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Entries tagged with “Deutschland aus Sicht Taiwans”.


Schweigen im Bloggerwald

Sind schon alle im Urlaub, oder liegt es an der EM? Es war eine ruhige Woche in der deutschen Taiwan-Blogosphäre.

Wenn das so weiter geht, findet diese Blogschau im Sommer vielleicht nur alle zwei Wochen statt.

Assoziationskette der Woche

Luo2 You1 macht sich ein paar Gedanken über McDonald’s nicht unumstrittene Bubble Tea-Werbekampagne in Deutschland, kommt auf das japanische Erbe in Taiwan und Besonderheiten der taiwanesischen Sprache zu sprechen und endet mit einem Foto des wohl schönsten Toilettenhäuschens von Taiwan. Puh.

Ein Stück Niedersachsen in Taipeh: Ein Militaria-Laden in Ximending verkauft solche Helme. Ob die auch Scooter-tauglich sind? Die schwarzen Mützen mit dem Totenkopf-Emblem aus dem Regal darüber bilde ich hier lieber nicht ab.

Trip der Woche

Marc alias „Ein Hesse in Taiwan“ hat Strandurlaub auf den Philippinen gemacht. Auf den Billigairline-Flügen dorthin wird offenbar gern mal das Gepäck geplündert. Er verrät, wie er sich dagegen geschützt hat. Außerdem schildert Marc, wie der kürzliche Tropensturm ihn dann doch nicht getroffen hat und gibt bekannt, dass er Taiwan bald wieder verlassen wird. Schade!

Ich empfehle auch ab und zu einen Blick ins deutsche Forum von Deutschland.tw bzw. Forumosa.com. Und Tipps für interessante Blogeinträge sind immer willkommen.


Was denken Taiwaner über das Leben in Deutschland?

„Wir Taiwanesen lieben es einfach lebendiger“ – mit dieser Aussage begann die Hamburger Morgenpost am 20. Juli einen Artikel über Hamburger mit ausländischer Herkunft.

Unter all den vielen Einwohnern, die in Frage kämen, wählten die Kollegen eine Taiwanerin aus: Huang Piao-Lien, Angestellte aus Hamburg-Wentorf, seit 1979 in Deutschland. Sie hat einen kleinen kurzen Fragebogen beantwortet.

Es sind interessante Antworten, gerade weil man sie so vielleicht schon mal von anderer Seite gehört hat.

Besonders typisch:

  • Das gefällt ihr an Deutschland: „Die Luft ist hier viel sauberer und die Umwelt schöner.“
  • Das gefällt ihr nicht: „Deutschland ist zu ruhig. Für mich ist es vor allem abends langweilig – die Geschäfte haben nicht so lange auf wie in Taiwan.“
  • Was ist in Taiwan besser? „Im asiatischen Raum ist man sich schneller vertraut – die Deutschen sind distanzierter.“

Was denkt Ihr, liebe Leser? Hat sie recht, oder lebt sie schon zu lange in Deutschland?

Taiwan Artikel Mopo Hamburger Morgenpost

Besonders schön natürlich, dass die Mopo-Redaktion kein Problem damit hatte, Taiwan samt Flagge gleichberechtigt neben anderen Ländern aufzuführen. Hoffen wir, dass es keine Proteste aus China hagelt.

Wer die Redaktion für Ihre Entscheidung loben möchte, kann sich ja an leserbriefe@mopo.de oder redaktion@mopo.de wenden.

 


…und zwar nicht über unsere legendäre, in ganz Taiwan bekannte Fähigkeit, sich ausschließlich von Schweinshaxen zu ernähren. Nein, es ist Deutschlands Wirtschaftsleistung und, man höre und staune: gerechte Vermögensverteilung, die das taiwanische Wirtschaftsmagazin Business Weekly (商業周利) zu seinem aktuellen Titelthema bewogen hat.

Cover des Magazins Business Weekly

Von Deutschland kann Taiwan sich noch eine Ecke Käse abschneiden, soll das wohl heißen.

Was da steht?

Seine Fläche ist kleiner als eine chinesische Provinz, und es ist nicht abhängig von der Unterbewertung seiner Währung. Dennoch exportiert es fast so viel wie die USA , und seine Produkte verkaufen sich weltweit zu Höchstpreisen.

Sein Wirtschaftswachstum ist das größte der G7, aber der Abstand zwischen arm und reich ist am geringsten.

Wie kann es gleichzeitig reich und fair sein?

Das Deutschland-Wunder

Wir portraitieren drei deutsche Städte (i.e. Hamburg, Berlin, Stuttgart), erforschen die 100-jährige Struktur dieses starken Landes und finden Lösungen, um Taiwan langsam wieder zu beleben.

Ja, da wallen im 7/11 unvermittelt die patriotischen Gefühle auf. Besonders, wenn man gleich zu Beginn des 25-seitigen Berichts auf ein Hamburg-Hafenpanorama stößt.

Artikel über Hamburg

„Hamburg, Deutschlands größter Hafen.“ So ist das.

Wer nicht in Taiwan ist und trotzdem sein Wirtschaftschinesisch trainieren will, sollte sich mal diese Seite von Business Weekly ansehen. Offenbar kann die Artikel online lesen, wer einen Account angelegt hat.

Business Deutschland Familie

Blond und glücklich, so sind wir Deutschen wohl.

Über das Deutschland-Bild der Taiwaner hatte ich schon mal geschrieben.

Also, liebe Leser in Deutschland, ist die Lage wirklich so rosig?


I am always happy to find German traces in Taiwan, but sometimes they leave me confused. I collected these advertisements and shop signs in the course of more than two years on the streets of Taiwan. I honestly never heard of these brands in my whole life, of which I spent more than 30 years living in Germany.

However, it is good to know that German products are so popular in Taiwan.

Back in 2008, I interviewed Andreas Gursch, who was then deputy head of the German Trade Office in Taipei, on the importance of Taiwan for the German economy and vice versa. The interview is still online here.

According to the German Trade Office, in 2010 Germany was Taiwan’s 8th biggest export market (#1 in Europe) and 7th biggest source if imports, with a bilateral trade volume of about USD 14 billion.

But now, for the pictures:

Click here for more English entries on this otherwise mostly German blog.

Excerpts from the interview with Andreas Gursch:

Taiwan ist jetzt bereits ein ganz wichtiger Handelspartner in Asien, und Deutschland ist der wichtigste Handelspartner für Taiwan in Europa. Die 250 in Taiwan vertretenen deutschen Unternehmen machen gute Geschäfte, egal ob es sich um Produzenten von chemischen Produkten handelt, Maschinenbauer oder Zertifizierungsunternehmen. So kommt ein großer Teil der Maschinen für die neue taiwanische Solarindustrie aus Deutschland. Außerdem sind hier natürlich deutsche Luxusgüter gefragt, allen voran Autos. (…)

Der Schutz geistigen Eigentums funktioniert in Taiwan sehr viel besser als in China. Das Rechtssystem ist mit dem deutschen verwandt. Man kann als westliches Unternehmen im Notfall seine Kooperationspartner verklagen und sogar Recht bekommen. Ein weiterer Aspekt, der für Taiwan spricht, ist die Infrastruktur, die in Asien ihresgleichen sucht. (…)

Taiwan ist nicht nur geografisch ideal gelegen, es ist auch eine freie Gesellschaft, mit freien Medien, wie in einem europäischen Land. Die Regierung macht auch kaum Restriktionen, in welchem Bereich man investieren darf oder nicht. Die Menschen hier sind extrem gut ausgebildet, fast alle waren schon im Ausland, und viele haben in Europa oder Amerika studiert. Und auch die „weichen Faktoren“ darf man nicht unterschätzen. Es ist ein sehr sicheres, schönes Land, in dem es sich als Ausländer gut leben lässt, und es hat nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im kulturellen Bereich viel zu bieten.


Germans attend conference on transitional justice in Taiwan

Has Taiwan come to terms with its period of martial law and „White Terror“, or are there still open wounds to be healed? Can Germany’s experience in dealing with its own past provide any help?

This seems to be one of the few areas where experiences related to German division actually can be meaningfully compared to Taiwan’s situation.

Jörn Mothes was in Taipei one year ago and brought a piece of the Berlin Wall with him then. I filmed this German TV report about that event:

Hubertus Knabe is director of the East German Secret Police (Stasi) prison/museum Hohenschönhausen in Berlin. Writing on Taipei’s Jingmei Prison Memorial, I recommended Hohenschönhausen as a model for making students learn about their country’s history.

The conference program (click to enlarge):

Taiwan transitional justice conference program

On 14.11.2010 a symposium regarding different topics about how to deal with an authoritarian past and related issues will take place in Taipei.

Chinese title: 「見證與反思—台德人權博物館實踐經驗交流論壇」

There are four German guests to attend, among them are two former state commissioner for Stasi-files, Joern Mothes and Edda Ahrberg and the quite renowned director of the Museum (Stasi-prison) Hohenschoenhausen, Dr. Hubertus Knabe.

The symposium comes with German and Chinese translation.

Date and Place: 14.11.2010, 09.30 to 17:30h, Conference Room of the Institute of Social Science at the NTU, Xuzhou Rd. No. 21  (registration: 29393091#67575)

「見證與反思—台德人權博物館實踐經驗交流論壇」

主辦單位:行政院文建會
承辦單位:國立政治大學台灣史研究所
時間:2011年11月14日(星期日)09:30 -17:30
地點:台灣大學社會科學院國際會議廳(台北市中正區徐州路21號)
如有任何疑問請EMAIL至twhrhis@gmail.com或於上班時間致電02-29393091轉67575張助教。

I am a German reporter living and working in Taiwan. Read more English posts on this otherwise mostly German blog. You can also follow me on Twitter, Facebook, Plurk, and Google Plus.

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