„In Taiwan werden Lebensmittel überhaupt nicht kontrolliert.“

Die Bubble Tea-Hysterie in Deutschland hat wohl einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Warnungen vor zuviel Zucker (macht Kinder dick!) und Erstickungsgefahr durch Tapioca-Perlen (macht Kinder tot!) haben Chemiker einer Aachener Hochschule nun angeblich Spuren von giftigen Stoffen in Bubble Tea entdeckt.

Sicher ist bisher wenig, und die Untersuchung war wohl ursprünglich auch gar nicht auf solche Stoffe ausgelegt. Die Wissenschaftler hatten offenbar lediglich im Auftrag des Herstellers das Gerät getestet. Selbst die Boulevard-News-Seite Nr. 1 im deutschen Internet meldet:

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums sagte SPIEGEL ONLINE, die von der Firma zur Verfügung gestellten Untersuchungsergebnisse reichten für eine Bewertung nicht aus. Das Ministerium nehme den Verdacht sehr ernst und würde Bubble Tea stichprobenartig untersuchen, sowohl auf die jetzt gefundenen Stoffe als auch darüber hinaus. Bis wann erste Ergebnisse vorliegen werden, konnte der Ministeriumssprecher noch nicht sagen.

Ein Berliner Kinderarzt als Taiwan-Experte im ZDF

ZDF Moma Bubble Tea Gift

So vergleichsweise differenziert geht es im Fernsehen meist nicht zu. Das ZDF-Morgenmagazin lieferte heute früh ein Paradebeispiel. Da wurde der Kinderarzt Dr. Martin Karsten aus Berlin-Wilmersdorf vor die Kamera gestellt und von der Moderatorin zum Kronzeugen gegen Bubble Tea gemacht. Und nicht nur das – auch zu Taiwan im Allgemeinen hatte der Doktor wenig Schmeichelhaftes zu sagen.

Falls jemand es nicht für möglich hält – zum Glück steht das Video online.

Update: Das Video wurde mittlerweile leider „depubliziert“.

Dr. Martin Karstens Kernthese bei 1:25:

Man muss einfach wissen: 90 Prozent der Bubble Teas wird in Taiwan hergestellt, und da werden Lebensmittel überhaupt nicht überprüft. Und was hier auf den Markt geschwemmt wird, ist sicher höchst gesundheitsgefährdend.

Dieser Punkt war ihm offenbar wichtig. Bei 4:18 urteilt er über Bubble Tea-Zutaten:

…wenn sie aus Ländern aus Fernost wie Taiwan kommen, wo Lebensmittel eben überhaupt nicht kontrolliert werden, dann sollten sie hier vom Markt genommen werden.

Und bei 4:40:

90% aller Bubble Teas kommen aus Taiwan, von einem Hersteller, und davor sollte sicher gewarnt werden.

Lebensmittelkontrollen in Taiwan

Würde ich in der Food and Drug Administration arbeiten, die Taiwans Gesundheitsministerium untersteht, würde ich Dr. Karsten z.B. auf diese Übersicht von Gesetzen und Verordnungen zur Lebensmittelsicherheit hinweisen.

Man könnte auch darüber grübeln, wie in Taiwan vergangenes Jahr der Einsatz von gesundheitsschädlichen Substanzen in Gelees etc. nachgewiesen werden konnte, gäbe es keine Lebensmittelkontrollen.

Oder darüber, warum viele Taiwaner sich dermaßen über den Stoff Ractopamin in US-Rindfleisch erregen, wenn sie gar keine Möglichkeit hätten, es nachzuweisen.

Bubble Tea, die Mediensau der Woche

Aber irgendwie interessiert das wahrscheinlich kaum jemanden, der Beiträge wie diesen heute im ZDF-Morgenmagazin sieht. Weil man darauf vertraut, dass die „Experten“ schon wissen, wovon sie reden. Oder darauf, dass die Moderatoren als gute Journalisten mäßigend eingreifen, wenn apodiktisch irgendwelche Fragwürdigkeiten behauptet werden – statt noch Öl ins Feuer zu gießen.

Dieser ganze traurige Bubble Tea-Shitstorm dient einigen Medienvertretern, Politikern und anderen Bedenkenträgern vor allem dazu, das Sommerloch zu füllen. In ein paar Wochen werden schon wieder ganz andere Säue durchs Dorf getrieben.

Ob dabei Image-schädigender Unfug über Taiwan verbreitet wird, ist solchen Leuten egal. Mir aber nicht. Und Ihnen?

Liebe Leser, bitte sachlich bleiben. Ich werde hier keine beleidigenden Kommentare veröffentlichen. Und sollte Dr. Martin Karsten mal nach Taipeh kommen, werde ich ihm gern persönlich meine Lieblings-Bubble Tea-Läden zeigen. Damit er sich ein eigenes Bild machen kann. Er kann von mir aus auch Messgeräte mitbringen.

Nachtrag: Vielleicht interessiert der eine oder andere Leser sich für meinen ersten Bericht über Bubble Tea in Taiwan. Aus dem Jahr 2009, als das alles in Deutschland noch nahezu unbekannt war.

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26 Kommentare zu “ Gift im Bubble Tea? Oder Unsinn im Fernsehen? ”

  1. Ludigel sagt:

    Gut, der Bubble Tea in Deutschland hat mit seinen süßen Sirups nicht mehr viel mit dem hiesigen zu tun. Hier ist es einfach süßer Tee mit Milch und diesen wenig süßen Kugeln drin. Ein schöner Snack, den ich mal alle 1-2 Wochen zu mir nehme. Wenn man nur davon lebt, kann man sicher herrliche Symptome von Diabetes bis hin zum Fettinfarkt feststellen. Gut, vor deutscher Sahnetorte warnt das deutsche TV nicht, obwohl hier das gleiche gilt. Oder Cola. Oder Fanta.

    Richtig, Lebensmittelkontrollen gibt es und Produzenten werden sicher vorsichtiger sein nach dem der Flüssigkunststoffskandal aufgearbeitet worden ist. Gab es ja in Deutschland auch so etwas, etwa den Glycolwein (süße Spätlese mit Forstschutz).

    WENN (!) im giftgrünen Sirup, das wir hier in Taiwan gar nicht verwenden im Bubble (Pearl) Tea schädliches drin sein sollte, wird das trotzdem den Pearltea hier an der Ecke nicht schlechter machen.

    Es gibt zig Kleinimporteure mit eigenen Webseiten oder Anzeigen in Handelsforen, die Bubble-Tea-Pulver und bunte Sirups anbieten für deutsche Gastronomen, wer weiß wo die überall einkaufen.

  2. Alex sagt:

    Musst du jetzt auch noch mit dem Wort Shitstorm anfangen? Reicht doch das ich das jeden Tag bei Golem.de und Co. lesen muss. Nur mal als Hinweis, du übersetzt den Sonne Mond See und schreibst dann Shitstorm?

    Ab zum Thema, ich will nicht wissen, wie viele Jahre diese Giftigen Substanzen im Bubble Tea waren, bevor die Food and Drug Administration sie letztes Jahr gefunden hat.

    Außerdem sind wir keine Koreaner oder Taiwaner und verbrennen gleich Flaggen, nur weil ein „Kinderartz“ Taiwan nicht mag.

    • Klaus sagt:

      Hat Berlin-Wilmersdorf denn überhaupt eine Flagge?

    • heresy sagt:

      Immer dieses fürchterliche Gejammer von selbsternannten Möchtegern-Rettern der deutschen Sprache.

      An dich und deine Wannabe-Superhelden (toll ein Anglizismus):
      Shitstorm kann man nicht ins Deutsche übersetzen, es ist ein deutsches Wort.

  3. MKL sagt:

    Zuerst war ich wütend über diese Berichte, aber jetzt bin ich nur traurig. Wie unterscheidet sich das von FOX News?

    Offensichtlich geht es hier nur um eine Story zu fabrizieren, das ist kein Journalismus. Es wäre doch so einfach „Taiwan+Reporter“ zu Googlen, dich zu kontaktieren und die ganze Geschichte mit Bubble Tea richtig zu stellen. Es schadet nicht nur dem Image Taiwans, auch der Witschaft. Ich bin sicher, dass sehr bald Deutsche Bubble Tea Supplier mit Slogans wie „im Gegensatz zu Taiwan, sind unsere Tapioca Perlen 100% kontrolliert…“ werben werden.

    So sehe ich die Zukunft des Bubble Tea in Deutschland: Die Technologie wird den Taiwanesen gestohlen, das Getränk wird so weit modifiziert, dass es außer dem Namen nichts mit dem Original-Bubble Tea zu tun haben wird… und nebenbei wird noch in den Medien auf Taiwan gespuckt! Seit ich außerhalb Europa lebe, sehe ich erst wieviel Mist über den Fernen Osten erzählt wird. Es ist wahrhaftig traurig das zu beobachten. Danke für diesen Beitrag, hoffentlich werden ein Paar Augen geöffnet.

  4. Andy sagt:

    Taiwanesen nicht Taiwaner, ansonsten guter Artikel.

    • Loom sagt:

      Offiziell heißt es im deutschen Duden tatsächlich „Taiwaner“.

      Taiwanese liegt nahe, da man es gleich mit Chinesen verbindet. -> ist aber falsch.

  5. DerHirntot sagt:

    Ich hatte gestern am Frühstückstisch auf Arbeit schon damit zu kämpfen. Ich musste meinen Kollegen (allesamt naturwissenschaftlich geschult) erstmal erklären, dass der „Nachweis“ ohne irgendeine Quantifizierung keinerlei Sinn ergibt. Mit heutigen Methoden kann man nunmal so ziemlich jeden Stoff in so ziemlich jedem Lebensmittel nachweisen, doch selbst bei so lustigen Verbindungen wie „Styrol, Acetophenon und bromierten Substanzen“ (kein Medium macht sich die Mühe, da was zu erklären) kommt es auf die Dosis an.

    • Loom sagt:

      naja, wenn es um die Dosis geht. In dem Artikel, welches ich lesen durfte sprach man von:
      „Grenzwerte für die Stoffe gibt es nicht, da ihr Einsatz in Lebensmitteln generell verboten ist.“

      Ich bin selbst halb Taiwaner und passionierter Bubble Tea Trinker. Finde auch das die Vorwürfe und die Medienbeteiligung in Deutschland da sehr einseitig ist. Ist aber leider auch nicht das erste mal. Die Nachrichten sind schon lange nicht mehr so objektiv wie ich es mir wünschen würde.
      Sollten aber grundsätzlich verbotene Stoffe in den Tapiokaperlen von Taiwan sein, muss man das eben bei der entsprechenden Firma nachkontrollieren. Bei aller Liebe bezweifel ich nicht, dass da mal ein Fehler passieren kann. (Schliesslich ist das auch hier in Europa keine Seltenheit.)
      In Deutschland aufgewachsen, muss ich leider auch bestätigen, dass es hier keinen Unterschied zwischen Thailand und Taiwan gibt oder sonstige Länder in der Gegend. Und heiße es nicht gut, wenn durch solche Falschaussagen von angeblichen Experten weiter diese Eindrücke angefacht werden.
      Dann auch noch im öffentlich-rechtlichen TV. Sehr peinlich …
      Faktisch gilt momentan: Den Deutschen wird einfach mal der Genuss eines tollen Getränks mies gemacht und da arbeitet man mit jedem Mittel und billigen Klischees. Vorsichtig sollte man aber trotzdem sein (siehe „2011 Taiwan food scandal“)
      Mich hält die Berichterstattung trotzdem nicht davon ab, weiter meine Bubble Teas zu genießen. 🙂

      • Zero the Hero sagt:

        Grenzwerte: mit einsprechenden Geräten kann man allergeringste Spuren (die überall vorhanden sind) nachweisen. Selbst Kokain in Coca Cola.
        In der Analytik wird das auf Prüfprotokollen mit „unter der Nachweisgrenze“ bezeichnet. Hat man neue Geräte mit stark herabgesetzter Nachweisgrenze, dann findet man auch was. Und wenn es noch sowenig ist. Mich würde ja mal der Vergleich mit urdeutschen Lebensmitteln (Butter, Bier oder Brot) interessieren, haben die die als Gegenprobe auch geprüft?
        btw: Styrol kommt gerne vom Zerfall von Polystoryl (Schaumstoff) unter Licht und ist deshalb in geringsten Spuren in allen in Polystyrol enthaltenden Verpackungen zu finden.
        Acetophenon ist Bestandteil so einiger natürlicher Aromastoffe.
        Bromierte Substanzen: findet man immer irgendwo.

        Zum Thema Verschlucken bei Kindern: alles, was kleiner ist als ein schaumstoffummantelter Ziegelstein kann und wird von Kleinkindern verschluckt werden. Der soll mal nicht so eine Welle machen. Die Eltern sollten besser aufpassen und das tun, was ihre Aufgabe ist: Lebenserfahrung lehren (nicht so hastig trinken, ansonsten verschluckst Du Dich!)
        Zuviel Zucker ist ungesund: mein Gott, was hab ich als Kind Zucker gefressen und war trotzdem leicht untergewichtig. Ich hatte aber was, was die heutigen Blagen nicht haben: Bewegung.
        Nicht fast Food (worunter ich auch den Blasentee zähle) sind das Problem, sondern die Lebensweise allgemein.
        Blagen&Fast Food:
        Kinder sind deshalb so wild aufs Restaurant „Zur Goldenen Möwe“, weil sie dort mit den dreckigen Fingern essen können und es dort bunt ist;) Nicht weils dort so gut schmeckt. DA sollte der Kinderarzt mal drüber nachdenken.

  6. Andi sagt:

    Ich habe sonst nicht viel mit Taiwan am Hut, aber als halbwegs gebildeteter Mensch (da sollten Journalisten auch dazu gehören)sollte man doch wissen, dass Taiwan kein dritte Welt Land ist…
    Aber das ist mal wieder typisch für die deutschen Medien

  7. Benni sagt:

    Ich habe den ersten Beitrag zum Bubble Tea gesehen und mir ging es eher um eines: Was ist im Vergleich mit anderen sehr kalorienhaltigen Getränken? Sind diese auch nur als „Süßigkeit für zwischendurch“ gedacht? Wenn das mit der „Erstickungsgefahr“ stimmt, wird in Zukunft bei Straciatella eine maximale Körnungsgröße für Schokostückchen vorgeschrieben? Was ist mit Gummibärchen? Oder gar… BEEREN! Die wachsen einfach so rum, werden nicht kontrolliert, nicht genormt und sind einfach so durch Kinder verzehrbar! Lauter Erstickungstote auf einmal!

    Mich würde es wundern wenn die hier genannten Stoffe nicht auch in Mineralwasser gefunden werden wenn diese in Plastikbehältern aufbewahrt werden…

  8. Nero sagt:

    e-zigarette
    Bubbletea
    sie werden schon neues finden

  9. Marco sagt:

    Hallo,
    habe den Bericht in Youtube zuerst gesehen und mir sofort gedacht, dass das Unfug ist. Da wird einfach ein Klischee eingegaen „so ein fernöstliches Land“. Da viele Leute nicht sehr viel über Taiwan wissen, wird das dann sozusagen über den Kamm gescherrt mit anderen Ländern, wie Thailand, Phillipinen, etc.
    Nervig sowas!

  10. Claudia sagt:

    Wir waren letzte Woche in Taipei (leben in Tokyo, ist also nicht allzu weit weg), und ich hatte zwar den Eindruck, dass das mit der Hygiene manchmal nicht ganz so genau genommen wird, aber ich bezweifle dann doch, dass Taiwanesen Lebensmittel überhaupt nicht kontrollieren.
    Kinderärzte sind halt nicht zwingend Ost-Asien-Spezialisten.
    Es ist nur schade, wenn solche Nachrichten im Internet verbreitet werden und sich Bubble-Tea-Läden Besitzer im ganzen Land für die nächsten drei Monate erklären müssen.

  11. Dennis sagt:

    Erstmal Glückwünsch zur Verlinkung in 6 vor 9 im Bildblog Klaus. Ich hatte wegen der Bubble Tea Geschichte in Deutschland erst gestern eine interessante Diskussion mit meiner Frau, denn ich denke, egal ob wir jetzt schon so und so viele Jahre in Taiwan leben..zu Bubble Tea Experten macht uns das jetzt auch nicht wirklich. Schauen wir uns die drei Vorwürfe mal an.

    1. Bubble Tea hat viele Kalorien und Zucker. – Stimmt. Meine Frau meint, dass Bubble Tea eher Junk Food ist, also auf keinen Fall etwas, das man jeden Tag zu sich nehmen sollte.

    2. An den Bobas kann man sich verschlucken. – Stimmt auch. Gerade wenn man hastig trinkt, was bei kleinen Kindern irgendwie nicht selten ist, kann man sich mehr davon direkt in den Rachen saugen, als gut sein kann.

    3. Giftstoffe im Tee. – Das halten meine Frau und ich bis zu einem stichhaltigen Nachweis auch für Blödsinn und die Aussagen darüber über Taiwan sind wirklich bescheuert.

    Was bleibt als Fazit? Zwei von drei Feststellungen treffen zu. Die andere Feststellung gründet sich auf dubiose Prüfmethoden gepaart mit schlechtem Journalismus. Wahnsinn, so etwas gab es ja noch nie!

    Am Ende wird es wieder auf das Eine hinauslaufen. Diejenigen, die sich wirklich für Taiwan interessieren (…indem sie z.B. deinen Blog lesen), werden wissen was sie von den Aussagen in den Medien zu halten haben und den anderen ist es eh vollkommen egal. Taiwan, Thailand, Tahiti. Hauptsache Afrika!

    • carsten sagt:

      gute zusammenfassung (letzter absatz).

      traurig aber wahr.

      andererseits.. mit der vielen presse könnte auch etwas mehr neugier herausspringen, denn der unglückliche teil der nachricht ist erkennbar unqualifiziert – und so folgt womöglich mehr umsatz. kennt jemand die entwicklung der umsatzzahlen?

      ich werde jedenfalls heute mal wieder einen bubble tee kaufen und trinken, die klassische variante ohne grün-bunte sirupschwemme. 🙂

  12. Christoph sagt:

    Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich. Mark Twain

  13. alex sagt:

    Endlich mal ein guter objektiver Artikel zu diesem Thema. Habe echt das Gefühl, jeder ist so eine kleine Petze, nach dem Motto: „ich weiß was, das ist ja ganz schlimm“. Nein, nicht wie bei Stiftung Warentest, es wird nicht erst geprüft, dann der Hersteller informiert, es wird gleich ein Geschrei in der Presse verbreitet. Mit der Lebensmittelchemie ist das ja wohl auch so eine Sache, man findet nur das, wonach man sucht. Wer sich an das BSE erinnern kann weiß, dass Deutschland auch lange BSE frei war, weil danach nicht gesucht wurde.
    Ich frage mich nur wer hinter dieser Verleumdungs-Welle steckt? Einer der großen Limo-Konzerne aus den USA oder eine große Fast Food Kette. Sollen erst mal die Zigaretten-Produzenten Warnhinweise wie in Taiwan auf ihre Schachteln, drucken. Bei Alkohol kann man auch mal damit anfangen. Vor ein paar Jahren gab es die Alko-popp und Komasaufen Debatte, passiert ist bisher nichts.
    Leid tun mir die Leute, die jetzt einen BB-Tea laden haben, da sind in den letzten Monaten sehr viele Arbeitsplätze entstanden, gerade für Mitbürger mit Migrationshintergrund.
    Gur, jetzt erst mal ´ne Zigarette beim Bier und wenn ich mal wieder einen BBQ laben sehe einen leckeren Bubble Tea.

  14. wolle pelz sagt:

    Ja, Deutschland ist groß in seiner Arroganz. Das bekommen nicht nur die Taiwaner zu spüren. Die Griechen gerade auch auf ganz fürchterliche Art und Weise.

    Schlimm nur, dass das ganze Futter für die Stammtische auch artig gefressen und wieder ausgesch… wird.

    Danke für den Artikel. Er hat mich auch ein wenig nachsinnen lassen, obwohl ich die Quellen dieser „Nachricht“ ohnehin von Anfang an sehr dubios fand.

    Weiter machen! Danke! 😉

  15. Icke sagt:

    Ganz ehrlich – mir ist egal ob da Giftstoffe drin sind. EIN Bubble Tea 0,5l hat FÜNFHUNDERT KALORIEN. Allein deshalb trinke ich das nicht mehr.

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  1. […] Kurz danach brach die unsägliche mediale Sommerloch-Empörungswelle über angebliches Gift im Bubble Tea etc. […]

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