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Ein Buch über Architektur in Taiwan

Taiwans Architektur – das sind nicht nur Betonkästen mit verwitterten Betonfassaden oder schmuddeligen Kacheln, die das Bild vom Leben in Taiwan prägen.

Abgesehen vom Taipei 101 und anderen Touristenattraktionen muss man allerdings schon genau wissen, wohin man schauen sollte, um ansprechende und ungewöhnliche Bauwerke zu entdecken. Dabei kann der Architekturführer Taiwan helfen.

Am Samstag (13.10.) ist Autor Ulf Meyer in Taipeh, um die englische Ausgabe seines Buches vorzustellen.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr im URS21 Chung Shan Creative Hub 中山創意基地 (Facebook), einem Ort, der mir noch nicht bekannt war. Adresse: Minsheng East Rd., Sec. 1, No. 21. Meyer wird seinen Vortrag auf Englisch geben.

Aufs Bild klicken zum Vergrößern:

Auf Deutsch ist der Architekturführer Taiwan z.B. bei Amazon.de erhältlich:


Weil der Verlag mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat, konnte ich mir das Buch einmal ansehen. Größer als ein übliches Taschenbuch, mit mehr als 250 Seiten und sehr vielen ansprechenden Fotos macht es einen hochwertigen Eindruck.

Taiwans „dritter Weg“

Im Vorwort erklärt Meyer, der seit 2003 fast jedes Jahr nach Taiwan gekommen ist, was ihn hier fasziniert:

Wie das Land, so sucht auch seine Baukunst nach einem Platz in der Welt: zwischen westlicher Wirtschaftsordnung und östlicher Kultur und Mentalität – einen dritten Weg zwischen rationaler Moderne und traditioneller Ikonografie.

Architekturführer Taiwan Hauptpostamt Taipei

Die Konkurrenz zwischen Taiwans Städten und Regionen, die „um Bedeutung, Status, Besucher, Investitionen und Aufmerksamkeit wetteifern“, sieht er als Stärke Taiwans:

Der Wettbewerb zwischen den Metropolen treibt bunte Blüten; doch ist in Taiwan gute bis sehr gute Architekturqualität oft auch in kleisten Gemeinden oder auf dem Land zu finden. Die Regionen haben ihre kulturellen Eigenheiten und sind souverän genug, Architektenkarrieren zu ermöglichen und zu fördern.

Architekturführer Taiwan Kongresszentrum Taichung

Von der japanischen Kolonialzeit bis in die Gegenwart

Im Hauptteil stellt Meyer 125 bemerkenswerte Bauten vor, von der japanischen Kolonialzeit bis zu aktuellen Projekten, von denen erst Entwürfe existieren.

Mit 56 Einträgen stellt Taipei City den Löwenanteil. Aber auch Regionen wie Taoyuan, Chiayi, Yunlin und Changhua sind vertreten. Fast alle Bauwerke werden auf mindestens einer Seite mit mehreren Fotos vorgestellt. Es gibt auch QR-Codes, um per Smartphone den Weg zu finden.

Architekturführer Taiwan Kaohsiung

Das Spektrum reicht dabei sehr weit:

  • Unübersehbare Zeugnisse der japanischen Kolonialzeit (Präsidentenpalast, Zhongshan-Halle, Red House Theatre, Kontroll-Yuan, Nationalmuseum)
  • Nach 1949 entstandene Bürohäuser, Kirchen, Universitäten und Monumente (CKS- und SYS-Gedenkhalle, Grand Hotel)
  • Aktuelle Hingucker (Taipei 101, Keramikmuseum Yingge, Chung Tai Shan-Kloster, World Games-Stadion)
  • Gewagte Bauten der nahen Zukunft (Theaterzentrum am Shilin-Nachtmarkt,  TEK Cube am Citizen Boulevard, Taipei Pop Music Centre, geplant für 2014 an der MRT Kunyang)

Architekturführer Taiwan Pop Music Centre

Die Texte sind kenntnisreich geschrieben – nicht nur, was das Fachwissen um Architektur angeht. Der Autor hat sich auch gründlich mit Taiwans (Stadt-)Geschichte und Kulturen beschäftigt. So lernt man nebenbei eine Menge dazu, und das macht diesen Architekturführer zu einer guten Ergänzung für klassische Taiwan-Reiseführer.

Auch wer schon länger in Taiwan wohnt, wird das eine oder andere Bauwerk mit neuen Augen betrachten und auch dort Interessantes entdecken, wo er vorher vielleicht nur ein weiteres Bürohaus-Monstrum gesehen hat.

Architekturführer Taiwan Hung Kuo Gebäude


Es gibt unzählige Perspektiven, aus denen man Taiwan betrachten kann. Weil jeder Betrachter seine eigenen Schwerpunkte setzt, existieren im Netz mindestens so viele Taiwans wie Leute, die darüber schreiben.

In meiner Blogroll in der Leiste rechts liste ich lesenswerte, aktive deutschsprachige Taiwan-Blogs auf. Künftig werde ich versuchen, immer zum Wochenende zusammenzufassen, was sich dort im Lauf der Woche getan hat. Denn es wäre doch schade, wenn interessante Texte unbemerkt bleiben.

Willkommen also zur ersten Ausgabe der deutschen Taiwan-Blogschau!

Die Leistung der Woche

Für die deutsche Redaktion von Radio Taiwan International hat Ilon Huang am Taipei 101-Treppenwettlauf teilgenommen. In 33 Minuten schaffte er es in den 91. Stock, Pinkelpause inbegriffen. Respekt! (Der Sieger, ein Australier, brauchte 11:26. Der deutsche Vorjahressieger war nur vier Sekunden langsamer.) Ein schöner Bericht, der Mut macht, nächstes Jahr vielleicht selbst an dem Rennen teilzunehmen.

Und sonst?

  • Marc (alias „Ein Hesse in Taiwan“) veröffentlicht eine Auswahl seiner Lieblings-Warnschilder und sonstigen Kuriositäten. (Das erinnert mich an einen Beitrag, den ich vor vier Jahren über Taiwans gefährliche Rolltreppen geschrieben habe.) Außerdem hat er vom Elephant Mountain aus den Blick aufs Taipei 101 genossen.
  • Gaby stellt den Konfuzius-Tempel in Taipeh vor, hatte regenfrei wegen sintflutartiger Niederschläge und berichtet von einer Diskussion über Steinlöwen, die zu eindeutig Männlein bzw. Weiblein sind.
  • Ludigel ist für ein paar Wochen in Deutschland und freut sich, dass sein Junior dort – anders als in Taiwan – die Nächte durchschläft.

Natürlich freue ich mich über Hinweise, wenn ich interessante Blogs übersehen habe.


Goodbye 2010, Happy New Year 2011!

Every year, the New Year’s Eve fireworks at Taiwan’s landmark skyscraper Taipei 101 are among the world’s most spectacular.

This year, they were particularly lavish, as 2011 marks the 100th anniversary of the founding of the Republic of China. The „ROC“ is the state that governs Taiwan since 1945.

At 508 meters, the Taipei 101 is the world’s second tallest building.

You can watch the complete HD video of the 2011 fireworks right here: (mehr …)


Der wahrscheinlich schönste Wolkenkratzer der Welt

Auf das Taipei 101 kann Taiwan zu Recht stolz sein. Auch, wenn es nicht mehr das allerhöchste Gebäude der Welt ist – ein Wahrzeichen stellt es allemal dar, und es macht das Land in der Welt bekannt.

Nicht umsonst gehört mein über zwei Jahre alter Eintrag über das Hochhaus und sein riesiges goldenes Schwingungstilger-Pendel zu den meist-angeklickten auf diesem Blog. (Viele suchen übrigens im Netz auch nach der Schreibweise „Taipeh 101“.)

Grund genug, auch in meiner kleinen Privat-Kolumne im heimatlichen Anzeigenblatt das Taipei 101 einmal vorzustellen:

Taiwan-Kolumne Taipei 101

Auf Flughäfen gab es vor kurzem eine originelle Plakat-Werbekampagne der Financial Times zu sehen. Da befindet sich das Taipei 101 in guter Gesellschaft:

Financial Times Skyscrapers Poster Advertisement

Wolkenkratzer Taipei 101 Plakat Werbung

War noch was? Ach ja..

Jimmy Lai, Apple Daily und Next Media

Vor kurzem hatte ich ja im NDR -Medienmagazin „Zapp“ einen TV-Beitrag über die animierten Nachrichtenvideos der Boulevardzeitung Apple Daily untergebracht.

Nun hat Wired einen ganz großartigen, informativen und seeehr ausführlichen Artikel darüber veröffentlicht, wer dieser Jimmy Lai ist, der hinter dem Unternehmen steht, und wie genau die Videos entstehen. Unbedingt lesenswert, auch wenn die nicht unberechtigte „das ist kein Journalismus mehr“-Kritik dort keine Rolle spielt.


Eine Reise von Taiwan nach Malaysia

Während Taiwans öffentliches Leben wegen des Chinesischen Neujahrsfests quasi zum Erliegen kam und die Nation sich mit roten Geldumschlägen beglückte, habe ich die kursfreie Zeit für einen Abstecher nach Malaysia genutzt.

Es gibt hier in der Region so viele Länder, in die man in weniger als vier Stunden und für weniger als 400 Euro fliegen kann – irgendwo musste ich ja anfangen.

Volksgruppen und Religionen in Malaysia

Malaysia ist für Touristen u.a. deswegen besonders interessant, weil sie hier auf einer einzigen Reise drei asiatische Kulturen/Volksgruppen/Religionen erleben können: Malaien (Muslime, 50-60% der Bevölkerung), Chinesen (Buddhisten, Taoisten etc., 20-25%) und Inder (Hindus, ca. 10%). Mit 27 Millionen Einwohnern ist Malaysias Bevölkerung nur wenig größer als die Taiwans.

Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion, die meisten Frauen malaiischer Herkunft tragen Kopftuch. Für Muslime gilt neben der weltlichen auch eine religiöse Gerichtsbarkeit. (So, dass z.B. Frauen wegen vorehelichem Sex Stockhiebe erhalten können. Nicht gut.) Vom Islam lossagen können gebürtige Malaien sich so gut wie nicht.

Die Chinesen sind traditionell wirtschaftlich am stärksten, die Inder, einst von den Briten (Linksverkehr!) als Arbeitskräfte ins Land geholt, stehen weniger gut da.

Die Regierung hat die Parole „1Malaysia“ ausgegeben und verordnet ethnische Harmonie als erste Bürgerpflicht, aber natürlich gibt es trotzdem Spannungen. (Man suche mal nach den Stichworten „Allah + Malaysia + Katholiken“.)

Mein oberflächlicher Fünf-Tage-Eindruck ist aber ungetrübt. Das hervorragende Essen wird auch seinen Teil dazu beigetragen haben.

Petronas Towers in Kuala Lumpur

Symbol der Hauptstadt Kuala Lumpur sind die Petronas Towers, von 1998 bis zur Fertigstellung des Taipei 101 im Jahr 2004 die höchsten Gebäude der Welt. Dies ist die Aussicht vom Fernsehturm nebenan, der auf einem Hügel steht:

Petronas Towers in Kuala Lumpur, Malaysia

Ein paar Fotos der Malaysia-Reise habe ich bei Facebook eingestellt.

Felix Baumgartner springt von Wolkenkratzern

A propos hohe Häuser… woraus man so stößt: Der Österreicher Felix Baumgartner macht sich einen Spaß draus, runterzuspringen. Mit Fallschirm. Als Basejumper.

Zum Beispiel vom Taipei 101:

http://www.youtube.com/watch?v=CcO6oENpyBE

Den Fallschirm hatte er angeblich am Tag zuvor in der Decke der Toilette deponiert.

Und auch von den Petronas Towers:

Würde mich interessieren, ob Felix Baumgartner schon Einreiseverbot in die Vereinigten Arabischen Emirate hat.


In ein paar Stunden gehe ich vor die Tür, um mir das 2010-Feuerwerk am Taipei 101 anzusehen – allerdings aus sicherer Entfernung, denn rund um das Gebäude werden Menschenmassen erwartet, gegen die der Shilin-Nachtmarkt am Wochenende wie das Vereinsfest der freiwilligen Feuerwehr Neubiberg wirkt. (Grüße an Julian!)

Nachtrag: Das Video vom Feuerwerk am Taipei 101 zu Silvester 2010/2011.

Anlässlich des neuen Jahrzehnts gehe ich mit der Zeit und bin nun auch auf Twitter aktiv. Und voraussichtlich demnächst auch auf Facebook. Beides eher beruflich orientiert und auf englisch, zwecks Verbreiterung der Kontaktbasis vor Ort.

Follow taiwanreporter on Twitter

Im neuen Jahr können wir uns ja einen Spaß daraus machen, Strichlisten zu führen: Wie viele Karten, Globen, Grafiken etc. stellen Taiwan als eigenständiges Land dar?

Im Souvenir-Shop des Taipei 101 werden jedenfalls Globen verkauft, die genau das nicht tun. Darüber regt nicht nur J. Michael Cole sich auf.

Zur Nachhilfe empfehle ich folgendes Video, mit besonderer Aufmerksamkeit bei 1:08.

Noch ein paar Links, bevor die Zeit abläuft: Miese Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter in Taiwans Fabriken (dazu auch etwas auf deutsch).

Lesetipp: Mein englischer Text über Taiwans Gastarbeiter, die Ausländer zweiter Klasse

Eine Luxusyacht reist von der Werft in Taiwan zu einer Ausstellung in Deutschland, Taiwans Werften gehören „zu den besten der Welt“. Faszinierende Zeitreise: Chiang Kai-shek war zwischen 1927 und 1955 zehnmal auf dem Cover des Time Magazine. Man kann auch die dazu gehörigen Artikel aufrufen. Ein schön ausführlicher Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1999, als Präsident Lee Teng-hui es wagte, für Taiwans Beziehungen zu China das deutsch-deutsche Verhältnis zum Vergleich heranzuziehen.

Ganz aktuell, umfassend und als sachliche Einführung zu Taiwans Geschichte und Situation unbedingt empfehlenswert: Jens Damm, der in Taiwan lebt, über „Taiwan auf dem Weg zur pluralistischen und multikulturellen Demokratie“.

Und zum Abschluss ein Hinweis der Taiwan-Vertretung in Deutschland:

Gerne möchten wir Sie auf einen Taiwan-Themenabend hinweisen der am Samstag, den 9. Januar 2010 im digitalen ARD-Sender EinsExtra ausgestrahlt wird:

20:15 Taiwan – Schatzinsel im Chinesischen Meer (wird um 23:20 Uhr wiederholt)
21:02 „EinsExtra im Gespräch“ – Moderator Ulrich Timm, der vom 15.-22.11.2009 in Taiwan weilte, und Dr. Hermann Halbeisen von der Universität Köln sprechen über die politische und wirtschaftliche Entwicklung zu beiden Seiten der Taiwanstraße
21:30 „Heilen mit Kräutern und Nadeln“ – Traditionelle chinesische Medizin auf Taiwan

Falls Sie EinsExtra digital nicht empfangen können, können Sie die Sendungen auch im Internet sehen unter http://eins-extra.de/ Sendungen von A-Z.