Dass der Motorroller das beliebteste Verkehrsmittel in Taipeh ist, daran habe ich mich gewöhnt. Auch daran, dass die Menschen mit ihrem Scooter alles mögliche transportieren. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der dieser Hund auch bei voller Fahrt im dichten Verkehr ganz gelassen auf dem Trittbrett saß, hat mich dann doch überrascht.

Ein paar Straßenecken weiter habe ich die beiden dann wieder getroffen, und Frauchen hat ein Bild von uns zwei Hübschen gemacht.

Und weil wir gerade dabei sind, hier noch das chinesische Schriftzeichen für „Hund“:

gou

Spricht sich „gou“. Und zwar von der Tonhöhe erst oben, dann nach unten abfallend, dann wieder ein bisschen nach oben. Das nennt sich „dritter Ton“. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Auf dieser Website kann man das Zeichen 狗 im Wörterbuch suchen (copy/paste, direkter Link geht nicht) und sich vorsprechen lassen. Wer weiß, wozu das mal gut sein kann.

Nachtrag: Mir ist im klar, dass im Internet ständig nach so ziemlich allem gesucht wird. Dass aber jemand nur einen Tag, nachdem dieser Eintrag online steht, ausgerechnet mit den Suchbegriffen „hund scooter transportieren“ auf diese Seite gelangt (wie WordPress mir meldet), damit hätte ich nicht gerechnet.

Nachtrag II: Schon wieder einer! „hund auf dem motorroller“ – wer sucht denn nach sowas?

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Keine Kommentare zu “ Nicht ohne meinen Hund ”

  1. Echt süß. Ich glaube, ich bin schon zu lange hier, hab mich schon an zu vieles gewöhnt. Aber nach einem Scooter-Motiv würde ich noch Ausschau halten, vielleicht hast Du Glück, so lange Du hier bist: die ganze Familie auf dem Scooter, also Papa fährt, vor ihm steht ein Kind, hinter ihm sitzt ein Kind und dahinter sitzt die Mama. Und wo kommen die gerade her? Vom Krankenhaus. Daher hat das Kind, das vorne steht, eine Kanüle im Arm und Mama hält die Flasche! So vor Jahren im hiesigen Stadtverkehr gesehen. Aber vielleicht ist man heute etwas fortschrittlicher und auch eine Familie, die wirtschaftlich nicht so gut dran ist, leistet sich in so einem Fall auch mal eine Taxifahrt.

  2. leedoo sagt:

    Hehe, ja ich hab einmal zwei Labradore auf nem Roller gesehen. Die lagen echt aufeinander. Das erstaunliche dabei ist, den macht das ja gar nichts aus, könnte sogar behaupten denen macht das Spass 🙂

  3. Klaus sagt:

    Ich glaube, ich sollte mal verstärkt auf den Straßenverkehr achten und dann hier eine eigene Foto-Rubrik aufmachen…

  4. ieggel sagt:

    Danke für einen weiteren höchst interessanten Blog. Taipeh aus westlicher Perspektive, und vor allem der Alltag, der von dir beschrieben wird, finde ich sehr interessant. Mach weiter so!
    Wenn du Zeit/Lust hast, hier der mein Blog, halt nicht so nahe am Ball und nur aus den Zeitungen: http://lesimprudents.wordpress.com

    Grüsse, Ueli aus der Schweiz

  5. Fanny sagt:

    klaus, wie toll. ich freu mich schon auf mehr verkehrsbeobachtungen. in bangkok haben mich die geballten motorradscharen auch fasziniert, die oben beschrieben szene (nur ohne krankenhaus) habe ich leibhaftig gesehen und zwar – jetzt kommts – bei einer britischen einwandererfamilie in chalong auf phuket. wen das nicht ein zeichen äußerster anpassungsfähigkeit ist.

    p.s. dein blogg wirft mir aktionismus vor. 2 einträge an einem tag, das geht nicht. warum eigentlich nicht?

  6. lix sagt:

    Hab mir den Klang von 狗 angehört und versucht, es nachzusprechen. Nicht so einfach. Kannst Du eigentlich schon Chinesisch? Verstehen Dich die Leute? Du könntest einige Sätze aufnehmen, ins Blog stellen und uns dann Gott weiß was erzählen über den Sinn….Wie wäre es mit: Mein Hund fährt gerne Roller. Oder: Rolltreppen töten Jahr für Jahr Dutzende von Rentnern.
    Genug jetzt lix

  7. Klaus sagt:

    Danke zusammen fürs Lob! Schön, dass ich auch in der Schweiz gelesen werde. Warum zwei Kommentare am Tag Probleme geben, verstehe ich nicht. Geht das auch anderen so?

    @lix: Tja, was heißt können? Es reicht schon, damit ich mich mit ganz einfachen Sachen verständlich machen kann, z.B.

    – Wo ist die U-Bahn-Station?
    – Ich brauche keine Tüte.
    – Ihr Essen schmeckt sehr gut.
    – Ich möchte einen großen Becher Bubble Tea ohne Zucker und mit wenig Eis.
    …etc.

    Nur hat mein Wortschatz natürlich noch sehr enge Grenzen. Und ob meine Aussprache so gut ist, wie ich mir das gerne einbilde – da bin ich mir auch nicht so sicher. Deshalb zögere ich eher, hier was online zu stellen… 🙂

    Noch viel schwieriger als selber zu sprechen ist es aber, andere zu verstehen. Da kapiere ich meistens nur Bruchstücke.

    Zu Deinem Vorschlag: „Mein Hund fährt gerne Roller“ ist gar nicht so schwer:

    我的 狗 喜歡 騎 摩托車
    wode gou xihuan qui motuoche

    wo 我 = ich, wode 我的 = mein
    gou 狗 = hund
    xihuan 喜歡 = gerne machen
    qi 騎 = reiten – da steckt ma 馬 drin, das Zeichen für „Pferd“
    motuoche 摩托車 = lautmalerisch für „Motorrad“, che 車 = Fahrzeug

    Den Satz könnt Ihr Euch jetzt ja Silbe für Silbe vorsprechen lassen…

  8. sagt:

    Das erinnert mich an eine Szene aus meiner Kindheit.

    Ich bin mit meiner Mama mit ihrem Roller in die Schule gefahren. Unsere Nachbarin mit ihrem 50 c.c. „little sheep“ – so nennen wir die 50 c.c. Roller – kam entgegen.

    Sie hat 4 Kinder, die damals 10, 12, 15, 17 waren — und alle drauf!

    Mama und ich zählten mit groß gerundeten Augen aus Staunen und Ehrfurcht zugleich nickend durch:

    1, 2, 3, 4, 5! Wow!

    — und alle mit großen Schulranzen auch noch!

    LG,

  9. Klaus sagt:

    Wow! Schade, dass es kein Bild dazu gibt… einen bleibenden Eindruck hat die Szene ja offenbar hinterlassen.

    „Little Sheep“, das wusste ich noch nicht. Wie sind die chinesischen Zeichen?

  10. sagt:

    小綿羊

    xiao3 mian2 yang2

    🙂

  11. Christian sagt:

    Zum Nachtrag 11:
    Vielleicht Motorrollerbesitzer mit Hund?
    So wie ich?

  12. Klaus sagt:

    Hallo Christian! Willkommen. Und, ist die taiwanesische Transport-Art für Dich interessant?

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