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Zuo Yuezi: Wenn Mami den Monat absitzt

Das Essen wird ins Zimmer gebracht, Besucher müssen Atemschutzmasken tragen, und wehe, man wäscht sich die Haare: So laufen in Taiwan die ersten Wochen nach der Geburt.

Baby Boomer waren gestern. Wie Deutschland hat auch Taiwan mittlerweile eine extrem niedrige Geburtenrate. In den Fünfzigern waren fünf oder mehr Kinder noch ganz normal (im Kalten Krieg wurden Soldaten gebraucht), in den Achtzigern waren es eher zwei, und seit der Jahrtausendwende sind die Zahlen abgestürzt.

Zwei kleine Kinder in Taiwan

Mit einer Ein-Kind-Politik wie in China hat das nichts zu tun, im Gegenteil – die Regierung würde gern mehr Nachwuchs sehen. (mehr …)


Intimate TV report about a single woman in Taipei

More and more Taiwanese are marrying late, or not at all. Well-educated singles in their 30s are quite common. Some have even given up on looking for their significant other. A declining birthrate is one result of this trend.

Der Tempel des "Alten Mannes unter dem Mond" in Taipeh

A place of hope for many singles: The shrine of the matchmaker god in Taipei

Why is that so? Most media reports focus on Taiwanese women. These are some of the reasons usually cited: (mehr …)


Feldforschung in Taipeh fürs deutsche Fernsehen

Anfang 30, klug, hübsch, Single. Jemand wie Lydia ist in Taiwan keine Ausnahme. Die Leute heiraten immer später oder auch gar nicht. Vor allem gut ausgebildete Frauen finden oft keinen passenden Partner. Oder liegt es daran, dass sie wie Lydia noch bei den Eltern leben?

Diese Frage versucht die Deutsche Welle demnächst zu beantworten. In den letzten Tagen habe ich ein Fernsehteam (mehr …)


Wer sich für Taiwan interessiert und dafür, wie es in deutschen Medien wegkommt, sollte in den nächsten Tagen ganz schnell zum nächsten Kiosk spurten und sich ein Exemplar des Eltern-Fachblattes Nido sichern.

In der noch aktuellen Ausgabe steht nämlich ein schöner, großer Bericht über Taiwans Frauen und die Frage, warum sie so wenig Kinder bekommen. Und es gibt ihn nicht online.

Nido Artikel Taiwan

„Tiger ohne Mamas“ heißt der Artikel, und geht der Frage nach, warum ausgerechnet Taiwan eine noch niedrigere Geburtenrate als Deutschland hat. (Der Zuwachs im „Jahr des Drachen“ 2012 war vermutlich nur ein astrologisch begründeter Ausreißer.)

Die Autorin Yang Xifan, die sonst für Stern & Co. aus China berichtet, war aus Shanghai angereist. Zu einer der Protagonistinnen hatte ich ihr im Vorfeld den Kontakt vermitteln können.

Über das Thema hatte ich hier im Blog auch schon mehrfach berichtet:

Lesetipp I: Sag mir, wo die Kinder sind (Geburtenmangel in Taiwan)

Lesetipp II: Die Taiwaner sterben aus

Was halten Sie von den Argumenten im Artikel?


Taiwan einigt sich mit Japan, China ist sauer

Streit um Diaoyutai-Inseln beigelegt? Was sagt Taiwan zu Nordkorea? Und werden noch immer zu wenig Mädchen geboren? Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Taiwan und Japan einig über Fischgründe
  • Präsident Ma fordert Zurückhaltung von Nordkorea
  • Innovative Wirtschaft
  • Geschlechtergleichheit auf Vormarsch

Diaoyutai/Senkaku: Taiwan und Japan einigen sich über Fischerei-Rechte

Mit dem Abkommen werden für Taiwans Fischer die Fischgründe im Umfeld der umstrittenen Diaoyutai-Inseln um ca. 4530 Quadratkilometer ausgedehnt. In dem gesamten Meeresgebiet von 7400 Quadratklometern können nun sowohl taiwanische wie auch japanische Fischer ungehindert fischen.

 

Ein seltener Fall: Taiwans Regierung hat es mit diesem Abkommen riskiert, Peking zu verärgern. Die Volksrepublik wünscht sich eine geschlossene Front gegen Japan, so wie auch Hardliner in Taiwans anti-japanischer Diaoyutai-Bewegung (Video-Interview).

Werden in Taiwan wieder mehr Mädchen geboren?

Auch heute noch werden in Taiwan traditionell Söhne bevorzugt und Töchter sind eher nicht so sehr geschätzt, was sich in dem zahlenmäßigem Vergleich von Geburten von Mädchen und Jungen zeigt. Die Statistiken sagen jedoch auch aus, dass sich langsam ein Wandel in der Gesellschaft hinsichtlich der Bevorzugung von männlichen Nachkommen vollzogen hat. So kamen im Jahr 2000 noch auf 100 neu geborene Mädchen 109 neu geborene Knaben, im Jahr 2012 lag das Verhältnis dann bereits bei 100 zu 107,4. (…) Damit hat sich das Geschlechterungleichgewicht in Taiwan fast den natürlichen Verhältnissen angepasst und ist auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren angekommen.

 

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Positive Reaktion auf Hsiehs China-Besuch
  • Moody’s bestätigt Taiwans Bonität
  • Mega-Immobilienprojekt in Taipeh
  • Ausstellung zu Günter Grass in Tainan

So wie hier in Hongkong soll es bald auch rund um Taipehs Hauptbahnhof aussehen:

Der Hauptbahnhof von Taipeh soll zu einem mehrere Milliarden NT$ schweren Immobilienkomplex ausgebaut werden. Die Planungen sehen vor Hotels, Büros, Restaurants und Geschäfte in den Gebäudekomplex zu integrieren (…). Im Rahmen des Bauprojekts, das außerdem die Errichtung zweier Hochhäuser mit 56 respektive 76 Stockwerken vorsieht, wird eine Nutzfläche von insgesamt 158.000 Quadratmetern geschaffen werden, also eineinhalbmal soviel wie die Fläche des Taipei 101. Des weiteren soll der Komplex zu einem Verkehrsknotenpunkt umgestaltet werden, an dem neben den drei U-Bahn-Linien die Hochgeschwindigkeitszüge und die Eisenbahn Taiwans sowie die S-Bahn zum Flughafen zusammenlaufen werden.

Das wird dann sicher auch ein Fall für den Architekturführer Taiwan.

In der vorherigen Ausgabe, die ich noch nicht online gestellt hatte, ging es u.a. um diese Themen:

  • Präsident Ma zum Nationalfeiertag
  • Außenhandel wächst wieder
  • Frauen in der Politik

Taiwans Gesellschaft hatte schon immer moralische Vorurteile gegenüber Frauen in der Politik sowie einen starken Hang zum Voyeurismus, was viele Frauen davon abhält, in die Politik zu gehen. Yang Tsui, Professorin an der Dong Hwa University sagt, es gebe ein gespaltenes Verhältnis in der Gesellschaft in Fragen von Geschlecht und Macht. Männer, die gezielt eine Machtposition anstreben, würden für die Zurschaustellung von Männlichkeit und Stärke bewundert, aber eine Frau, die Ambitionen auf eine Machtstellung zeigt, werde oft unbewusst als jemand angesehen, der “die hässliche Seite seines Charakters zeigt“ oder gar verteufelt.

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten: