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Entries tagged with “Taiwan im deutschen TV”.


Feldforschung in Taipeh fürs deutsche Fernsehen

Anfang 30, klug, hübsch, Single. Jemand wie Lydia ist in Taiwan keine Ausnahme. Die Leute heiraten immer später oder auch gar nicht. Vor allem gut ausgebildete Frauen finden oft keinen passenden Partner. Oder liegt es daran, dass sie wie Lydia noch bei den Eltern leben?

Diese Frage versucht die Deutsche Welle demnächst zu beantworten. In den letzten Tagen habe ich ein Fernsehteam (mehr …)


Auf die einen wartet der Friseur, auf die anderen die Todesspritze

Nicht etwa Lebensmittelskandale sind es, mit denen Taiwan seinen guten Ruf riskiert. Wenn die Behörden sich wirklich ums Image ihres Landes sorgen, sollten sie auch beim Tierschutz mehr tun. Ein neuer ARD-Bericht darüber, wie Hunde in Taiwan oft behandelt werden, zeigt jedenfalls einige unangenehme Wahrheiten. (mit Video)

ARD Weltspiegel Schoßhunde in Taiwan

Gepanschtes Speiseöl ist derzeit das größte Thema in Taiwans Medien. Einer der Gründe: Wenn skrupellose Geschäftsleute die Sicherheit von Taiwans Lebensmitteln in Frage stellen, schädigten sie damit den Ruf des ganzen Landes, heißt es. Gesichtsverlust im Ausland will Taiwan aber unbedingt vermeiden.

Eigentlich interessiert sich in Deutschland aber kaum jemand für Taiwans Lebensmittelskandale. Es sind andere Themen, mit denen Taiwan riskiert, in ein negatives Licht gestellt zu werden: Tier- und Umweltschutz zum Beispiel.

In den vergangenen Monaten habe ich der ARD geholfen, mehrere Beiträge in Taiwan zu drehen, die im Weltspiegel gelaufen sind – dem renommiertesten Auslandsmagazin im deutschen Fernsehen. Einmal ging es um Haifischflossen. Und nun um Hunde. (mehr …)


Haifischflossensuppe bringt Taiwan ins deutsche Fernsehen

Es waren ernüchternde Bilder aus Taiwan, die am Sonntag im Weltspiegel, dem renommiertesten Auslandsmagazin im deutschen Fernsehen, zu sehen waren. Taiwans Fangflotten fischen die Meere leer und töten dabei unzählige Haifische. Aber es gibt auch ermutigende Ansätze. (mit Video)

ARD Weltspiegel Haie Taiwan

Stellen Sie sich mal vor, wir würden Rinder schlachten, ihnen die Zunge abschneiden und den Rest wegwerfen. Klingt pervers, aber viel schlimmeres passiert täglich zigtausendfach: Haifische werden gefangen, nur um ihnen die Flossen abzuschneiden. Für Suppe. (mehr …)


Der Mann, der Taiwan in die Tagesschau bringen kann

Ich bin nicht der einzige deutsche Auslandsreporter, der gerade aus Asien zum Heimaturlaub zurückgekehrt ist. Kollege Philipp Abresch, Leiter des ARD-Ostasien-Studios in Tokio, hat heute im NDR auch ein bisschen über seine Taiwan-Erfahrungen geplaudert.

ARD Weltreisen Team

Im NDR-Vorabendmagazin DAS! saß Abresch (Foto oben: in der Mitte) als Studiogast auf dem Roten Sofa und berichtete über sein Leben und Arbeiten in Asien. Das ist für mich natürlich ein interessantes Gesprächsthema!

Wiederholung am Dienstag (2.9.) um 5:05 Uhr früh!

Als Leiter des ARD-Studios Tokio ist Abresch nicht nur Japan zuständig, sondern auch für Südkorea, die Philippinen und – Taiwan! Das bedeutet, falls in Taiwan etwas aus deutscher Sicht wirklich wichtiges passiert, wäre es es, der anreisen und berichten würde, zur Not auch live in der 20-Uhr-Tagesschau.

Bei DAS! erwähnte Abresch nebenbei schon mal, dass Taiwan ein demokratisches, entwickeltes und aufstrebendes Land ist. Gut so! Er erinnerte sich auch an Besuche in der Taroko-Schlucht. Vor allem ging es im Gespräch aber natürlich um Japan, Fukushima etc.

Ich kenne Philipp Abresch noch aus gemeinsamen Zeiten beim NDR in Hamburg-Lokstedt. Seit zwei Jahren arbeiten wir nun auch in Sachen Taiwan immer wieder mal zusammen.

Für das ARD-Studio stehe ich als Ansprechpartner vor Ort bereit, schlage Themen vor, organisiere Drehreisen und bin auch beim Dreh dabei. „Producer“ nennt sich diese Tätigkeit. So sind wir gemeinsam schon an einige tolle Orte gelangt.

Wandertour 046

Über die ARD-Berichte, bei denen ich die Finger im Spiel hatte, habe ich hier auch gebloggt:

Es können gerne noch mehr werden!


Schwimmen statt streiten: Kinmen im Weltspiegel

Neulich war Taiwan ein Thema im ARD-Weltspiegel. Das wohl renommierteste Auslandsmagazin im deutschen Fernsehen berichtete von einem grenzüberschreitenden Wettschwimmen: Vom chinesischen Xiamen nach Kinmen, das von Taiwan verwaltet wird. Verpasst? Hier sind die Videos und ein paar Hintergrund-Infos.

ARD Weltspiegel Kinmen Flagge Taiwan China

120 Chinesen, 80 Taiwaner, acht Kilometer Schwimmen und ein Rennen – das Xiamen-Kinmen-Schwimmen fand am 6. Juli bereits zum fünften Mal statt. Die Richtung, in der die Schwimmer die Meerenge überqueren, wechselt von Jahr zu Jahr.

ARD Weltspiegel Kinmen Schwimmen Karte

China links, Kinmen rechts. Das Ziel war dieses Mal in der Mitte, auf der Insel Lieyu („Little Kinmen“).

Kinmen: Brennpunkt im Kalten Krieg

Natürlich hat die Veranstaltung eine große symbolische und auch politische Bedeutung. Die ältere Generation kennt Taiwans Vorposten vielleicht noch unter dem Namen „Quemoy“. In den fünfziger und sechziger Jahren war Kinmen auch deutschen Nachrichten ein großes Thema: Eine der heißesten Frontlinien im Kalten Krieg, bewaffnet bis an die Zähne, Sperrgebiet sogar für Taiwaner, Ziel amerikanischer Militärausbilder und vor allem unzähliger chinesischer Artilleriegranaten.

Kein Wunder also, dass der Beitrag in der ARD unter dem Titel „Aussöhnung mal anders“ lief. Oder alternativ: „Invasion der Badehosen“.

Das Video:

(Video in der ARD-Mediathek, auch zum Download / Infos zum Nachlesen)

Nicht der erste ARD-Bericht von Kinmen

Mein Job war es, vor dem Rennen Kontakt zur Regionalregierung von Kinmen aufzunehmen, die Reise vorzubereiten und vor allem zwei Teilnehmer zu finden, die sich bereitwillig von der Kamera begleiten lassen. Zum eigentlichen Dreh konnte ich leider nicht mitreisen, weil ich gleichzeitig in Shanghai zu tun hatte (mehr dazu in einem eigenen Blogeintrag).

ARD Weltspiegel Kinmen Schwimmen

Den selben Reporter und Kameramann hatte ich bereits vor einem Jahr nach Kinmen begleitet. Damals drehten sie für den Weltspiegel mit einem Schmied, der aus alten Granaten Messer fertigt.

Lesetipp: Messer, Granaten und Kanonen

Grenzfragen: Schwierige Dreharbeiten

Da ich in die Planung des Schwimm-Beitrags von Anfang an eingebunden war, habe ich miterlebt, wie dieser Dreh sogar die ARD vor Herausforderungen stellte. Der Plan war, sowohl beim Start in Xiamen dabeizusein wie auch 90 Minuten später am Ziel in Kinmen. Die strengen chinesischen Visabestimmungen für Reporter (und auch die ARD-Strukturen) machten eine Arbeitsteilung nötig:

  • Aus dem ARD-Studio Tokio, das auch Taiwan abdeckt, flog ein Team nach Taipeh und von dort nach Kinmen.
  • Aus dem ARD-Studio Peking machte sich ein weiteres Team auf den Weg nach Xiamen.
  • Das Taiwan-Team schnitt seine Sequenzen noch am selben Abend zusammen und überspielte sie nach Peking. Von dort ging der Beitrag zum Sender nach Hamburg.

Wer die ARD nicht von innen kennt, für den mag das nicht besonders kompliziert klingen, aber glauben Sie mir: Im Vorfeld war eine Menge Feinabstimmung nötig. Ich glaube, diese Form der Auslandsstudio-übergreifenden Zusammenarbeit für einen Einzelbeitrag war für den Weltspiegel sogar eine echte Premiere.

Zum besseren Verständnis haben die Kollegen noch diesen kleinen Blick hinter die Kulissen gedreht:

(Video in der ARD-Mediathek, auch zum Download)

Schön finde ich übrigens, dass die ARD ein unverkrampftes Verhältnis zur Verwendung von Begriffen wie „Taiwan“ und „China“ auch auf Landkarten hat:

ARD Weltspiegel Karte Taiwan China

Haben Sie den Beitrag gesehen? Halten Sie ihn für ein gelungenes Beispiel der Taiwan-Berichterstattung, oder hätten Sie etwas anders erzählt?


Was Deutsche in Taiwan so arbeiten

Immer wieder interessant ist es für mich, mehr darüber zu erfahren, wie meine Landsleute in Taiwan ihr Geld verdienen. Unternehmer und Angestellte, Akademiker und Kreative – alle sind vertreten. Ab und zu kann ich über einen von ihnen berichten, und manchmal mündet das sogar in einen Fernsehbeitrag.

Deutscher Designer in Taipei

Der gebürtige Wuppertaler Georg Todtenbier wollte nach dem Design-Studium ursprünglich in Japan arbeiten. Doch dann verschlug es ihn nach Taiwan. Seit elf Jahren lebt er schon in Taipeh und arbeitet in einem Design-Büro, das vor allem Computerhardware gestaltet – Mäuse, PC-Gehäuse – aber auch schon mal einen Wok.

Immer geht es darum, einen Gebrauchsgegenstand so zu gestalten, dass er nicht nur nett aussieht, sondern sich vor allem besser handhaben lässt. Um Althergebrachtes neu zu erfinden, müssen Designer auch Selbstverständlichkeiten grundlegend überdenken. Beim Wok etwa: Warum werden die Griffe eigentlich immer nachträglich angebracht? An den Nahtstellen setzt sich Dreck fest, und früher oder später werden sie wackelig. Die Lösung: Wok und Griffe aus einem Stück. Das spart sogar noch einen Produktionsschritt. Der Hersteller, der seit 30 Jahren Woks herstellte, war angeblich beeindruckt.

Innovationen, Taiwan, ein Deutscher – Georg Todtenbiers Geschichte passte auch gut in die ZDFinfo-Sondersendung „Asiens Computerwelten“ zur diesjährigen Computex. Mein Beitrag über ihn steht nun auch auf Youtube:

Deutsche Unternehmer in Taiwan: Ein Medienthema

Es war nicht das erste Mal, dass ich über die Arbeit von Deutschen in Taiwan berichtet habe. Meine Kooperation mit Tech-Blogger Sascha Pallenberg begann ebenfalls mit einem TV-Porträt über ihn, das ich für 3sat gedreht hatte:

Und dann waren da noch…

Melden Sie sich ruhig, wenn auch Sie in Taiwan einen interessanten Beruf haben oder Ihre Geschäftsidee realisieren. Vielleicht ergibt sich ja eine Berichterstattung.