Ich glaube, ich gehe gleich mal raus…

Bubble Tea in Deutschland und Taiwan

Einige Informationen über Bubble Tea, die ich rückblickend im Jahr 2012 aufgeschrieben habe:

Hätte ich den Trend richtig eingeschätzt, hätte ich vielleicht ein Vermögen machen können. Oder auch nicht. Bei meiner ersten Taiwan-Reise 2008 fielen mir schnell zahllose kleine Geschäfte auf, die nichts anderes verkaufen als Tee-Mixgetränke. Vergleichbar mit kleinen Eiscafés hierzulande, manchmal auch nur mit einer Theke zum Straßenverkauf, sind sie vor allem für Schüler und Studenten beliebte Anlaufstellen.

Bubble Tea Taiwan Glass

Tapioka-Perlen im Tee

Absoluter Verkaufsrenner: Sogenannter Perlen-Milchtee, auch bekannt als Bubble Tea. In einem durchsichtigen Plastikbecher schwappt mindestens ein halber Liter Schwarztee mit Milch – meist kalt, je nach Witterung auch mit Eiswürfeln. Wer nun zum ersten Mal den extradicken Strohhalm durch die Deckelfolie stößt und kräftig ansaugt, erlebt eine Überraschung: Der Tee hat es in sich. Eine Handvoll fingernagelgroßer dunkler Kügelchen liegt auf dem Boden des Bechers, und eine nach der anderen schießt durch den Strohhalm in den Mund. Wie sie sich dort anfühlen, lässt sich schwer beschreiben: Schwabbelig, aber fest genug, um sie zu kauen – irgendwo zwischen Gummibärchen und Wackelpudding.

Diese „Perlen“ (oder Bubbles) sind im Idealfall ein ganz natürliches Produkt und werden mehrmals täglich frisch aus Stärke gekocht, die aus der Tapioka-Pflanze gewonnen wird. Dazu kommt auf Wunsch noch ordentlich Zucker, so dass ein „Bubble Tea“ kalorientechnisch durchaus eine Mahlzeit ersetzen kann. Im Sommer kaufe ich mir gern ab und zu einen Becher.

Wer erfand den Bubble Tea?

Um den Ursprung dieses Getränks ranken sich viele Geschichten, und mehrere Teehäuser nehmen für sich in Anspruch, Mitte der Achtziger den Perlentee erfunden zu haben. Zum Beispiel Chun Shui Tang (春水堂) in Taichung.

Chun Shui Tang Bubble Tea Taichung Taiwan 春水堂

Sicher ist, dass er Taiwan im Sturm eroberte und dann nach und nach in die Welt getragen wurde. Zunächst nach Kalifornien, wo viele Einwanderer aus Taiwan leben.

Als ich 2009 in Taipeh für den NDR einen Bericht über einen norddeutschen Austauschschüler drehte, ließ ich ihn auch Bubble Tea trinken und musste natürlich extra erklären, was das ist. (Video: Schüler auf Austausch in Taiwan)

Bubble Tea in Deutschland? Wer weiß…

Ob das auch in Deutschland ankommen würde? Eher nicht, dachte ich mir. Und wenn, dann nur während der Sommermonate und vielleicht auf Jahrmärkten. Also blieb ich dem Journalismus treu, statt aufs Perlenkochen umzusatteln.

Drei Jahre später sieht es so aus, als ob ich mich getäuscht habe. In Berlin, Hamburg und München sind in der letzten ein, zwei Jahren reihenweise Bubble Tea-Läden an den Start gegangen, und bei schönem Wetter stehen die Teenager Schlange. Sogar aus beschaulichen Städten wie Trier oder Karlsruhe werden Neueröffnungen gemeldet.

Natürlich freut es mich, dass Taiwan auf diesem Weg in der öffentlichen Wahrnehmung ein bisschen an Profil gewinnt. Trotzdem verkneife ich mir bei meinen Deutschlandbesuchen meist den Kauf. Das liegt zum einen am Preis. Wer in Taiwan den Becher für 50 Cent bekommt, gibt in Deutschland ungern drei Euro aus. Zum anderen scheinen die deutschen Trinker sich für möglichst abwegige Geschmacks- und Farbkombinationen zu begeistern, die in Taiwan völlig unbekannt sind. Im Litschi-Mango-Tee mit Kiwi-Joghurt-Perlen finden sich vermutlich mehr Farbstoffe als Tee.

Bubble Tea: Die Situation in Deutschland heute

Der Trend scheint mittlerweile im Abflauen, zu sein. Eine Marktbereinigung findet statt: Bubble Tea: Ist der Trend vorbei?

Nicht ganz unschuldig daran war die mediale Hysterie um angebliche Giftstoffe im Bubble Tea: Panikmache im ZDF, oder Gift im Bubble Tea?