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Was Deutsche in Taiwan so arbeiten

Immer wieder interessant ist es für mich, mehr darüber zu erfahren, wie meine Landsleute in Taiwan ihr Geld verdienen. Unternehmer und Angestellte, Akademiker und Kreative – alle sind vertreten. Ab und zu kann ich über einen von ihnen berichten, und manchmal mündet das sogar in einen Fernsehbeitrag.

Deutscher Designer in Taipei

Der gebürtige Wuppertaler Georg Todtenbier wollte nach dem Design-Studium ursprünglich in Japan arbeiten. Doch dann verschlug es ihn nach Taiwan. Seit elf Jahren lebt er schon in Taipeh und arbeitet in einem Design-Büro, das vor allem Computerhardware gestaltet – Mäuse, PC-Gehäuse – aber auch schon mal einen Wok.

Immer geht es darum, einen Gebrauchsgegenstand so zu gestalten, dass er nicht nur nett aussieht, sondern sich vor allem besser handhaben lässt. Um Althergebrachtes neu zu erfinden, müssen Designer auch Selbstverständlichkeiten grundlegend überdenken. Beim Wok etwa: Warum werden die Griffe eigentlich immer nachträglich angebracht? An den Nahtstellen setzt sich Dreck fest, und früher oder später werden sie wackelig. Die Lösung: Wok und Griffe aus einem Stück. Das spart sogar noch einen Produktionsschritt. Der Hersteller, der seit 30 Jahren Woks herstellte, war angeblich beeindruckt.

Innovationen, Taiwan, ein Deutscher – Georg Todtenbiers Geschichte passte auch gut in die ZDFinfo-Sondersendung „Asiens Computerwelten“ zur diesjährigen Computex. Mein Beitrag über ihn steht nun auch auf Youtube:

Deutsche Unternehmer in Taiwan: Ein Medienthema

Es war nicht das erste Mal, dass ich über die Arbeit von Deutschen in Taiwan berichtet habe. Meine Kooperation mit Tech-Blogger Sascha Pallenberg begann ebenfalls mit einem TV-Porträt über ihn, das ich für 3sat gedreht hatte:

Und dann waren da noch…

Melden Sie sich ruhig, wenn auch Sie in Taiwan einen interessanten Beruf haben oder Ihre Geschäftsidee realisieren. Vielleicht ergibt sich ja eine Berichterstattung.


3D-Drucker, biegsame Akkus, menschliche Versuchskaninchen

In Taipei beginnt heute die Computex 2013. Den IT-Innovationen aus Asien widmet die ZDF-Redaktion Wiso Plus aus diesem Anlass die Sondersendung „Neues aus Asiens Computerwelten“.

Die Videos im Netz:

Und was war vor einem Jahr los?

Tipp: Meine ZDF-Beiträge zur Computex 2012

Meine Arbeit als Videojournalist in Taiwan

Diese vier Beiträge aus der Sendung habe ich in den vergangenen Wochen im Alleingang hier in Taipeh gedreht und geschnitten:

  • Blick in die Smartphone-Zukunft
  • Flexible Akkus made in Taiwan
  • Ein deutscher Designer in Taipeh
  • 3D-Druck als Technologie der Zukunft

Außerdem noch ein Stück über ein ganz besonderes Stadtviertel von Taipeh: Im Living Lab des Minsheng-Viertels direkt am Songshan-Flughafen testen Freiwillige im Alltag neue Technologien, die von Taiwans Institute for Information Industry (III) entwickelt wurden.

ZDF-Wiso-Plus-Living-Lab

Dieses Stück hat es aus Zeitgründen nicht in die Sendung geschafft, steht aber ebenfalls online.

Weitere Links zu Firmen und Institutionen, die in den Beiträgen vorkommen:

Der deutsche Experte vor Ort

Wie schon bei früheren Beiträgen habe ich für das Stück über die Smartphone-Zukunft Sascha Pallenberg interviewt. Der Macher des Techblogs Mobilegeeks.de lebt etwa so lange in Taipeh wie ich und weiß über neue Trends in Sachen Mobile Computing einfach verdammt gut Bescheid.

Lesetipp: Wie ich mit Pallenberg in Taipeh fürs deutsche TV drehe

Viel Spaß beim Anschauen und Weitersagen!


Technik, Taiwan, TV: Meine Berichte fürs ZDF

Als ausgebildeter Fernsehjournalist macht es mir immer besondere Freude, wenn ich in Taiwan selbst zur Kamera greifen kann. Seit einiger Zeit arbeite ich dafür mit einem deutschen Blogger zusammen, der ebenfalls in Taipeh lebt: Sascha Pallenberg.

Voll vernetzt und immer online

Wer einen Beweis sucht, dass die Technik-Welt sich immer schneller dreht, braucht sich nur Mobiltelefone anzusehen: Vor 20 Jahren noch kiloschwer und vor 15 Jahren ein teures Luxusgut, hatten sie vor zehn Jahren schon Farbdisplays und Kameras. Seit fünf Jahren kommen sie sogar ohne Tasten aus, können aber so viel wie ausgewachsene Computer.

Auf den Smartphone-Zug bin ich recht spät aufgesprungen. Erst seit Anfang 2011 bin ich auf meinen Streifzügen durch Taipeh immer online, kann Fotos sofort ins Netz stellen und unterwegs wichtige E-Mails lesen. Mein Telefon ist natürlich Made in Taiwan: HTC ist ja mittlerweile auch in Deutschland ein Begriff.

Mobile Computing ist ein Milliardenmarkt, der außer Smartphones auch tragbare PCs und Tablet-Computer umfasst. Weil viele Hersteller in Taiwan sitzen, lassen sich neue Trends hier früher aufspüren als in Deutschland. Kaum jemand macht sich das so konsequent zunutze wie Sascha Pallenberg.

Sascha Pallenberg: Ein deutscher Mobile Geek in Taiwan

Der Dortmunder ist wie ich 2009 nach Taipeh gezogen. Er lebt davon, übers Internet als erster neue Produkte vorzustellen und zu testen, auf deutsch und englisch. Seine aktuelle Website ist mobilegeeks.de. Was sich wie für viele wie Technik-Fachchinesisch liest, interessiert tatsächlich extrem viele Menschen. Allein Pallenbergs selbstgedrehte Videos, in denen er neue Geräte und Programme vorstellt, werden jeden Tag mehr als 100.000-mal abgerufen.

Sascha Pallenberg in Taipei, Taiwan

Davon lässt es sich tatsächlich leben. Über Anzeigen und Provisionen nimmt Pallenberg so viel ein, dass nicht nur er und seine kanadische Geschäftspartnerin gut über die Runden kommen, sondern er auch noch einige Blogger in Deutschland, den USA und Hongkong dafür bezahlen kann, dass sie ihm regelmäßig Beiträge schreiben.

Außerdem fliegt er rund um die Welt. Die Internationale Funkausstellung in Berlin ist jedes Jahr ebenso ein Pflichttermin wie Messen in Las Vegas oder Barcelona. In deutschen Internet-Expertenkreisen gilt Pallenberg als Musterbeispiel dafür, dass man im Internet mit einem klar definierten Fachgebiet und viel Einsatz erfolgreich sein kann – ganz ohne Verlagshäuser oder gedruckte Medien.

Ein Vortrag von Sascha Pallenberg auf dem Blogger-Treffen Republica:

Meine Fernsehberichte mit Sascha aus Taiwan

Auch ich konnte davon schon profitieren. Zunächst drehte ich 2011 einen Fernsehbeitrag für 3sat, in dem ich Pallenberg und seine Arbeit vorstellte.

Das Video und mehr Infos: Der vielleicht erfolgreichste deutsche Blogger lebt in Taiwan

Seit 2012 drehen wir gemeinsam regelmäßig Beiträge für den digitalen ZDF-Infokanal: Sascha oder seine Geschäftspartnerin Nicole vor der Kamera, ich dahinter. Die Berichte können Sie sich hier gebündelt ansehen: Mobilegeeks im ZDF

Im Gegenzug hat Pallenberg sich bei mir schon einige Kniffe abgeschaut, um seine eigenen Videos noch professioneller zu gestalten. Aller Vernetzung zum Trotz – am besten arbeitet es sich doch zusammen, wenn man am selben Ort ist. Und das ist in unserem Fall eben Taiwan.


Studenten gegen „Medienmonster“

Von wegen unpolitisch: Auch in Taiwan gibt es eine Studentenbewegung. Die jungen Taiwaner demonstrieren für Meinungsfreiheit und Pressevielfalt. Und sie befürchten wachsenden chinesischen Einfluss auf Taiwans Medien.

Natürlich engagiert sich in dieser Bewegung nur eine Minderheit der Studenten. Aber die ist gut organisiert, weiß sich Gehör zu verschaffen und hat bisher Durchhaltevermögen bewiesen.

Ein Milliardär als Gegenspieler der Studenten

Im Sommer 2012 protestierten erstmals Studenten gegen die Übernahme eines Kabelfernseh-Netzes durch die Want Want China Times-Mediengruppe. Die gehört einem der reichsten Männer Taiwans: Tsai Eng-meng. Er ist bekannt dafür, dass seine Medien nicht gerade China-kritisch sind – denn in der Volksrepublik macht Tsai den Großteil seiner Geschäfte.

Tsais Blätter schrieben damals, die Demonstranten seien gekauft gewesen. Das ärgerte die Studenten so, dass sie erneut auf die Straße gingen, als im November bekannt wurde: Tsai steckt auch hinter einer Gruppe von Investoren, die Taiwans größte Boulevardzeitung und das einflussreichste Nachrichtenmagazin übernehmen wollen.

Taiwan Studenten Demo Medienmonster

Warum die Studenten vor dem Entstehen eines „Medienmonsters“ warnen und worum es genau geht, habe ich in diesem Bericht für die taz beschrieben. Und in einem Beitrag für die Journalistenzeitschrift Medium Magazin:

Ein Gesicht der Bewegung: Chen Wei-ting und die Medien

Einer der Wortführer der Studentenbewegung ist Chen Wei-ting (陳為廷). Diesen jungen Mann haben Taiwans china- und regierungsfreundliche Blätter offenbar besonders im Visier. Schon im Juli drohte ein China Times-Redakteur, ihn zu verklagen.

Chen Wei-ting Studentenführer Taiwan

Und auch die Proteste Anfang Dezember, bei denen Chen die Menge lautstark einstimmte, hatten ein Nachspiel: Zunächst bat Taiwans Erziehungsministerium in einem Brief verschiedene Universitäten darum, sich doch bitte um die protestierenden Studenten zu „kümmern“ – schließlich sei es draußen so kalt. Kurz darauf war Chen Gastredner in einem Parlementsausschuss und sagte dem Erziehungsminister ins Gesicht, dass er sehr wenig von solcher „Sorge“ hält.

Dies wiederum nahm die Zeitung United Daily News zum Anlass, Chen auf der Titelseite als unhöflichsten Studenten Taiwans zu attackieren. Um den Fokus von seiner Person abzulenken, bat Chen öffentlich um Entschuldigung. Die Attacken aber fachten den Widerstandsgeist der Studenten nur noch mehr an… und so geht es immer hin und her.

Zeitungsartikel Chen Wei-ting

Die Silvesternacht verbrachten mehrere hundert Studenten bei einer Mahnwache auf dem Freiheitsplatz vor der Chiang Kai Shek-Gedenkhalle, statt sich am Taipei 101 das Feuerwerk anzusehen. Es war kalt und nass. Denen muss es ernst sein.

Jimmy Lai, Apple Daily und die Wild Strawberries

Einige interessante Punkte:

  • Hongkongs Medienmogul Jimmy Lai, der seine taiwanischen Print- und Fernsehmedien abstoßen will, wird weiter in Taiwan präsent bleiben: Mit Next Media Animation, der Firma, die sich seit einigen Jahren mit schrägen News-Animations-Videos international einen Namen macht. In Wired stand mal ein großer Bericht über Jimmy Lai und Next Media, den ich auch verlinkt hatte.
  • Apple Daily, für dessen Unabhängigkeit die Studenten auf die Straße gehen, hat sich journalistisch bestimmt nicht immer mit Ruhm bekleckert. Die Redakteure dort schrecken nicht vor plumpen Klischees zurück, wenn etwa eine Sex & Crime-Story mit westlichen Ausländern anliegt. Aber anders als die restlichen großen Tageszeitungen Taiwans (China Times, United Daily News, Liberty Times) bildet Apple Daily auf seinen Politik- und Meinungsseiten nicht vorwiegend entweder „blaue“ oder „grüne“ Positionen ab. Das ist schon mal viel wert.
  • Vorläufer der aktuellen Studentenbewegung sind die „Wild Strawberries“, die 2008/09 protestierten, nachdem es beim Besuch eines chinesischen Gesandten zu Ausschreitungen und fragwürdigen Polizeiaktionen gekommen war. Damals hatte ich auch in diesem Blog über Taiwans Wild Strawberries geschrieben.

Ein Video mit Fotos einer Studentendemo im Dezember in Taipeh:

Auch wenn die Studenten den Mediendeal nicht verhindern können: Dies ist eine wichtige Entwicklung. Der jungen Generation ist Politik offenbar doch nicht ganz egal. Viele junge Taiwaner machen sich so ihre Gedanken um die Zukunft ihres Landes. Sie fühlen sich von der etablierten Politik für dumm verkauft und von der älteren Generation nicht ernst genommen. Das kann noch spannend werden.


Alle Jahre wieder: Taiwan vollstreckt Todesurteile

In Taiwan sind gestern (Freitag, 21. Dezember 2012) sechs Häftlinge hingerichtet worden. Damit dürfte die Regierung beim Großteil der Bevölkerung Pluspunkte gesammelt haben, denn die Mehrzahl der Taiwaner befürwortet die Todesstrafe. Dass Taiwan damit sein internationales Image beschädigt, scheint zweitrangig.

Im Jahr 2010 hatte Taiwans Regierung nach einem mehrjährigen Moratorium wieder begonnen, Todesurteile zu vollstrecken. Dazu hatte ich diesen Bericht im Deutschlandfunk veröffentlicht: Rückschritt in Sachen Menschenrechte

Im Jahr 2010 wurden vier Häftlinge hingerichtet (per Schuss ins Herz), 2011 waren es fünf, nun sechs. Ich denke, da kann man von einem Trend sprechen.

Wie kam es dazu? Streit um Todesstrafe in Taiwan, mein Blogeintrag von 2010

Aktuell sitzen in Taiwan noch 55 Häftlinge im Todestrakt.

 

Diagramm: Morde und Hinrichtungen Taiwan

 

Ein grausamer Mord polarisiert die Diskussion

Ein Auslöser für den Vollzug der jüngsten Hinrichtungen dürfte ein besonders grausamer und Aufsehen erregender Fall aus Tainan sein: Der Täter hatte einem Zehnjährigen die Kehle durchgeschnitten – angeblich, um sich so eine bequeme Gefängniszelle auf Lebenszeit zu sichern. „In Taiwan wird man sowieso nicht mehr hingerichtet, selbst wenn man einen oder zwei Menschen tötet“, soll er gesagt haben.

Kein Wunder, dass eine Empörungswelle folgte und viele Taiwaner forderten, die Todesstrafe auf keinen Fall abzuschaffen.

Auf Chinasmack wurden einige Reaktionen übersetzt: Child’s Death Rallies Support for Death Penalty in Taiwan

Internationale Kritik an der Todesstrafe in Taiwan

International aber beschädigen die Hinrichtungen Taiwans Image. Zwar werden oft die USA und Japan als Beispiele für  Demokratien mit Todesstrafe genannt, aber gerade aus europäischer Sicht bietet Taiwans Todesstrafe immer wieder Anlass für Kritik.

Zwei Juristen aus Deutschland und Österreich, die Professoren Eibe Riedel und Manfred Nowak, wurden von Taipei gebeten, Taiwans offiziellen Menschenrechts-Bericht zu prüfen. Vor wenigen Wochen hatten sie die Regierung gebeten, vor ihrem Besuch im Februar keine Hinrichtungen mehr durchzuführen. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen die jüngsten Entscheidungen auf ihre Arbeit haben werden.

Nach den fünf Hinrichtungen Anfang 2011 hat sich sogar die Bundesregierung offiziell zu Taiwan geäußert, was ja selten vorkommt. Der Menschenrechtsbeauftragte im Auswärtigen Amt, Markus Löning, sagte damals:

Ich verurteile die Hinrichtungen scharf. Taiwan habe ich immer als  ein positives Beispiel für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit  angesehen. Umso schlimmer ist es, dass von Taiwan nun ein solch negatives Signal ausgeht.

 

Nun ist solche Kritik aus der EU an Taiwan ja nicht ganz frei von Heuchelei, denn durch ihre Ein-China-Politik unterstützen die europäischen Regierungen nicht gerade Taiwans demokratische Entwicklung. Das Land meist zu ignorieren und diplomatisch kaltzustellen, in solchen Fällen aber die Moralkeule zu schwingen, ist keine geschickte Strategie.

Lesen Sie weitere Einträge zum Thema „Todesstrafe in Taiwan“

 

Taipei Prison: Gefängnis

 

Unschuldige als Opfer

Auch nach Ende von Taiwans Diktatur gab es Fälle, in denen nachgewiesenermaßen Menschen im Namen des Gesetzes zu Unrecht getötet wurden. Vor knapp zwei Jahren kam heraus, dass noch 1997 ein Unschuldiger hingerichtet worden war.

Oft wurden solche „Geständnisse“ per Folter erpresst. Noch immer sitzen in Taiwan Häftlinge im Todestrakt, deren Schuld nicht unumstritten ist. Auch sie könnten jederzeit hingerichtet werden. So startete Amnesty International kürzlich eine Kampagne, um auf den Fall von Chiou Ho-shun aufmerksam zu machen.

Die jüngsten Hinrichtungen kritisierte Amnesty International in diesem Statement:

Taiwan provides no procedure that would allow people on death row to seek a pardon or for the sentence to be commuted – a right recognized by the International Covenant on Civil and Political Rights, which the Taiwanese parliament has voted to implement.

Family members are not informed about scheduled executions in advance. They only find out when they are invited to collect the body from the mortuary.

In addition, serious fair trial concerns have marked the imposition of the death penalty in Taiwan.

 

In eigener Sache

Meine persönliche Meinung zu dem Thema hatte ich schon vor längerer Zeit in einem Leserbrief an die Taipei Times dargelegt.

In Kürze: Einen Verbrecher zu töten, kann kein verlorenes Leben zurückbringen. Aber einen Unschuldigen zu töten, zerstört weitere Leben. Nämlich die seiner Angehörigen. Weil Fehlurteile niemals völlig ausgeschlossen werden können, halte ich die Todesstrafe für falsch.

Wenn jemand eine andere Meinung hat, respektiere ich das. Ein Forum werde ich Befürwortern der Todesstrafe aber hier in den Kommentaren nicht bieten.


How Giant bikes are produced in Taiwan

Giant has become one of Taiwan’s most recognized brands. Like Asus or Acer in the IT industry, the bicycle producer started out as an original equipment manufacturer (OEM) for Western companies. Beginning in the 1980s, Giant (Chinese: 捷安特 or 巨大) established its own brand.

Many customers in Europe or the U.S. are probably still not aware that it’s a Taiwanese company, and that their Giant bikes may have been produced in Taichung.

Who is the biggest of them all?

With a sales revenue of US$1.56 billion in 2011, Giant defines itself as currently being the world’s largest bicycle manufacturer. The company has 10,000 employees globally. About 2,500 of them work in Taiwan, where Giant was founded 40 years ago.

In 1972, its first year, the company produced less than 4,000 bikes. Giant puts the number at 5.7 million for 2012.

Giant bikes: Made in Taiwan. At least some of them.

When visiting the company headquarters in Taichung with a group of foreign journalists, we had a chance to look inside the manufacturing plant next door. My video gives you an impression of how Giant produces bikes there.

Like so many Taiwanese companies, Giant is taking advantage of low labor costs in China. In 1992, its first factory opened in Kunshan. Today, Giant is operating five plants in China. But unlike other companies, it has not given up on Taiwan as a place for manufacturing.

Giant Bicycles CEO Antony Lo

„Taichung is our head factory,“ Giant Global Group CEO Antony Lo (羅祥安) told us during our visit. „Here, we are making high-end products: carbon fibre and light-weight aluminum.“ In the plant right next to Lo’s office, 2,000 workers are producing parts as well as assembling about 1 million bikes per year.

Giant: not trying to produce as cheap as possible

„We don’t provide anything cheap,“ Lo said. „People are looking for good quality; they are not looking for cheap products.“ His company has positioned itself as a leading provider for rather high-priced sport, fitness and lifestyle bikes. In Germany, for example, typical Giant bikes range from EUR300 to EUR1,000, with the high-end price range between EUR1,500 and EUR3,000. This also includes e-bikes that have recently been gaining popularity. „We like to provide premium quality products at a popular price,“ said Lo.

Giant electric bikes ebikes

The global trend is Giant’s friend: „In the past, most people used their bikes for mobility, transportation, or lifestyle. But now the global trend is that more and more people start cycling for fitness and health reasons.“

That’s why, according to Lo, Giant is seeing strong growth in European markets like Germany and the Netherlands, and in Asian countries like South Korea and Taiwan, where the number of cyclists has increased in recent years.

Giant bikes production Taiwan

Migrant workers making Giant bikes in Taiwan

Because I am very interested in the situation of migrant workers in Taiwan, and had read that Giant Taiwan employs many South-East Asians, I asked Lo how his company is dealing with this situation.

According to him, about 20% of the workers in the Taichung plant are migrant workers — about 350 to 400 people. „We choose them very carefully,“ Lo said. „We have people in Thailand and Indonesia to interview applicants over there. In Taiwan, we have dormitories and people who can speak their language to take care of them.“

Asked if his company pays all migrant workers Taiwan’s minumum wage (currently NT$18,780 / US$645 per month), or if they earn more, Lo said: „We pay according to the skill level. Some of them, we will give more than the minimum wage.“

Giant bikes factory Taiwan

Lo said that Giant has long-term relationships with many migrant workes. Usually, they can work in Taiwan for three years before they have to return to their home countries. „Most of them go home for one month and then come back to us. Many of them have been working with us for more than 10 years.“

Foreign labor is not just relevant in Taiwan, said Lo. For the European market, Giant is operating a manufacturing plant in the Netherlands. Many of the 400-500 workers there are Polish. „I think if you do the balance right, local workers plus guest workers, that’s a good system.“

Giant Anyroad bikes showroom

I published a report about Giant on the Deutsche Welle website. It has been translated into Chinese: 來自台灣的自行車巨頭

Cycling in Taipei

Although Giant is operating Taipei’s public Youbike system, the city is not yet really suited for bike commuting. I attached a camera to my bike and filmed this POV video to give you an impression of what cycling in Taipei feels like:

What is your opinion about Giant bikes? Have you noticed them becoming more popular in your country?

I am a German reporter living and working in Taiwan. Read more English posts on this mostly German blog. Follow me on Twitter, Facebook, Plurk, or Google Plus.

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