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Entries tagged with “Meine Medien-Berichte”.


Bei mir hatte Sean Lien schon gewonnen

Nun hat Taiwan also gewählt, und auch wenn es nur Lokalwahlen waren, haben sie das politische Gesicht des Landes verändert. Und zwar so:

Taiwan Election Results 2014 Before and After15* Städte und Kreise waren bislang blau, also von der Kuomintang (KMT) regiert. Künftig werden es noch sechs sein.

Verloren hat die KMT: (mehr …)


Warum Taiwans Studenten Vorbild für die Hongkong-Proteste sind

Taiwan ist wieder im Wahlkampf-Fieber. Überall Plakate, Lautsprecherwagen, Kundgebungen. Nächsten Samstag sind landesweit Kommunalwahlen. Dabei geht es nicht nur um Bürgermeisterposten: Taiwans junge Generation ist politisch erwacht. Ich konnte darüber im Deutschlandfunk berichten.

Junge Taiwaner, politisch engagiert

Mein Taiwan-Bericht im Deutschlandfunk

Wieso sind viele junge Taiwaner seit der Parlamentsbesetzung im Frühjahr politisch engagiert? Wie hängen die Protestbewegungen in Taiwan und Hongkong, die „Sonnenblumen“ und die „Regenschirme“, zusammen?

Hier kann man meinen Radiobeitrag anhören oder nachlesen: (mehr …)


Willkommen zur Korbjagd im Kerker

Was ist gerechtfertigt für Publicity? Gelten in einer Gedenkstätte andere Regeln? Fragen, die sich nun Taiwans Behörden und ein nicht ganz unbekannter Energy-Drink-Hersteller aus Österreich stellen müssen.

Zellentuer Green Island

Es ist ein bedrückender Ort in idyllischer Umgebung. Nur einen Steinwurf vom Pazifikstrand, am Fuße dicht bewaldeter Hügel, steht ein altes Gefängnis. (mehr …)


Niemals geht man so ganz: Taiwans Parlament wird ent-setzt

Es gab keine deutschen Berichte über die Studentenproteste und Demonstrationen? Stimmt nicht! Hier sind die Gegenbeispiele.

Taiwan Demonstration Berlin

Solidaritätsdemo in Berlin am 30.3.

Eines der spannendsten Kapitel in Taiwans jüngerer politischer Geschichte erlebt am Donnerstag einen vorläufigen Höhepunkt: Die protestierenden Studenten wollen aus dem besetzten Parlament abziehen.

„Wieso haben die deutschen Medien nicht über die Proteste berichtet?“, höre ich derzeit oft.

Nun würde ich gern sagen „Weil ich gerade nicht in Taiwan bin“, aber so düster ist die Lage eigentlich nicht. (mehr …)


Selbstbeweihräucherung zum Jahresende

Zeit für eine kurze Bilanz: Was habe ich dieses Jahr im Netz bewegt, welche sonstigen Projekte haben meine Arbeit geprägt?

40 Prozent Blog-Wachstum

Dieses Blog war 2008 ursprünglich nur als kleines Online-Tagebuch meiner ersten Taiwanreise gedacht. Es hat sich 2013 gut entwickelt. Ich hatte 2013:

  • fast 100.000 Seitenabrufe jährlich
  • fast 200 Besuche täglich (oder fast 6000 monatlich)

Diese beiden Benchmarks will ich 2014 natürlich übertreffen.

So haben sich die Besucherzahlen von „Brennpunkt Taipeh“ seit dem Start 2008 entwickelt (via Google Docs):
(mehr …)


Warum Taiwan keine „abtrünnige Provinz“ ist

Auf der deutschen Huffington Post habe ich mir heute den Frust von der Seele geschrieben – den Frust über die deutsche Taiwan-Politik. Da gilt nämlich viel zu oft: Taiwaner müssen draußen bleiben.

Wenn Sie über die Huffington Post den Weg hierher gefunden haben: Herzlich wilkommen! Sehen Sie sich ganz in Ruhe um. Falls Sie mit Taiwan noch nicht vertraut sind, könnte mein kurzer Abriss zur Geschichte Taiwans bzw. der Republik China interessant sein.

Soldaten der Republik China in Taipeh

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um hier einige Begriffe aufzulisten, die in deutschen Medien häufig in Verbindung mit Taiwan gebraucht werden – leider. Aus dem einen oder anderen Grund sollte man sie lieber auf den Phrasen-Müllhaufen verbannen.

Taiwan-Phrase #1: „Abtrünnige Provinz“

Warum nicht?

Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan nicht als „abtrünnige Provinz“ oder „renegade province“. Auch, wenn die Medien immer wieder auf diese griffige Floskel zurückgreifen: Mir konnte noch niemand eine Quelle zeigen, in der die chinesische Seite sie verwendet. Sie muss also als Medien-Erfindung gelten.

Was dann?

China nennt Taiwan gern einen „unabtrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums“.

Taiwan-Phrase #2: „Abgespalten“

Warum nicht?

Taiwans hat sich nach dem Ende des Chinesischen Bürgerkriegs 1949 nicht „abgespalten“. Die unterlegene Regierung der 1911/12 gegründeten Republik China zog sich mit den Resten der Armee und dem gesamten Staatsapparat nach Taiwan zurück. In der Folge beschränkte ihr Herrschaftsgebiet sich auf Taiwan und einige Inselgruppen.

Was dann?

Wahrscheinlich wäre es korrekter, zu sagen: Die Volksrepublik China hat sich von der Republik China abgespalten.

Taiwan-Phrase #3: „Staatsgründer Chiang Kai-shek“

Warum nicht?

Chiang Kai-shek hat keinen Staat gegründet. Nicht die Republik China, denn die bestand schon lange, bevor er sich nach Taiwan zurückzog. Und ganz bestimmt keinen Staat „Taiwan“. Den gibt es offiziell sowieso nicht.

Taiwan-Phrase #4: „Wiedervereinigung“

Warum nicht?

Was sich wiedervereinigt, muss ja schon mal vereinigt gewesen sein. Taiwan ist aber nie von der Volksrepublik kontrolliert worden. Und eine „Wiedervereinigung“ von Volksrepublik und Republik China würde bestimmt nicht auf Augenhöhe stattfinden. Peking würde die Bezeichnung „Republik China“ weder anerkennen noch die Bezeichnung der Volksrepublik ändern.

Was dann?

„Vereinigung“ oder „Anschluss“.

Taiwan-Phrase #5: „Das andere China“

Warum nicht?

„Anderes China“, „freies China“, „kleines China“… bequeme Medienfloskeln, die vermeintlich Vieles in Kürze auf den Punkt bringen, tatsächlich aber die komplexe Realität verkleistern. Zwar besteht auf Taiwan offiziell noch die „Republik China“, aber die Menschen hier sind sich selbst überhaupt nicht einig, was das denn nun bedeutet. Manche lehnen die Bezeichnung rundweg ab, andere bezeichnen sich als Taiwaner und als Chinesen. Nur eine Minderheit sieht in Taiwan nach wie vor nicht mehr als einen kleinen Bestandteil der (eigentlich) großen Republik China.

Was dann?

„Das demokratische Land“, „Die Inseldemokratie“, „Taiwan“

Also, wenn Sie mal wieder einen Medienbericht über Taiwan lesen: Achten Sie darauf, wie viele Floskeln Sie entdecken können.

(Nachtrag: Ja, wer fleißig Google anschmeißt, findet vielleicht auch in meinen eigenen Berichten solche Negativbeispiele. In mindestens einem Fall hat die Redaktion es mir nachträglich reingeschrieben. Die anderen habe ich verdrängt. Man lernt im Lauf der Zeit ja auch dazu.)