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Wer sich für Taiwan interessiert und dafür, wie es in deutschen Medien wegkommt, sollte in den nächsten Tagen ganz schnell zum nächsten Kiosk spurten und sich ein Exemplar des Eltern-Fachblattes Nido sichern.

In der noch aktuellen Ausgabe steht nämlich ein schöner, großer Bericht über Taiwans Frauen und die Frage, warum sie so wenig Kinder bekommen. Und es gibt ihn nicht online.

Nido Artikel Taiwan

„Tiger ohne Mamas“ heißt der Artikel, und geht der Frage nach, warum ausgerechnet Taiwan eine noch niedrigere Geburtenrate als Deutschland hat. (Der Zuwachs im „Jahr des Drachen“ 2012 war vermutlich nur ein astrologisch begründeter Ausreißer.)

Die Autorin Yang Xifan, die sonst für Stern & Co. aus China berichtet, war aus Shanghai angereist. Zu einer der Protagonistinnen hatte ich ihr im Vorfeld den Kontakt vermitteln können.

Über das Thema hatte ich hier im Blog auch schon mehrfach berichtet:

Lesetipp I: Sag mir, wo die Kinder sind (Geburtenmangel in Taiwan)

Lesetipp II: Die Taiwaner sterben aus

Was halten Sie von den Argumenten im Artikel?


Nana (3 J.) sucht einen Deutschlehrer

Wer möchte sich in Taipeh als Privatlehrer/-in einer Dreijährigen etwas dazu verdienen?

Mich hat dieser Aufruf erreicht: Nana stammt aus Deutschland und wird von Anfang Februar bis Ende Juni bei Verwandten in Taipeh leben. Für diese Zeit sucht die Familie jemanden, der mit der Kleinen Zeit verbringt, spielt und dafür sorgt, dass sie ihr Deutsch nicht verlernt.

Taiwan Spielplatz Kinder

Nanas Vater ist Deutscher, die Mutter Taiwanerin.

Ort: Taipei City, Xinyi District, in der Nähe des Tonghua St.-Nachtmarkts.

Informationen:

條件:有耐心、細心、會德語、可以陪小朋友玩,於玩樂中以德語方式溝通。

目的:維繫Nana的德語能力。

工作時間及待遇:面議。

Wer Interesse hat, kann sich (auf Chinesisch oder Englisch) bei einer Freundin der Familie melden, über die mich der Aufruf erreicht hatte: tinachuang (at) ntnu.edu.tw


Gegen den Geburtenmangel: Leihmütter legalisieren?

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Taiwan bei Klimakonferenz in Doha
  • Taiwan bei Korruptionsindex 2012 auf Rang 37
  • Leihmutterschaft erneut in der Diskussion
  • Eierproduktion nach EU-Standards

Diskussion um Leihmütter in Taiwan

Taiwan Aktuell übersetzt einen Kommentar der China Post:

Die Frage der Leihmutterschaft ist in Taiwan wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussion gekommen, als kürzlich die Nachricht auftauchte, dass eine sehr prominente Familie, und zwar die des früheren Vizepräsidenten Lien Chan, drei neue Familienmitglieder mit der Hilfe von zwei Leihmüttern bekommen hat. Leihmutterschaft ist in Taiwan (wie auch in Deutschland) nach wie vor verboten. Liens Tochter Hui-sin hatte sich in den USA, wo die Praktik erlaubt ist, die Leihmütter für ihren Kinderwunsch gesucht. Das Thema Leihmutterschaft ist in Taiwan nicht neu, und auch die Regierung beschäftigt sich mit der Frage einer Legalisierung bereits seit geraumer Zeit.
(…)
Schon immer war es eine stark verwurzelte chinesische Tradition, dass eine Person – und zwar aus dem väterlichen Familienzweig – Nachkommen haben muss (selbstredend Söhne), um den Familiennamen weiterzugeben. In früheren Zeiten war es für einen Mann durchaus üblich, sich eine zweite Frau oder sogar mehrere weitere Frauen zu nehmen, falls die erste Frau ihm noch keinen Sohn geboren hatte. Möglicherweise hatten Männer damals auch noch ganz andere Gründe dafür, mehr als eine Frau zu haben, doch das ist ein Thema, das an anderer Stelle behandelt werden muss.

Lesetipp: Mein Beitrag über Geburtenmangel in Taiwan

Erste Taiwan-Eier ohne Käfighaltung

Eine Hühnerfarm aus Kaohsiung ist angeblich „der erste Legebetrieb in Asien, der tiergerechte Standards für die Produktion von Eiern erfüllt wie sie auch in der Europäischen Union vorgeschrieben sind.“

Jeder der vergrößerten Käfige misst 2,45 mal 1,25 Meter und beherbergt 30 bis 40 Hennen. Damit hat der einzelne Vogel durchschnittlich mindestens 750 Quadratzentimeter Platz, das ist drei- bis viermal soviel wie in der konventionellen Käfighaltung.
(…)
Die Qualität der Eier und die besseren Lebensbedingungen der Hennen haben natürlich ihren Preis. Ein Ei der Shih An Farm kostet 10 bis 12 NT$, das sind umgerechnet 26 bis 31 Euro-Ct. und damit das Zwei- bis Dreifache eines Eis aus konventioneller Käfighaltung.

Mein Beitrag über Landwirtschaft in Taiwan: Bitterer Reis

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Sind Buxiban schädlich für Kinder?

Der zweiwöchentliche Newsletter der Münchner Taipeh-Vertretung (s.u.) beschäftigt sich dieses Mal u.a. mit folgenden Themen:

  • Präsident Ma bekräftigt den „Konsens von 1992“
  • Engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Taiwan und EU
  • Neue Regeln für Pensionäre
  • Schüler sollen weniger lernen

Kritik an Taiwans „Paukschulen“

Kinder auf Spielplatz in Taiwan

Besonders interessant finde ich den aus der China Post übersetzten Bericht über die Nachhilfeschulen. Die „Child Welfare League Foundation“ fordert Eltern auf, lieber mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und Ihnen Dinge beizubringen wie „Schuhe binden oder Radfahren“, statt sie bis spät Abends in die Buxiban (補習班) zu schicken.

Kinder derartig lange in der Schule zu lassen ist schlussendlich sinnlos. Erziehungswissenschaftler schlagen vor, den Kindern keinen Nachhilfeunterricht erteilen zu lassen. (…) So verführerisch es auch sein mag die Kinder sieben Tage die Woche mit Extraunterricht zu Höchstleistungen zu trimmen, sie schaffen es nicht.

Lesetipp: Meine Beobachtungen über Schüler in Taiwan

Wer die PDF-Dateien künftig direkt erhalten möchte, kann sich in München bei svenja.weidinger (at) gmx.net melden.

Weitere deutsche Quellen für regelmäßige Neuigkeiten:


Wie deutsche Blogger Taiwan sehen

Ist Taiwans Erziehungssystem tauglich für die eigenen Kinder, wo ist die U-Bahn am schönsten, und wo finden sich Oasen in der Stadt? Um solche Themen ging es in den vergangenen Wochen in den deutschsprachigen Taiwan-Blogs.

Wie es sich aufwächst

Ludigels kleiner Sohn hat sein erstes Wort gesagt: Nicht „Mama“ oder „Papa“, sondern den Namen einer Firma, der im Werbespot immer so schön gesungen wird. Kinder in Taiwan brauchen gar kein eigenes iPad, wie man es zuletzt so häufig sieht. Die audiovisuelle Reizüberflutung kann auch auf bewährte Art aus dem Fernsehen kommen.

Bei Frau und Schwiegermutter ist es nicht raus zu kriegen, das der riesige Flachbildfernseher den ganzen verdammten Tag läuft und Junior immer in Richtung TV gedreht wird. Wenn man dann mit ihm spielen will, muss man mit einer Horde Taiwaner konkurrieren, die gerade dabei sind an einer kreischenden Minirock-Xiaojie irgendwelche Schubsereien vorzunehmen, oder sie mit dem Taxi oder Blue-Truck zu überfahren. Super.

 

Kinder Orchester Taiwan

In einer ähnlichen Situation ist Dennis, der auch vor kurzem Vater geworden ist. Er macht sich grundlegende Gedanken darüber, ob Taiwan aus deutscher Sicht der optimale Ort ist, eine Tochter großzuziehen.

Was mich angeht, so kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, meine Tochter in Taiwan zur Schule gehen zu lassen, den ganzen Tag zu lernen, den Druck des taiwanischen Bildungssystems auszusetzen und für dieses System auch noch Geld zu bezahlen!! Ich denke, die Bildungsfrage könnte ein Grund sein, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Das deutsche Bildungssystem zählt natürlich auch nicht zu den besten der Welt, aber in Deutschland können Kinder neben dem Lernen auch noch ihre Kindheit genießen.

 

Was bewegt

Für Radio Taiwan International wirft Reporter Frank Pevec einen Blick auf die schönen Seiten der U-Bahnen in Taipeh und Kaohsiung und entdeckt Kleinkunst an unerwarteten Orten.

Taipei Rolltreppe U-Bahn

Wie sich Stadt erlebt

Ludigel berichtet, wie er und sein Auto einen heftigen Taifun wohlbehalten überstanden haben, von einem unerwartet ansehlichen Stadtviertel in Neihu, und von kleinen Fluchten aus der Betonwüste in die grünen Hügel rund um Taipeh.

Taiwan Wanderweg Wald

Vor einem Jahr…

…habe auch ich mir Gedanken über unschöne Fassaden gemacht, und über das Leben dahinter: Wie Taiwaner wohnen

Vor zwei Jahren…

…habe ich hier über Deutsche in Taiwan geschrieben, und was Taiwaner über sie denken: Und täglich grüßt die Schweinshaxe

Vor drei Jahren…

…hatte Taifun Morakot für Verwüstungen gesorgt und Taiwan in die deutsche Tagesschau gebracht. Der Grund waren weniger die Opferzahlen, sondern der spektakuläre Sturz eines Hotels in die Fluten. Außerdem hatte Kollege Dennis Gastmann für eine Folge seiner NDR-Reihe „Mit 80.000 Fragen um die Welt“ in Taiwan gedreht.

Vor vier Jahren…

…wurde ich gegen Ende meines ersten Taiwan-Aufenthalts von Deutsch-Studenten der Soochow-Universität fürs Campusradio interviewt.

Ich empfehle auch einen regelmäßigen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Weitere deutschsprachige Taiwan-Informationsquellen nenne ich hier. Und Hinweise auf alles, was ich übersehen habe, sind immer willkommen.


Taiwan-Splitter aus deutschen Blogs

Rezept der Woche

Beim Heimaturlaub ist Ludigel in einer Lokalzeitung auf eine gar lustige Idee gestoßen: Bubble Tea zum Selbermachen.

Apfelsaft und dann Gummibärchen reinwerfen, schrieben sie da. Klingt ja nett, so als Pittiplatsch für Fünfjährige, hat aber mit Bubbletea nix zu tun. Ist etwa so als ob man vorschlägt, einen halben Liter Reisschnaps mit Eigelb und Sahne oben drauf als echtes deutsches Bier zu verkaufen.

Taiwan dentist

Außerdem ist er in Taipeh mit Junior bei einem Kinderzahnarzt gewesen, der sich auf Star Wars-Memorabilia spezialisiert hat.

Gleichberechtigung der Woche

Beim Blog des deutschen Radioprogramms von RTI ist der Autor auf einen Wickelraum gestoßen, der nicht in der Damentoilette vesteckt, sondern auch Vätern zugänglich ist.

Und sonst?

Marc alias Ein Hesse in Taiwan berichtet vom Taroko-Trip mit seinen Eltern und einem Gecko im Hotelzimmer.

Gaby hat im Baoan-Tempel von Taipeh stimmungsvolle Fotos gemacht.

Vor einem Jahr…

…habe ich hier über Ahnenverehrung in Taiwan geschrieben.

Vor zwei Jahren…

…ist die erste Folge meiner Taiwan-Kolumne erschienen.

Zeitungsartikel Taiwan

Vor drei Jahren…

…habe ich mich darüber gefreut, dass die World Games in Kaohsiung so schön waren. Ein Eintrag, der mir noch heute aus der Seele spricht.

World Games Kaohsiung tug-of-war

Ich empfehle auch einen regelmäßigen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Weitere deutschsprachige Taiwan-Informationsquellen nenne ich hier. Und Hinweise auf alles, was ich übersehen habe, sind immer willkommen.