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Demonstrationen in Taiwan nach Tod eines Soldaten

Jahrzehntelang war es der Stolz der Nation, doch derzeit hat Taiwans Militär einen ganz schweren Stand. Wohl mehr als 200.000 Taiwaner, etwa ein Prozent der Bevölkerung, gingen neulich in Taipeh auf die Straße und protestierten gegen die Zustände in ihrer Armee. Kaum eine andere Demonstration der letzten Jahre hatte so einen Zulauf.

Video der Demo vom 3. August 2013:

Grund für den Volkszorn war der Tod eines 24-Jährigen Rekruten im Militärgefängnis. Nur wenige Tage vor Ende seines Wehrdienstes war Hung Chung-chiu verknackt worden, weil er ein Kamerahandy in die Kaserne mitgenommen hatte. Das ist streng verboten, weil Taiwans Militär chinesische Spionage fürchtet.

Taiwan Wehrdienst Rekruten

Kameras bleiben im entscheidenden Moment schwarz

In der Haft wurde Hung offenbar so hart geschliffen und malträtiert, dass er nach fast einer Woche an Hitzschlag starb. Solche Fälle kommen ab und zu vor, aber diesmal wurden Medien und Öffentlichkeit aufmerksam. Die Angehörigen forderten eine Untersuchung und Bestrafung der Verantwortlichen. Das Verteidigungsministerium wollte die Sache natürlich lieber unter den Teppich kehren. Als aber bekannt wurde, dass die Überwachungskameras in Hungs Zelle während der entscheidenden Momente offenbar verhängt worden waren, war das Maß voll und die Wut groß.

Lesetipp: „Linda in Taiwan“ über Taiwans Militär-Skandal

Taiwan Militär exerzieren Soldaten

Junge wollen nicht in dieses System gezwungen werden. Eltern sind besorgt um die Gesundheit ihrer Kinder. Und viele Ältere haben keine guten Erinnerungen an ihren eigenen Wehrdienst. In der Vergangenheit war die Kriegsgefahr Alltag, und Taiwans Armee galt als extrem schlagkräftig und gut ausgebildet, aber auch als harte Schule.

Taiwan hat mehr Soldaten als Deutschland – noch

Während wir in Deutschland die Wehrpflicht gerade abgeschafft haben, müssen junge Taiwaner noch immer zwölf Monate zum Dienst anrücken – übrigens erst nach Abschluss des Studiums. Taiwans Armee ist daher mit einer Truppenstärke von 235.000 Mann neuerdings größer als die Bundeswehr. Doch das soll sich ändern. Der Präsident will das System in zwei Jahren auf Berufsarmee umstellen. Wo die nötigen Freiwilligen herkommen sollen, ist die große Frage. Eine Militärlaufbahn ist für Taiwaner kaum noch attraktiv. Statt zum Dienst am Vaterland streben die meisten lieber möglichst schnell nach hohem Verdienst, gern auch drüben im Taiwan eigentlich feindlich gesonnenen China.

Ehrenwache Taiwan Soldat

Militärdienst gilt zum einen als öde Zeitverschwendung, zum anderen glauben die meisten nicht mehr daran, dass die Armee im Fall eines Konfliktes mit China überhaupt etwas ausrichten könnte. Die Volksarmee hat in den letzten Jahrzehnten so massiv aufgerüstet, dass Taiwan eine Invasion im Ernstfall wohl nicht mehr zurückschlagen könnte. Dass einige hochrangige Offiziere als chinesische Spione enttarnt wurden und andere sich nach der Pensionierung gern in die Volksrepublik einladen lassen, fördert das Vertrauen auch nicht.

Taiwan Panzer

Rücktritte und Anklagen nach dem Tod des jungen Soldaten

Auf den aktuellen Skandal hat die Politik reagiert. Der Verteidigungsminister ist zurückgetreten, sein Nachfolger kurz darauf auch – wegen einer Plagiatsaffäre, Deutschland lässt grüßen. Einige Vorgesetzte Hungs wurden festgenommen und angeklagt. Dank einer Gesetzesänderung werden Soldaten sich in Friedenszeiten künftig vor zivilen Richtern verantworten statt vor einen Militärgericht.

Doch die Schadensbegrenzung kam so spät, dass viele Taiwaner ihr Vertrauen ins Militär wohl komplett verloren haben.


Taiwan-News auf Deutsch übersetzt

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Offizieller Besuch zum Jahresanfang aus Europa
  • Außenhandel wächst kräftig
  • Zehntausende demonstrieren in Taipeh

Regierungskritische Demo in Taipeh

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151229751788295&set=a.383404963294.159525.234843808294

Am 13. Januar marschierten wohl zwischen 100.000 und 200.000 Menschen durch Taipeh, um gegen die Regierungspolitik zu demonstrieren. Aufgerufen hatte die DPP, Taiwans größte Oppositionspartei. Es beteiligten sich dann viele Bürgerrechts- und Umweltschutzgruppen, die für ihre eigenen Anliegen warben: Mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Zerstörung im Namen der wirtschaftlichen „Entwicklung“, Abkehr von der Atomkraft, Schutz der Medienvielfalt.

Meine Fotos von der Demonstration

Der Sprecher des Präsidialamtes, Fan Chiang Tai-chi, erklärte zu der sonntäglichen Demonstration, das Wohlergehen der Bevölkerung und die positive Entwicklung der Nation seien Herzensangelegenheiten von Präsident Ma und Premierminister Chen. Auf die Hauptforderungen der Demonstranten erwiderte er, dass Ma sich stets für eine allumfassende Pressefreiheit eingesetzt habe. (…) Und er betonte: “Wir respektieren das Recht auf öffentliche Protestveranstaltungen. Die Anliegen der Bevölkerung, ihre Kritik und ihre Beschwerden nehmen wir sehr ernst und reagieren entsprechend darauf, wie es für eine verantwortungsvolle Regierung selbstverständlich ist.“

Lesetipp: Taiwans Studentenbewegung gegen ein Medienmonopol

Und: Frühere Besuche von Politikern aus Europa in Taiwan

Taiwan, Japan und die „Trostfrauen“

Noch nicht veröffentlicht hatte ich hier die vorletzte Ausgabe des Newsletters mit diesen Themen:

  • Ureinwohnerpartei gegründet
  • Ma fordert Gerechtigkeit für Trostfrauen
  • Premier Chen fordert wirtschaftliche Integration
  • Taiwan begrüßt das neue Jahr

Trostfrauen wurden im Zweiten Weltkrieg vom japanischen Militär gezwungen, sich in eigens eingerichteten Militärbordellen, den japanischen Militärangehörigen für sexuelle Dienste zur Verfügung zu stellen. (…) Von den ursprünglich 58 Trostfrauen, die die Taipei Women’s Rescue Foundation bei ihrer Gründung vor 20 Jahren betreute, leben heute nur noch acht. Erst im November war die bis dahin älteste Überlebende im Alter von 95 Jahren in Taipeh verstorben.

Lesetipp: Taiwan und Japan – eine komplizierte Geschichte

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Unser Taipeh soll schöner werden

Demnächst werde ich vielleicht obdachlos. Und alle meine Nachbarn mit mir. Die Stadtregierung von Taipeh plant eine neue U-Bahn-Linie, um den östlichen Stadtrand besser anzubinden. Und die Endstation könnte genau dort liegen, wo jetzt noch unsere Häuser stehen. In der ganzen Stadt stehen viele Bewohner vor einer ähnlichen Situation.

Haus Wohnblock Taiwan

(Symbolbild: Dies ist nicht mein Haus. Könnte es aber sein.)

Wenig ansehlich: Das Stadtbild von Taipeh

Einen Preis für Schönheit im Städtebau hätte unser Wohnlock selbst zu seinen besten Zeiten nie gewonnen. An der etwa hundert Meter langen Reihe von vier- oder fünfstöckigen Häusern hat der Zahn der Zeit kräftig genagt. Solche Plattenbauten schossen in den siebziger Jahren flächendeckend aus dem Boden, als Wohnraum für die damals noch rasant wachsende Bevölkerung knapp war. Heute sind die Betonfassaden verwittert, Kabelwirrwarr zieht sich kreuz und quer, und die Fenstergitter, mit denen jedes Haus an ein Gefängnis erinnert, rosten vor sich hin.

Warum sehen die Häuser so aus? Mein Blogeintrag übers Wohnen in Taiwan

Für die Bewohner ist das zweitrangig. Sie freuen sich über das kostbare Wohneigentum in der Hauptstadt, wo die Immobilienpreise seit Jahren in die Höhe schießen. Und das Innere ihrer Apartments halten sie sowieso in Schuss.

Ein Blick ins Erdgeschoss zeigt, dass hier wahres Leben gewachsen ist. Ein Laden reiht sich an den anderen. Allein in unserem Block finden sich ein Frühstücksimbiss, zwei Mofawerkstätten, ein Bilderrahmen-Schreiner, ein Vertrieb für Geldzähl-Maschinen, eine Zahnarztpraxis und das Büro des gewählten Nachbarschafts-Vorstehers.

Skepis und Unsicherheit: Die Bewohner

Genau dort hängen seit einigen Monaten Neuigkeiten zum geplanten U-Bahn-Bau aus. Ab und zu trifft sich die Nachbarschaft Sonntagmorgens zu Informationsveranstaltungen. Da geht es darum, ob man Widerspruch einlegen oder die Angebote der Stadt akzeptieren sollte. Kalte Enteignung muss niemand fürchten. Vielen aber ist ihr in die Jahre gekommenes Heim lieber als ein in Aussicht gestelltes modernes, aber etwas kleineres Apartment in dem Hochhaus, das hier bald mit der neuen U-Bahn-Station entstehen könnte. Und es gibt die Befürchtung, dass man seinen Anteil am Grund und Boden mit mehr Parteien teilen müsste und er somit an Wert verlieren wird.

Hochhaus Apartments Taiwan

In Taipeh steht viel marode Bausubstanz, bei der Renovierung zwecklos wäre und wertvoller Platz nicht effizient genutzt wird. Von Neubau-Plänen profitieren aber große Investoren eher als die angestammten Bewohner, deren gewachsene Viertel oft kaputt-modernisiert werden. Im Erdgeschoss der überall neu entstehenden Apartment-Türme ist neben Empfangshalle, Pförtnerloge und Tiefgaragen-Einfahrt  meist kein Platz mehr für kleine Geschäfte.

Es gibt auch gelungene Neubauten: Architekturführer Taiwan

Stimmt die Mehrheit der Wohneigentümer in einem Block der Modernisierung zu, können die anderen nichts mehr dagegen tun. Das führt angeblich dazu, dass einige Firmen stimmberechtigte Strohmänner ansiedeln, bevor die Pläne bekannt werden.

Widerspenstig: Wenn Anwohner nicht weichen wollen

Vor einigen Monaten machte das Thema Schlagzeilen, weil eine Familie sich als einzige weigerte, ihr Haus zu räumen. Die Investoren pochten auf ihre Baugenehmigung und rückten mit Bulldozern an. Die Fernsehbilder der Familie Wang aus Shilin, die sich erfolglos gegen den Abriss wehrte, stachelten den Volkszorn an und sorgten für eine breite Diskussion. Einige Gesetze sollen nun anwohnerfreundlicher gestaltet werden. Es war außerdem einer der Vorfälle, die 2012 Taiwans Studentenbewegung wachrüttelten.

Die Wangs fordern den Wiederaufbau ihres Hauses. Ihre ehemaligen Nachbarn dagegen drängen Bauträger und Stadtregierung, endlich die neuen Gebäude hochzuziehen – sie warten in ihren Ausweichunterkünften schon seit vielen Monaten auf die versprochenen Neubauten.

Einen ähnlichen Fall gab es ganz in der Nähe meiner Wohnung: An einer großen Kreuzung lehnte ein älterer Mann die Pläne als einziger ab, nachdem seine Nachbarn nach und nach eingewilligt oder aufgegeben hatten.

Dieser Fall und mehr Hintergründe: Families call for fairer urban renewal law

Rund herum hatte der Abriss schon begonnen, aber er harrte monatelang in der Trümmerwüste aus und hängte Transparente aus dem Fenster. So sah es rund um das Haus aus:

Abriss Urbal Renewal Taipei

Mittlerweile hat er doch die Segel gestrichen, und das Haus ist weg.

Sollte es bei uns zum Abriss kommen, werde ich mich nicht an solchen Diskussionen beteiligen – ich bin nämlich nur Mieter und werde mir notgedrungen etwas Neues suchen.

Alt, authentisch und günstig oder neu, schick und etwas teurer: Wohnen Sie in Taiwan? Was sind Ihre Erfahrungen?


Studenten gegen „Medienmonster“

Von wegen unpolitisch: Auch in Taiwan gibt es eine Studentenbewegung. Die jungen Taiwaner demonstrieren für Meinungsfreiheit und Pressevielfalt. Und sie befürchten wachsenden chinesischen Einfluss auf Taiwans Medien.

Natürlich engagiert sich in dieser Bewegung nur eine Minderheit der Studenten. Aber die ist gut organisiert, weiß sich Gehör zu verschaffen und hat bisher Durchhaltevermögen bewiesen.

Ein Milliardär als Gegenspieler der Studenten

Im Sommer 2012 protestierten erstmals Studenten gegen die Übernahme eines Kabelfernseh-Netzes durch die Want Want China Times-Mediengruppe. Die gehört einem der reichsten Männer Taiwans: Tsai Eng-meng. Er ist bekannt dafür, dass seine Medien nicht gerade China-kritisch sind – denn in der Volksrepublik macht Tsai den Großteil seiner Geschäfte.

Tsais Blätter schrieben damals, die Demonstranten seien gekauft gewesen. Das ärgerte die Studenten so, dass sie erneut auf die Straße gingen, als im November bekannt wurde: Tsai steckt auch hinter einer Gruppe von Investoren, die Taiwans größte Boulevardzeitung und das einflussreichste Nachrichtenmagazin übernehmen wollen.

Taiwan Studenten Demo Medienmonster

Warum die Studenten vor dem Entstehen eines „Medienmonsters“ warnen und worum es genau geht, habe ich in diesem Bericht für die taz beschrieben. Und in einem Beitrag für die Journalistenzeitschrift Medium Magazin:

Ein Gesicht der Bewegung: Chen Wei-ting und die Medien

Einer der Wortführer der Studentenbewegung ist Chen Wei-ting (陳為廷). Diesen jungen Mann haben Taiwans china- und regierungsfreundliche Blätter offenbar besonders im Visier. Schon im Juli drohte ein China Times-Redakteur, ihn zu verklagen.

Chen Wei-ting Studentenführer Taiwan

Und auch die Proteste Anfang Dezember, bei denen Chen die Menge lautstark einstimmte, hatten ein Nachspiel: Zunächst bat Taiwans Erziehungsministerium in einem Brief verschiedene Universitäten darum, sich doch bitte um die protestierenden Studenten zu „kümmern“ – schließlich sei es draußen so kalt. Kurz darauf war Chen Gastredner in einem Parlementsausschuss und sagte dem Erziehungsminister ins Gesicht, dass er sehr wenig von solcher „Sorge“ hält.

Dies wiederum nahm die Zeitung United Daily News zum Anlass, Chen auf der Titelseite als unhöflichsten Studenten Taiwans zu attackieren. Um den Fokus von seiner Person abzulenken, bat Chen öffentlich um Entschuldigung. Die Attacken aber fachten den Widerstandsgeist der Studenten nur noch mehr an… und so geht es immer hin und her.

Zeitungsartikel Chen Wei-ting

Die Silvesternacht verbrachten mehrere hundert Studenten bei einer Mahnwache auf dem Freiheitsplatz vor der Chiang Kai Shek-Gedenkhalle, statt sich am Taipei 101 das Feuerwerk anzusehen. Es war kalt und nass. Denen muss es ernst sein.

Jimmy Lai, Apple Daily und die Wild Strawberries

Einige interessante Punkte:

  • Hongkongs Medienmogul Jimmy Lai, der seine taiwanischen Print- und Fernsehmedien abstoßen will, wird weiter in Taiwan präsent bleiben: Mit Next Media Animation, der Firma, die sich seit einigen Jahren mit schrägen News-Animations-Videos international einen Namen macht. In Wired stand mal ein großer Bericht über Jimmy Lai und Next Media, den ich auch verlinkt hatte.
  • Apple Daily, für dessen Unabhängigkeit die Studenten auf die Straße gehen, hat sich journalistisch bestimmt nicht immer mit Ruhm bekleckert. Die Redakteure dort schrecken nicht vor plumpen Klischees zurück, wenn etwa eine Sex & Crime-Story mit westlichen Ausländern anliegt. Aber anders als die restlichen großen Tageszeitungen Taiwans (China Times, United Daily News, Liberty Times) bildet Apple Daily auf seinen Politik- und Meinungsseiten nicht vorwiegend entweder „blaue“ oder „grüne“ Positionen ab. Das ist schon mal viel wert.
  • Vorläufer der aktuellen Studentenbewegung sind die „Wild Strawberries“, die 2008/09 protestierten, nachdem es beim Besuch eines chinesischen Gesandten zu Ausschreitungen und fragwürdigen Polizeiaktionen gekommen war. Damals hatte ich auch in diesem Blog über Taiwans Wild Strawberries geschrieben.

Ein Video mit Fotos einer Studentendemo im Dezember in Taipeh:

Auch wenn die Studenten den Mediendeal nicht verhindern können: Dies ist eine wichtige Entwicklung. Der jungen Generation ist Politik offenbar doch nicht ganz egal. Viele junge Taiwaner machen sich so ihre Gedanken um die Zukunft ihres Landes. Sie fühlen sich von der etablierten Politik für dumm verkauft und von der älteren Generation nicht ernst genommen. Das kann noch spannend werden.


When several thousand Falun Gong practitioners took to the streets today in Taipei, reminding everyone that their group has been persecuted in China for 13 years, these people showed up to protest:

According to their van, they are supporters of a pro-unification, pro-PRC group called 中華愛國同心會 a.k.a. „Concentric Patriotism Association of R.O.C.“. Probably, they are the same ones driving through town with a PRC flag on their cars and speakers blaring from time to time.

On their banners, they attacked Bruce Chung (鍾鼎邦), the Taiwanese citizen and Falun Gong practitioner who has been arrested in China more than a month ago. They accuse him of being a spy sent by Falun Gong, and that the arrest serves him right. Note the exclusive use of simplified Chinese characters.

About one minute after this handful of people showed up unanounced, police intervened and told them to pack up and leave. I filmed this video:

There was no shouting or pushing. Police seemed determined and in a no-nonsense mood. No one from the Falun Gong side crossed the road to confront these people.

The parade continued peacefully towards Freedom Square, where it ended with a candlelight vigil.

Another video, featuring the Falun Gong brass marching band:

And some photos:

I am a German reporter living and working in Taiwan. Click here for more English posts on this otherwise mostly German blog. You can also follow me on Twitter, Facebook, Google Plus and Plurk.

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Demonstration against the Taipei Dome

The Taipei Dome (大巨蛋, „big giant egg“), located next to Songshan Culture Park, is one of those „development“ projects that currently abound in Taipei. A 40.000-seat-indoor baseball stadium right across from Sun Yat Sen Memorial Hall, a shopping mall, hotels and office buildings. Business as usual. Big corporations pour lots of concrete and make a lot of money. Citizens and tourists go shopping.

So what is the problem with it?

The problem, as many people see it, is that by greenlighting the construction of the Taipei Dome, the Taipei City government has thrown away the chance to establish something the city and its people really need – namely, a second inner-city forest park.

That is why there is a protest movement. Recently a few hundred people held a protest march (video) from Taipei City Hall to the headquarters of the developer, Farglory Group, and on the the site where the concrete has already started pouring. (newspaper report)

I admire all these citizen groups in Taiwan hitting the streets to protest for their cause. They are too late this time, I am afraid. Big business has succeeded again in establishing facts (chopping down trees, bringing in the big machines, digging holes) before public pressure could make politicians change their minds.

Demonstration Taipei Dome

Citizens protesting against the loss of urban green spaces, 30 Oct 2011.

What a great park this could have been. No one would deny that is was a stroke of genius to establish Daan Forest Park, a few kilometers away to the south-west, at the site of a former military village. But it is just one site. Another forest park, not quite as big, directly across from Sun Yat Sen Memorial Hall would really have breathed life into this part of the city. There are not a lot of green spaces left in the East District along Zhongxiao East Rd.

But there used to be this magnificent spot that is the former Songshan Tobacco Factory. After closing down (apparently in 1998), its grounds had been neglected for years. Trees could grow, wildlife could spread. This is how it looked like (source):

Songshan Tobacco Factory 2006

Before: The area in 2006.

But around 2005/2006, the Taipei City Government signed a contract to turn the area over to Farglory and have them build the „Taipei Arena“ there. As a BOT (build-operate-transfer) project, Farglory would operate the project for 50 years (sacking in all the profits) and then return the area (including a by then probably derelict building) to the city.

Enviromentalists and people from the area (there is a primary school next door) protested and sued. But before all rulings were final, or the project had passed all enviromental impact assessments, the City Government already started removing trees. (mehr …)