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Gogoro will die Welt erobern – aber zunächst Berlin

Nach dem Smartphone kommt der Smartscooter: Mit der Verbindung von innovativer Technologie und coolem Design plant ein Hersteller aus Taiwan Großes. Kann Gogoro im Verkehr einen neuen Lifestyle definieren, wie Apple es bei mobiler Kommunikation geschafft hat?

Gogoro Smartscooter Berlin (PR-Bild)

„Made in Taiwan“ hat ja längst immer weniger mit Massenware und mehr mit Innovation zu tun. Dafür stehen Marken wie Asus, Acer oder HTC. Bald könnte ein weiterer Name dazukommen: Gogoro. (mehr …)


Der Stamm der gesenkten Köpfe

Tippst Du noch oder wischst Du schon? Der Siegeszug der Smartphones dürfte in Taiwan noch weiter vorangeschritten sein als in Deutschland. So weit, dass die Regierung vor Verkehrsunfällen durch abgelenkte Fußgänger warnt. Dabei gibt es die Dinger doch erst seit… ja, seit wann eigentlich?

Smartphones Taiwan

Neulich im Kino: Wie üblich liefen vor dem Hauptfilm außer Werbung und Vorschauen auch einige Filmchen von Taiwans Regierungsbehörden. Da klopft sich meist das Wirtschaftsministerium kräftig auf die Schulter, weil man wieder irgendein neues Freihandelsabkommen abgeschlossen hat. Aber diesmal ging es um Leib und Leben: Völlig geistesabwesende Fußgänger (mehr …)


Botschafterin und Bubble Tea: Begegnungen mit Taiwanern in Berlin

Was macht ein Taiwanreporter, wenn er im Deutschlandurlaub seine Insel vermisst? Er fährt nach Berlin! Neulich auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in unserer Hauptstadt habe ich neben der ganzen Technik auch viele Taiwaner gesehen.

IFA Berlin Taiwan

Traditionell teilen sich auf der IFA alle Unternehmen aus Taiwan, die keinen ganz großen Messestand zahlen wollen, eine eigene Halle: Ein großes Zelt mit vielen kleinen Ständen. Wer sich für Handy-Hüllen, Tastaturen, Netzteile und Ähnliches interessiert, könnte hier Stunden verbringen. Und vielleicht sogar Geschäfte machen, denn viele Firmen plakatieren groß: Vertriebspartner für Europa gesucht. Mir machte es einfach Spaß, wieder vertraute Gesichter zu sehen.

Mach Dir Dein Licht! Technik aus Taiwan

Dank meines Taipeh-T-Shirts dauerte es nicht lange, bis sich ein Gespräch ergab. Zwei Herren der Firma Gunitech aus Hsinchu demonstrierten mir ihr Vorzeige-Produkt: Eine LED-Leuchte, die in jede Fassung passt und deren Lichtfarbe sich stufenlos verändern lässt, und zwar – Achtung! – per Handy. Quasi eine bunte Bluetooth-Glühbirne. So kann jeder vom Sofa aus seine ganz persönliche Lichtorgel fernsteuern. Ob die Welt darauf gewartet hat, weiß ich nicht, aber verblüffend war es schon.

Taiwan Botschafterin Berlin

Habe die Ehre! Taiwans oberste Vertreterin in Deutschland

Auf der IFA habe ich auch die Gelegenheit genutzt, Taiwans neue Botschafterin kennen zu lernen. Frau Chen, auf dem Foto im fliederfarbenen Kostüm, sitzt seit Juli in der Taipeh-Vertretung am edlen Gendarmenmarkt. Natürlich darf sie sich offiziell nicht „Botschafterin“ nennen, denn Taiwan ist für unsere Bundesregierung ja kein richtiges Land. Sie war zuvor in Griechenland stationiert, davor in Hamburg. Obwohl sie besser Deutsch spricht als ich Chinesisch, haben wir uns den Spaß gemacht, in ihrer Muttersprache zu plaudern.

Damit sie versteht, was ich in ihrem Land so treibe, drückte ich ihr möglichst schnell mein Taiwan-Buch und den neuen Kalender in die Hand. Sie revanchierte sich mit einer Einladung zum Mittagessen. So bekam ich auf Kosten von Taiwans Steuerzahlern Lachs und neue Kontakte – und von beidem hat man bekanntlich nie genug.

Lin YL

In Berlin gibt es einen Kollegen, der das gleiche macht wie ich – nur umgekehrt. Lin Yu-li berichtet als freiberuflicher Journalist aus Deutschland für Taiwan. Im Moment schreibt er an einem Buch, in dem er seinen Landsleuten unsere Heimat näher bringen will. Sein Trick: Politik, Gesellschaft und das alltägliche Leben so beschreiben, dass die Leser Vergleiche mit ihrem eigenen Land anstellen können. Klingt bekannt, oder?

Prost Blasentee! Ein Restaurant hat überlebt

Kurz bevor der Zug zurück nach Bremervörde fuhr, besuchte ich Berlins führendes Bubble Tea-Restaurant. „Come Buy“ hat den Hype um das aus Taiwan stammende Trendgetränk ebenso überstanden wie das große Ladensterben nach der Medienhysterie letzten Sommer um angebliche Giftspuren. Vielleicht liegt es daran, dass die Kette wirklich aus Taiwan kommt und auch Taiwaner hinterm Tresen stehen.

Beim Blick auf die Speisekarte verstand ich die Bedeutung von „Teuro“: 紅豆餅 (hongdoubing), kleine gefüllte Küchlein, heißen hier „Hot Drums“ – und kosten mit 2,20 Euro acht mal mehr als in Taipeh. (Foto)

Während ich mir noch überlegte, ob ich mir das leisten will, kam ich ins Gespräch mit den jungen Taiwanern am Nebentisch (Foto). Sie machen gerade einen Sprachkurs und wollen danach in Deutschland klassische Musik studieren. In Taiwan haben Orchestermusiker und Dirigenten kaum Arbeitsmöglichkeiten. Wie lange sie in Deutschland bleiben wollen? „Am liebsten für immer!“

Die Welt ist halt oft dort spannender, wo man gerade nicht lebt.


3D-Drucker, biegsame Akkus, menschliche Versuchskaninchen

In Taipei beginnt heute die Computex 2013. Den IT-Innovationen aus Asien widmet die ZDF-Redaktion Wiso Plus aus diesem Anlass die Sondersendung „Neues aus Asiens Computerwelten“.

Die Videos im Netz:

Und was war vor einem Jahr los?

Tipp: Meine ZDF-Beiträge zur Computex 2012

Meine Arbeit als Videojournalist in Taiwan

Diese vier Beiträge aus der Sendung habe ich in den vergangenen Wochen im Alleingang hier in Taipeh gedreht und geschnitten:

  • Blick in die Smartphone-Zukunft
  • Flexible Akkus made in Taiwan
  • Ein deutscher Designer in Taipeh
  • 3D-Druck als Technologie der Zukunft

Außerdem noch ein Stück über ein ganz besonderes Stadtviertel von Taipeh: Im Living Lab des Minsheng-Viertels direkt am Songshan-Flughafen testen Freiwillige im Alltag neue Technologien, die von Taiwans Institute for Information Industry (III) entwickelt wurden.

ZDF-Wiso-Plus-Living-Lab

Dieses Stück hat es aus Zeitgründen nicht in die Sendung geschafft, steht aber ebenfalls online.

Weitere Links zu Firmen und Institutionen, die in den Beiträgen vorkommen:

Der deutsche Experte vor Ort

Wie schon bei früheren Beiträgen habe ich für das Stück über die Smartphone-Zukunft Sascha Pallenberg interviewt. Der Macher des Techblogs Mobilegeeks.de lebt etwa so lange in Taipeh wie ich und weiß über neue Trends in Sachen Mobile Computing einfach verdammt gut Bescheid.

Lesetipp: Wie ich mit Pallenberg in Taipeh fürs deutsche TV drehe

Viel Spaß beim Anschauen und Weitersagen!


In seinem aktuellen Taiwan-Reiseführer gibt Günter Whittome auch Tipps für die besten Taiwan-Smartphone-Apps. Ob für Android oder iOS (iPhone), die Auswahl wird immer größer.

Über die App-Stores von Apple und Google lassen die Programme sich am besten finden. Wo es mir möglich war, habe ich Links angegeben.

Lesetipp: Was im neuen Taiwan-Reiseführer von Polyglott steht

Damit übergebe ich das Wort an Günter Whittome:

Es gibt für Reisende eine schon fast unüberschaubare Anzahl von Apps. Für diesen Reiseführer kamen natürlich nur solche in Frage, die sowohl mit einem iPhone als auch auf Android-Smartphones verwendbar sind und vor allem, wo die Inhalte auch auf Englisch verfügbar sind. Das sind leider noch nicht sehr viele, aber das dürfte in Zukunft sicher mehr werden.

Taiwan The Heart of Asia

Offizielle Taiwan-App vom Tourismusbüro

Die nützlichste App ist sicher die von der Tourismusbehörde herausgegebene Tour Taiwan, die auf Englisch Verkehrsinfos und viele andere praktische Tipps, Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten in der Nähe des eigenen Standorts oder per Suche landesweit, sowie zu Festivals und Nationalparks bereithält.

Infos zur App Tour Taiwan

Ausländer stellen Taiwan vor

Eine nette Ergänzung dazu ist die ebenfalls von der Tourismusbehörde stammende App Time for Taiwan, die kurze Videos zu Sehenswürdigkeiten in ganz Taiwan anbietet. Diese drehte ein Fernsehsender zusammen mit in Taiwan lebenden Ausländern. Man kann sie in einer Vorschau ansehen oder komplett herunterladen, um sie sich im Vollbildmodus anzuschauen.

App Time for Taiwan für Android im Google Play Store

Taipei 101 Skyline

Sehenswürdigkeiten in Taipeh

Speziell zu Taipeh bietet sich die von der Stadtverwaltung herausgegebene App MOTA (Map of Taipei Amusement) an. Außer den üblichen praktischen Infos stellt sie Tourbeschreibungen durch die Stadt bereit, die man auch als Audioguide herunterladen kann. Das einzige Manko ist, dass man die Oberfläche des Smartphones auf Englisch umstellen muss, damit die App auf Englisch angezeigt wird. Bei deutscher Handyoberfläche erscheint die App auf Chinesisch. Ich habe schon mit den Entwicklern Kontakt aufgenommen und hoffe, dass das bald behoben wird.

App MOTA für Android im Google Play Store

Taiwans Ortsnamen romanisiert und auf Chinesisch

Da die meisten Touristen aus Europa des Chinesischen nicht mächtig sind, ist für die Orientierung im Land folgende App sicher sehr nützlich: TownABC TW. Sie zeigt in einer Liste Ortsnamen in Taiwan in der Hanyu-Pinyin-Umschrift und in chinesischen Schriftzeichen an. Man muss nur daran denken, dass die auf Straßenschildern zu sehenden Umschriften v.a. im Süden (Tainan, Kaohsiung) und auf dem Land teilweise davon abweichen (Tongyong-Pinyin-Umschrift).

Infos zur App TownABC TW und Download für Android

Einheimische als Fremdenführer in Taiwan

Wer trotz fehlender Chinesischkenntnisse gerne mit Einheimischen in Kontakt treten möchte, dem sei die App meetrip ans Herz gelegt: (meist junge) Taiwanesen mit Fremdsprachenkenntnissen bieten sich hier an, um gegen ein frei aushandelbares Entgelt Touristen als Guides zur Seite zur stehen. Die meisten Angebote gibt es in Taipeh, aber auch für andere Ziele in Taiwan ist etwas dabei.

App Taiwan Travel Local Guide (meetrip) für Android im Google Play Store

Führer durchs Nationale Palastmuseum in Taipeh

Eine der Hauptattraktionen Taiwans ist sicherlich das Nationale Palastmuseum in Taipeh, dessen Angebot an Kulturschätzen den unvorbereiteten Besucher durchaus erschlagen kann. Wer sich vor einem Besuch schon mal orientieren will, kann folgende beiden Apps nutzen: NPM InSight oder Discover NPM (diese erst teilweise auf Englisch).“

Infos zur App NPM InSight

Infos zur App Discover NPM

Nationales Palastmuseum Taipeh

Kann jemand Erfahrungsberichte und weitere Tipps beisteuern?


Technik, Taiwan, TV: Meine Berichte fürs ZDF

Als ausgebildeter Fernsehjournalist macht es mir immer besondere Freude, wenn ich in Taiwan selbst zur Kamera greifen kann. Seit einiger Zeit arbeite ich dafür mit einem deutschen Blogger zusammen, der ebenfalls in Taipeh lebt: Sascha Pallenberg.

Voll vernetzt und immer online

Wer einen Beweis sucht, dass die Technik-Welt sich immer schneller dreht, braucht sich nur Mobiltelefone anzusehen: Vor 20 Jahren noch kiloschwer und vor 15 Jahren ein teures Luxusgut, hatten sie vor zehn Jahren schon Farbdisplays und Kameras. Seit fünf Jahren kommen sie sogar ohne Tasten aus, können aber so viel wie ausgewachsene Computer.

Auf den Smartphone-Zug bin ich recht spät aufgesprungen. Erst seit Anfang 2011 bin ich auf meinen Streifzügen durch Taipeh immer online, kann Fotos sofort ins Netz stellen und unterwegs wichtige E-Mails lesen. Mein Telefon ist natürlich Made in Taiwan: HTC ist ja mittlerweile auch in Deutschland ein Begriff.

Mobile Computing ist ein Milliardenmarkt, der außer Smartphones auch tragbare PCs und Tablet-Computer umfasst. Weil viele Hersteller in Taiwan sitzen, lassen sich neue Trends hier früher aufspüren als in Deutschland. Kaum jemand macht sich das so konsequent zunutze wie Sascha Pallenberg.

Sascha Pallenberg: Ein deutscher Mobile Geek in Taiwan

Der Dortmunder ist wie ich 2009 nach Taipeh gezogen. Er lebt davon, übers Internet als erster neue Produkte vorzustellen und zu testen, auf deutsch und englisch. Seine aktuelle Website ist mobilegeeks.de. Was sich wie für viele wie Technik-Fachchinesisch liest, interessiert tatsächlich extrem viele Menschen. Allein Pallenbergs selbstgedrehte Videos, in denen er neue Geräte und Programme vorstellt, werden jeden Tag mehr als 100.000-mal abgerufen.

Sascha Pallenberg in Taipei, Taiwan

Davon lässt es sich tatsächlich leben. Über Anzeigen und Provisionen nimmt Pallenberg so viel ein, dass nicht nur er und seine kanadische Geschäftspartnerin gut über die Runden kommen, sondern er auch noch einige Blogger in Deutschland, den USA und Hongkong dafür bezahlen kann, dass sie ihm regelmäßig Beiträge schreiben.

Außerdem fliegt er rund um die Welt. Die Internationale Funkausstellung in Berlin ist jedes Jahr ebenso ein Pflichttermin wie Messen in Las Vegas oder Barcelona. In deutschen Internet-Expertenkreisen gilt Pallenberg als Musterbeispiel dafür, dass man im Internet mit einem klar definierten Fachgebiet und viel Einsatz erfolgreich sein kann – ganz ohne Verlagshäuser oder gedruckte Medien.

Ein Vortrag von Sascha Pallenberg auf dem Blogger-Treffen Republica:

Meine Fernsehberichte mit Sascha aus Taiwan

Auch ich konnte davon schon profitieren. Zunächst drehte ich 2011 einen Fernsehbeitrag für 3sat, in dem ich Pallenberg und seine Arbeit vorstellte.

Das Video und mehr Infos: Der vielleicht erfolgreichste deutsche Blogger lebt in Taiwan

Seit 2012 drehen wir gemeinsam regelmäßig Beiträge für den digitalen ZDF-Infokanal: Sascha oder seine Geschäftspartnerin Nicole vor der Kamera, ich dahinter. Die Berichte können Sie sich hier gebündelt ansehen: Mobilegeeks im ZDF

Im Gegenzug hat Pallenberg sich bei mir schon einige Kniffe abgeschaut, um seine eigenen Videos noch professioneller zu gestalten. Aller Vernetzung zum Trotz – am besten arbeitet es sich doch zusammen, wenn man am selben Ort ist. Und das ist in unserem Fall eben Taiwan.