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Die tapferen Männer von Yeliu

Anlauf nehmen, Gas geben, springen und ab ins kalte Hafenbecken: So läuft das bei diesem religiösen Fest. Und danach warten noch die heißen Kohlen.

Yehliu GIF

Taiwaner haben nicht viel Urlaub, aber oft etwas zu feiern. Gerade erst hatten wir Chinesisch Neujahr, für Familien so wichtig wie bei uns Weihnachten und Silvester zusammen. Und zwei Wochen später stand wieder ein Feiertag an: Das Laternenfest.

Seine Ursprünge (mehr …)


Taiwan und der Islam: Mehr als Touristen und Gastarbeiter

Nicht nur im Schatten der Weltpolitik liegt Taiwan, sondern auch abseits internationaler Flüchtlingsrouten. Syrien und der Nahe Osten sind von hier aus der Ferne Westen. Ist der Islam in Taiwan also ein Fremdkörper? So einfach ist es nicht.

Islamisches Grab Friedhof

Frauen mit bunten Kopftüchern, Läden mit dem Koran in der Auslage, exotisches Essen: Auch das ist Taipeh. Die allermeisten Menschen hier wissen aber nichts davon. (mehr …)


Minderheitenveranstaltung Ostern: Christen in Taiwan

Ostern in Taiwan? Kein großes Thema. Kein Wunder, denn nur wenige Taiwaner sind Christen. Trotzdem hat der Vatikan hier eine richtige Botschaft.

Friedhof in Taiwan

Gäbe es in Taiwan Osterhasen, hätten sie ein ruhiges Leben. Das alljährliche Ostereier-Verstecken wäre hier jedenfalls flott erledigt. Nur etwa fünf Prozent der Taiwaner sind Christen und machen sich etwas aus Ostern, das im Chinesischen (mehr …)


Zähne ziehen im Auftrag des Herrn

Die meisten westlichen Ausländer in Taiwan kommen und gehen. Neulich aber stand ich hier am Grab eines Mannes, der vor fast 150 Jahren nach Taiwan kam und wirklich Spuren hinterlassen hat.

George Mackay war 27, als er sich von Kanada auf den Weg in den Fernen Osten machte. Der presbyterianische Pastor ging in Taiwans Norden, als erster christlicher Missionar überhaupt.

Taiwan Mackay Grab

Taiwan, der Wilde Osten

Im Jahr 1872 war Taiwan so etwas wie der „Wilde Osten“ des chinesischen Kaiserreichs: Ein rauer, malariaverseuchter Außenposten, wo (mehr …)


MORGEN, 23.9.: Deutschsprachiger Gottesdienst in Taipeh

Evangelischer Gottesdienst in deutscher Sprache: Am 23. September um 15 Uhr findet in Taipei ein Familiengottesdienst mit Abendmahl und Taufe statt.

Ort: Mother of God Church in Tien Mou (171 Zhongshan North Road, Sec.7, am Kreisverkehr)

Kontakt:
Pfarrer Hanns Hoerschelmann, Email: info@egdshk.org

4.10.: Deutscher Wirtschaftsstammtisch in Taichung

The German Trade Office Taipei would like to invite you to our German Trade Office Wirtschaftsstammtisch in Taichung to a networking event for the German-Taiwanese business community in central and southern Taiwan.

Thursday, October 4, 2012, 6:30-9:30 pm
The Splendor Hotel Taichung – Wine and Cigar Bar

12F, No. 1049, Jianxing Rd., Taichung 403
台中日華金典酒店12樓雪茄館
台中市健行路1049號(台中港路旁)

Please join us for a delicious buffet and enjoy a free flow of beer, white or red wine as well as soft drinks from 6:30 to 9:30 pm. You are welcome to circulate this invitation among your colleagues as well as business partners in the region. For reservation please register with name and company via email to: yu.josephine (at) taiwan.ahk.de

The price will be 900 TWD per person. Please pay directly at the bar. Please register before September 28, 2012.

Real Bavarian beer stein filled with pretzels for just NTD 100? Get it at 溫德德式烘焙餐館 Wendel's German Bakery & Bistro. I saw it at the SYS branch. On the back, there's an Erdinger Weißbier logo.

Gepostet von taiwanreporter am Mittwoch, 2. Mai 2012

Ab 4.10.: Oktoberfeste in Taipeh

Jedes Jahr gibt es in Taiwan mindestens eins, zuweilen sogar mehrere Oktoberfeste mit bayrisch-deutschem Flair. So in diesem Jahr zum Beispiel im Restaurant Wendels in Tienmu vom 04. bis 21.10.2012.

28.10.: Taiwankonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Die traditionsreiche Sächsische Staatskapelle Dresden (gegründet 1548) wurde von der britischen Zeitschrift Gramophone 2008 als eines der zehn besten Orchester der Welt benannt.

Am 28. Oktober 2012, 19:30 Uhr wird die Staatskapelle in der National Concert Hall von Taipeh (bei der CKS-Gedenkhalle) auftreten und Werke von Richard Wagner (aus Tannhäuser und Rienzi) sowie die 1. Sinfonie von Johannes Brahms präsentieren.

Quellen: Newsletter Deutsches Institut, Deutsches Wirtschaftsbüro

Ich empfehle auch einen regelmäßigen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Weitere deutschsprachige Taiwan-Informationsquellen nenne ich hier. Und Hinweise auf alles, was ich übersehen habe, sind immer willkommen.


Unkraut jäten, Blumen wässern, Wege harken – oder einfach ein paar Minuten stilles Gedenken: Dass viele Menschen regelmäßig den örtlichen Friedhof besuchen, bin ich aus Deutschland gewohnt. In Taiwan dagegen tragen die Friedhöfe ihren Namen wirklich zu Recht, denn normalerweise verirrt sich kaum jemand dort hin.

Die Gräberfelder ziehen sich in Taipeh an den Flanken der Hügel entlang, und aus der Entfernung kann man sie mit ihren Mäuerchen und Mausoleen fast für kleine Stadtviertel halten. Weil sich hier dem Volksglauben zufolge außer den eigenen Ahnen auch viele andere, möglicherweise feindselige Geister herumtreiben, lassen die Taiwaner es nicht drauf ankommen und entzünden lieber am eigenen Hausaltar ein Räucherstäbchen für die Verstorbenen.

Nur einmal im Jahr, im April, wird es lebhaft auf den Friedhöfen. Zum „Gräberputzfest“ bringt man traditionell gemeinsam die Gräber der Vorfahren auf Vordermann. Kinder und Enkel nehmen dafür weite Wege in den Heimatort auf sich. Wenn es in die Berge geht, müssen sie Sichel und Besen schon mal eine Weile über Stock und Stein schleppen, bis ein Grab erreicht ist – und das nächste liegt vielleicht noch einmal ganz woanders. In Taipeh geht es bequemer zu: Zwischen U-Bahn und Friedhof pendeln städtische Sonderbusse.

Ahnenverehrung ist von zentraler Bedeutung für den chinesischen Volksglauben, der sich in Taiwan munter mit taoistischen und buddhistischen Bräuchen mischt. Die Geister der Vorfahren beobachten aus dem Jenseits das Treiben ihrer Nachkommen und sehen es gerne, wenn die sich um sie kümmern. Neben Gebeten gehört dazu auch das Finanzielle, denn im Jenseits geht es zu wie auf Erden – ohne Geld hat man es schwer.

Also sorgen die Taiwaner für Nachschub und verbrennen bündelweise „Geistergeld“ – dicke gelbe Papierscheine, die als Rauch aufsteigen und so bei den Ahnen ankommen. Nach dem selben Prinzip trägt beim Gebet der Qualm von Räucherstäbchen die Gedanken nach oben. Auch beim Gräberputzfest entzündet jede Familie nach getaner Arbeit ein Feuer, und über den Friedhöfen stehen dichte Rauchschwaden.

Weil die Luft manchmal ganz schön dick wird, wirbt die Stadtregierung von Taipeh jedes Jahr um Vertrauen für die Müllabfuhr: Man garantiere, dass Geistergeld in die Müllverbrennungsanlagen wandere, wie es sich gehört. Trotzdem lässt sich kaum jemand davon abhalten, nach althergebrachter Tradition die Scheine selbst in die Flammen zu werfen.

Steht ein Begräbnis an, bleibt es oft nicht beim Geistergeld. Wer es sich leisten kann, lässt bei spezialisierten Papier-Handwerkern alles anfertigen, was der Verstorbene im Jenseits gebrauchen kann. Von Kleidung und Schmuck über den noblen PKW bis zum kompletten Miniatur-Modellhaus samt Einrichtung wird alles liebevoll gebastelt, um dann verbrannt zu werden. Sogar Mobiltelefone, Notebook-Computer und iPads aus Papier sind mittlerweile im Angebot. Der technische Fortschritt macht in Taiwan auch vor der Religion nicht halt.

Eine Folge aus meiner Taiwan-Kolumne im heimatlichen Anzeigenblatt.